Full text: Leipziger Königstage

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Der zweite Tag des Königs-Besuches in Leipzig begann 
mit der Besichtigung der Klavierspiel-lnstrumentenfabrik 
LUDWIG HUPFELD 
Aktiengesellschaft 
Böhlitz- Ehrenberg- Leipzig 
Vorher hatte von 1 / 2 9 Uhr an das Musikkorps des 8. Kgl. Sachs. 
Infanterie-Regiments «Prinz Johann Georg» Nr. 107 vor dem könig 
lichen Palais eine Morgenmusik dargebracht. Pünktlich V 2 io Uhr 
vormittags traf Seine Majestät König Friedrich August von Sachsen 
in der Fabrik ein, begleitet von den Herren Staatsministern Graf 
Vitzthum v. Eckstädt und Dr. Beck, Generaladjutant v. Müller, 
Oberstallmeister v. Haugk, Hofmarschall v. Metzsch, Major v. Kön 
neritz, Kreishauptmann v. Burgsdorff, Amtshauptmann Kammerherr 
v. Nostitz-Wallwitz, Oberbürgermeister Dr. Dittrich und Polizei 
direktor Dr. Wagler. Bei der Anfahrt des Königs hatten der Ge 
meinderat von Böhlitz-Ehrenberg, ebenso der Militärverein und die 
Freiwillige Feuerwehr Aufstellung genommen. Der König zeichnete 
jeden Veteranen durch eine Ansprache aus. 
An dem mit dem Königl. Sächsischen Wappen, Emblemen, Fahnen 
und Tannengrün geschmückten Portal wurde Se. Majestät durch 
die Herren des Vorstandes, Generaldirektor Ludwig Hupfeid und 
Direktor Otto Tetzner begrüßt und in den stimmungsvoll dekorierten 
Empfangsraum geleitet, wo nach einem vom Herrn Direktor Otto 
Tetzner auf Se. Majestät ausgebrachten Hoch die Vorstellung folgen 
der Herren erfolgte: Direktor Keller, Konsul Berger und Rechts 
anwalt Dr. Steckner als Vertreter des Aufsichtsrates, stellvertretender 
Direktor Hiemann als Vertreter des kaufmännischen Personals und 
Betriebsleiter Ingenieur Reichel als Vertreter des technischen Per 
sonals. Ferner Zivilingenieur Ranft, der Erbauer der Fabrik. 
Hierauf nahm Herr Generaldirektor Hupfeid das Wort, um 
Se. Majestät namens der Gesellschaft willkommen zu heißen und für 
die Ehre des Besuches ehrfurchtsvoll zu danken. Die damit ver 
bundene hohe Auszeichnung würde tief empfunden von dem Unter 
nehmen, welches in diesem Jahre auf ein dreißigjähriges Bestehen 
zurückblicken dürfe. Nunmehr überschreite zum ersten Male ein
        

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