Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 43, Dezember 1944)

deutsche Zukunft. Für thu kämpft Ihr und für ihn motten wir 
rastlos schaffen, bis mir das Ziel erreicht haken und fest in den 
Händen halten. Im Glauben an die große Aufgabe unseres Vol 
kes und im Glauben an die göttliche Sendung Aoolf Hitlers grüßt 
Euch die Heimat auf das herzlichste. 
Eheschließungen: 
12. 8. Kaufm. Angestellter, Zahlmeister d. R. Walter 
Ferdinand Wilhelm Blaschke mit der Fotografengehilfin Elisa 
beth Martha Maria Schmidt: 21. 8. Tischler und Obergefr. Ernst 
Wilhelm Friedrich Max Behlmann mit der Maidenunierführerin 
Gerda Katharina Deist: 21. 9. Maurer und Obergefr. Erich Georg 
Krause mit der Martha Maria Blumenstein, Elbersdorf: 9. 9. 
Bürogehilfe Heinrich Münz mit der Industriearbeiterin Maria 
Charlotte Margarete Dehn; 31. 9. Kaufmann, Sanitäts'eldwebel 
Karl Heinrich Ellrich mit der Stickerin Käthe Wilhelmine Hein; 
7. 10. Lagerhalter und Obergefr. Konrad Albert mit der 
Hausangest. Marie Möller. Elbersdorf; 7.10. Kau.m. und Obgfr. 
Kurt Werner Weber mit der Liselotte Gerda Helga Münzer- 
11. 10. Schriftsetzer und Oberfähnrich Karl Heinrich Herbert 
Kopp mit der Kontoristin Klara Hilde Paulus: 28. 10. Iung- 
bauer, Uffz. Jakob Christian Marth mit der Karoline Mathilde 
Bott; 3. 11. Eisengießer, Obergefr. der Artillerie Heinrich 
Kronauer mit der Schwestern-H elfe rin beim Deutschen Roten 
Kreuz Anna Lehnert, Pfieffe: 25. 11. Reichsbahnassistcnt,^ ttffz. 
Valentin Schwalm mit der Martha Katharina Körber, Elbers- 
dorf-cKaltenbach. 
Geburten: 
1. 8. Barbara, Tochter des Laboranten und Obergefr. Willi 
Kohn, Pfieffe; 11.8. Wilfried, Sohn des Schlossers und Obgfr. 
Paul Rudolf Schneider, Elbersdorf-Kaltenbach: 13.8. Karin und 
Heidi. Töchter des Oberfchirrmstr. Hans Allendors; 11. 9. Ha 
rald. Sohn des Installateurs und Obergefr. Gg. Fleischmann: 12. 9. 
Holger. Sohn des Kaufm. und Obgfr. Aug. Jak. Ellrich; 23. 9. 
Christa, Tochter des Tischlers und Obergefr. Rudolf Karl Hans 
Wiefenberger; 1. 10. Die er, Sohn des Lageristen und Feltnv. 
Karl Opfer; 29. 9. Gerhard, Sohn des Forst.uest,ers und Haupt 
manns Konr. Hch. Ernst Ullrich, WUdelbach; 4.10. Edith, Lot 
ter des Kaufm. Wilhelm Anton Franz Rump; 22. 10. Willst 
Sohn des Wachmanns Wilhelm Hillwig; 24. 10. Volker, 
Sohn des Drehers Georg Ludolph; 2. 11. August, Sohn des Ge 
spannführers August Wurst; 31. 10. Gisela, Tochier der Tele 
fonistin Margarete Wilhelmine Schreiber: 1. 11. Karl. Sohn des 
Obermafchinisten Heinrich Wilhelm Georg Ochse, Elbersdorf; 10. 
11. Dieter, Sohn des Werkfeuermehrmannes Konrad Hter- 
mann Viereck; 18. 11. Edelgard, Tochter des Kraftfahrers und 
Obergefr. Georg Wernhardt; 21. II. Ursula, Tochter des Schrei 
ners und Obergefr. Karl Koch; 22. 11. Uwe, Sohn der Tele 
fonistin Frieda Margarethe Karoline Clobes; 24. 11. Wilhelm, 
Sohn des Staatlichen Revierförsters Karl Albert Frohn. 
Sterbefälle: 
22. 8. Invalide Friedrich Wilhelm Meyer; 25. 8. Musiker 
Holl: 23. 9. Martha Elisabeth Siebert, gcb. Stöhr; 4. 10. Tele!^ 
grafenarbeiter der Feuerlöschpolizei, Invalide, Aibin Gustav 
Knoll; 5. 10. Anna Helene Thekla Diehl, geb. Rühm: 8. 10. 
Wme. Anna Elisabeth Siebold, geb. Schmidt; 7. 10. Christa 
Sophie Minna Wiefenberger; 9. 10. Wive. Elise Kühlborn, geb. 
Klobes Schnellrode: 16. 10. Wive. Bertha Fuchs, geb. Kolbe«: 
19. 10. Wme. Magdalena Hering geb. Henkel; 20. 11. Schuh 
machermeister und Landwirt Georg Pasche. 
Im Krankenhaus zu Melsungen erlag die Frau Eures 
Kameraden Karl Breßler den Verletzungen, die sie sich beim 
Sturz vom Birnbaum zugezogen hatte. Sie hatte ihrer Nach 
barin uneigennützig in der Arbeit geholfen. 
Mit Heil dem Führer bin ich Euer Ortsgruppenleiter 
Th. F e n n e r. 
Ortsgruppe Neu morschen 
Liebe Kameraden! 
Schon brennen die Adventskerzen! Nicht mehr lange und die 
hohe Nacht der klaren Sterne ist da. Die Weihnacht: Das Fest 
der Mütter, das Fest der Familie — der Sieg des Lichtes! 
Trübe, regnerische Novembertage liegen hinter uns. Wenn man 
zum Fenster heraus sah. konnte man vor dem dunstigen Nebel 
nickt einmal die Berge sehen. Die Fulda ist von dem vielen 
Regen groß geworden, doch sie ist nur so viel gewachsen, daß 
sie nach etwas aussieht, ohne die Häuser und Gärten zu 
bedrohen. Das Leben im Dörfchen geht weiter. Die Kinder 
reden vom Weihnachtsmann. Die Mütter tragen Geschenke 
zusammen, so schwer es auch wird. Der Weihnachtsmann soll 
seinen Pflichten nachkommen können. Man merkt an vielem, 
daß es die 6. Kriegsweihnachten find. Wir find noch, dichter 
zusammengerückt, denn es wurden immer mehr, die ihr Obdach 
verloren. Wie hart und grausam der Krieg ist, hat fast ein 
jeder von uns persönlich erfahren müssen. Doch wie nach dunklen 
Novembertägen die Adventslichter leuchten, und dann endlich dev 
Weihnachtsbaum erstrahlt — so wird auch unser Glaube vom 
Siege belohnt werden. 
An einem Morgen hatten wir Rauhreif. Wie schön war da 
unsere Heimat. Könnt Ihr Euch noch vorstellen auf dem 
Halberg zu stehen, den Blick hinunter in das Dorf zu richten 
und dazu Rauhreif! Die Dächer weiß und glitzernd, die 
Bäume wie Zuckerwerk und erst die Tannen an der Schulseite: 
wie lauter Weihnachtsbäume sahen sie aus. Ganz still und 
versunken scheint einem da unser kleines liebes Morschen! Und 
doch wieviel an menschlichem Schicksal erfüllt sich auch hier. 
Die Jahreszeiten ziehen über es hin und das Leben spielt 
sich darin ab. Froh geht hin und wieder ein Urlauber durch die 
Straßen, unbekümmert wachsen unsere Kinder heran. — Doch 
Mütter und Frauen gibt es manche, denen brachte schlimme 
Nachricht große Trauer! Weiter geht das Leben und die Pflicht 
für Euch dort an den Fronten und für uns in der Heimat. Nun 
Ihr wißt wohl, daß wir „Alten" BolkssturM-Soldaten wurden. 
Glaubt nur. es lohnt sich schon, daß wir auch noch mitmachen. 
Unsere Heimat soll und wird uns bleiben. Wir wollen und 
werden immer nur deutsche Weihnachten feiern. 
Nicht jedem von Euch wird ein Weihnachtslicht leuchten. 
Doch Dir Kamerad, dem die Pflicht vorangestellt wird, Dir 
werden Deine Lieben daheim ein Bäumlein anzünden und sie 
werden Dich zu sich holen mit all ihren Gedanken. Ihre Liedsr 
werden Dir erklingen, ihre guten Wünsche werden Dich beschützet 
Auf manchen Gräbern wird Schnee liegen — und Frieden — den 
Frieden, den mir uns noch erkämpfen müssen, damit unsers 
Kinder den Frieden aus deutscher Erde durch uns gesichert finden. 
Mit diesen Gedanken wollen wir Weihnachten feiern. Das neue 
Jahr wird uns in diesem Geiste und unserer großen Sache 
bewußt an den Waffen und an der Arbeit finden, bis unsere 
schöne und liebe Heimat für immer vom Feinde frei und unbe 
droht ist. j. 
Klar hat der Führer uns allen in seiner Botschaft am 
9. November unseren Schicksalskampf beleuchtet, und so wollen 
wir in der hohen Nacht der klaren Sterne pflichtbewußt und 
klar den Sinn unseres Kampfes aufs neue .erkennen, Ihr 
draußen, wir Bolkssturmsoldaten, wir Mütter, wir Frauen und 
wir Mädchen und die am Pflug und die am Schraubstock. 
Aus Fabriken und Stuben klingt unseres Banners Ruf. Mögen 
unsere Feinde noch so stark sein, wir halten durch, wir geloben 
aufs neue, niemals zu kapitulieren. Unsere Gräber und unsere 
Jugend fordern und verpflichten uns zu Kämpfen und zu arbeiten 
So wollen wir mit ihm. dem Führer, über die Weihnachten 
in das neue Jahr gehen und mit dem Blick auf die Heimat auch den 
Feind nicht aus den Augen lassen, bis er besiegt am Boden liegt. 
Unser Wille und unsere Waffen, und wir Soldaten und unser 
Gott sollen uns helfen. Dies fei unser Schwur, unser Gebet, das 
wir zu Weihnachten sprechen wollen. 
Wir reichen uns die Hände von draußen nach hier und 
von hier nach draußen. Euer Aug. Hast. 
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