Full text: 60 Jahre Melsunger medizinische Mitteilungen

Vorwort 
Im Jahre 1976 können wir auf 60 Jahre unserer Firmen-Hauszeitschrift, die 
„Melsunger Medizinischen Mitteilungen“, zurückblicken — ein Anlaß, Rechen 
schaft abzulegen über ein Vorhaben, das in unruhigen Zeiten als „Kriegskind“, 
wie es im ersten Heft heißt, begonnen wurde. 
Im 77. Jahr der Firmengeschichte begann B. Braun mit den M.M.M. ein Forum 
zu schaffen, auf dem neue medizinische und naturwissenschaftliche Erkennt 
nisse in offener Form diskutiert werden konnten. 
Über 60 Jahre hinweg kamen in den M.M.M. namhafte Wissenschaftler zu Wort, 
um über neue Entwicklungen, Trends und Erfahrungen aus der Praxis zu be 
richten. Dieser Gedankenaustausch hat — so glauben wir heute mit Recht 
sagen zu können — dazu beigetragen, Fortschritte in gemeinsamer Arbeit auf 
einer Vielzahl von Gebieten zu erzielen. Fortschritte der Wissenschaft umzu 
setzen in für den Arzt und seine Patienten nutzreiche Realitäten war und ist 
stets die vornehmste Aufgabe von B. BRAUN MELSUNGEN. 
Dem Leser im Jahr 1976 soll anhand einer kleinen, aber vielleicht repräsen 
tativen Faksimile-Auswahl von Beiträgen aus weit über 100 Heften ein Bild ver 
mittelt werden, wie stark Engagement und Beteiligung von BRAUN MELSUNGEN 
an der Entwicklung der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft ist. 
Entscheidend geprägt wurde das Unternehmen in den letzten 40 Jahren 
durch seinen wissenschaftlichen und technischen Leiter Herrn Dipl.-Chem. 
Dr. med. Bernd Braun, dem diese Ausgabe der M.M.M. zu seinem 70. Geburtstag 
von Herzen gewidmet sein soll. 
Viele der geführten Diskussionen sind heute nur liebenswerte Historie, manche 
aber sind in ihrer Problematik noch heute von aktuellem Interesse, einige leben 
über Jahrzehnte immer wieder neu auf und werden uns auch in Zukunft 
beschäftigen. 
ln den ersten rund 40 Jahren ihres Bestehens sahen die Herausgeber der 
M.M.M. ihre erste Aufgabe darin, ein Medium für den Informationsaustausch 
zwischen klinischer und industrieller Forschung zu sein. Als jedoch nach dem 
Ende des 2. Weltkrieges die von unserem Hause in Kassel und andernorts ver 
anstalteten Symposien diese Funktion weitgehend übernahmen und sich zu 
einer erweiterten Diskussionsplattform entwickelten, war es die logische 
Konsequenz der ursprünglichen Zielsetzung, die dort gehaltenen Referate 
einem breiteren Leserkreis zur Kenntnis zu geben. 
Medizinische Firmenzeitschriften sind ein Bestandteil des ständigen Dialogs, 
wie er zwischen der medizinischen Fachwelt und der Industrie geführt werden 
muß, um Fortschritte in Behandlungs- und Therapiemethoden zu erzielen. Die 
vorliegende Retrospektive soll dazu dienen, diese These zu stützen, ihre über 
Generationen hinweg gültige Bedeutung auch für die Zukunft zu untermauern. 
J. Schnell
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.