Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

V. Buch. 245 
schon mit aller Unterthänigkeit Verhaltungöbefehle 
von uns ein. Es darf sich schon Treu und Glau 
ben, Friede und Ehre, die alte Redlichkeit, und 
die so lang verachtet gewesene Tugend wieder bli 
cken lassen: das gesegnete Horn des Ueberflusses 
schüttet seine Güter über rms mit vollem Maaße 
aus. 
Chor der jungen Rnaben. 
Phöbus, du Gott der Weißagungen, der du 
deinen blitzenden Bogen mit solcher Geschicklich 
keit zu führen weißt, auch bey den neun Musen 
so beliebt bist, als du dem Parnaß Ehre machst; 
der du ferner durch deine niemals fehlende Hei- 
lungökunst den erkrankten Gliedern der Menschen 
wieder zur Genesung verhilfst: wenn du * auf die 
prächtigen Gebäude des Berges Palatinus einen 
gnädigen Blick herab thust, so wollest du das rö 
mische Reich, vornehmlich aber das gute Welsch 
land bis zu nächstfolgendem Jubeljahre **, so 
dann auf immer beglücktere Folgezeit, in blühen 
dem Zustande ohnverrückt erhalten. 
Lhor der jungen NMdgen. 
Und du, Diana, die man auf dem aventini- 
schen Hügel und dem Schneeberge Algidus *** 
verehret, wollest das priesterliche Gebeth der funs 
zehnmänner f dir lassen angenehm und empfohlen 
seyn, auch deine Ohren neigen zu dem Wünschen 
und Flehen dieser auserwählten Kinder insgesammt. 
Beyde 
* von deinem vom August dir 
geweideten Tempel 
** als dem drey und zwanzig 
sten großen Versöhnungsfeste 
*** in den dir daselbst gehet, 
ligten Hüynen 
f die Jnnhalts der sibyllini, 
sehen Bücher, Sorge für die 
hundertjährigen Spielfeyer 
und andere Ceremonien der 
Gottesdienstes tragen
	        
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