Full text: Das Leben Philipps des Großmüthigen, Landgrafen von Hessen

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ehrbare Antwort ertheilen, daß sie alle Ursache haben 
sollten, damit zufrieden zu sein." 
Philipp war in Verzweiflung und mußte fast mit 
Gewalt von Halle weggezogen werden. Zwar hatten 
die beiden Kurfürsten ihm gelobt, nicht eher vom kaiser 
lichen Hofe zu weichen, als bis er in Freiheit gesetzt 
sei, doch durften sie dem Kaiser nicht weiter als bis 
Naumburg folgen, da derselbe im Gegentheil drohte, 
den Landgrafen nach Spanien abzuführen. Zuerst waren 
die beiden gefangenen Fürsten in einem Wagen, allein 
sie wurden bald getrennt und unter starker Bewachung 
immer eine Tagereise vor dem Kaiser geleitet. 
Philipp im Gefängniß und versuchte Flucht. 
Obgleich von Seiten des Landgrafen schneller noch, 
als man erwartet hatte, die Bedingungen der am 
19. Juni zu Halle mit dem Kaiser abgeschlossenen Ka 
pitulation erfüllt wurden, so blieb Philipp in beständiger 
Gefangenschaft und zwar bis gegen das Ende des Jahres 
1547 vorerst in Donauwörth. An seinen Schwiegersohn 
schrieb er gleich anfangs: „Es ist nicht ohne, wir hätten 
uns der Dinge, so uns begegnen, eben so wenig als 
E. L. vermuthet; E. L. wissen auf was Treu und Glauben 
wir hergekommen (nach Halle); nun stehet von den 
Dingen, so uns begegnen, in der Kapitulation gar 
nichts, denn hätten wir solches wissen sollen, so wäre 
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