Full text: Das Leben Philipps des Großmüthigen, Landgrafen von Hessen

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söhnung zwischen den Herzögen von Barern und Ulrich 
von Würtemberg; vermittelte die Streitigkeiten des 
Kurfürsten mit dem jungen Herzog Moriz zu Sachsen, 
worüber Luther so erfreut war, daß er ihm schrieb: 
Selig sind die Friedfertigen! und schien nicht abgeneigt 
zu sein, selbst gegen die Türken zu ziehen, da ihn der 
Kurfürst vor Andern zum Anführer des Rcichsheeres 
dazu vorschlug. Allein zu Speyer, wo Rudolph Schenck, 
Landvoigt an der Werra, im Namen des Landgrafen 
persönlich mit Ferdinand verhandelte, und mit den an 
dern Protestanten, zu den Regensburgischen Vergünsti 
gungen von: vorigen Jahre, noch eine Friedenserstreckung 
auf fünf Jahre erlangte, ward Joachim von Branden 
burg zum obersten Feldhauptmann gegen die Türken er 
wählt, worauf der ganze Feldzug mißlang. 
Erster Araunschwciger Krieg. — Reichstag 
zu Spcier. 
Die Feindschaft zwischen Philipp und dem Herzog 
Heinrich von Wolfenbüttel war auf's Neue durch mehrere 
Schmähschriften des Letzteren aufgeregt worden. Zwar 
hatte der Kaiser Beiden während der Dauer des Reichs 
tages zu Regensburg Stillschweigen aufgelegt, allein 
neue Schriften folgten bis 1542 Heinrich, der lüstern 
nach den Bergwerken der Stadt Goslar war, es unter 
nahm, die vom Kaiser aufgehobene Acht auszuführen, 
und selbst Braunschwcig in seinen Gerechtsamen und den
	        

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