Full text: 60 Jahre Melsunger medizinische Mitteilungen

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Der Warburg-Apparat in der Klinik 
Aus der Abteilung Apparatebau der Firma B. Braun 
Der Warburg-Apparat in der Klinik 
Dipl.-Ing. O. K o eil e 
Die manometrischen Methoden, die in der Hauptsache von O. Warburg ent 
wickelt wurden, kommen für eine große Anzahl von Bestimmungen chemischer 
oder enzymatischer Natur zur Anwendung. Seit den zwanziger Jahren werden 
sie für solche Reaktionen eingesetzt, bei denen während des Reaktionsverlaufes 
Gase entwickelt oder verbraucht werden. Darüber hinaus lassen sich auf diese 
Weise sämtliche Vorgänge messen, welche durch besondere Versuchsanordnung 
in Gasreaktionen umgewandelt werden können. 
Neben den Vorzügen der Genauigkeit sind sie vor allem sehr empfindlich 
und sie gestatten außerdem noch die zeitliche Verfolgung der zu bestimmenden 
Reaktionen. Man bedient sich hierbei der sog. Warburg-Thermostaten, wobei 
in besonderen Reaktionsgefäßen bei konstanter Temperatur die Reaktionen 
ablaufen, und die dadurch ausgelösten Gasdruckveränderungen manometrisch 
gemessen werden. Die Reaktionsgefäße sind mit den Manometern durch Schliffe 
fest verbunden. Manometer mit Reaktionsgefäß werden auf einer besonderen 
Schüttelvorrichtung befestigt, so daß während des Versuchsverlaufes ständig 
eine gute Durchmischung der Untersuchungsflüssigkeiten gewährleistet ist. 
Trotz der Vielseitigkeit und ihrer Vorzüge stießen diese Methoden immer wie 
der auf arbeitstechnische Schwierigkeiten, die allerdings nicht von den Methoden 
selbst, sondern von den technischen Gegebenheiten herrührten. Auch die lang 
jährige Entwicklung der Warburg-Thermostaten hat dem Vorurteil vieler Unter- 
1956
	        

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