Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 39, Januar/Februar 1944)

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Ortsgruppe Hilgershausen 
Liebe Kameraden. 
Durch ein Versehen ist der Bericht von unserer Ortsfrauew 
ichaftsleiterin, Frl. Biel, wie auch mein Beitrag für die Weih 
nachtsnummer der Frontzeitung nicht aufgenommen morden. Ich 
habe es sehr bedauert, daß zum Weihnachtsfest und zum Jah 
reswechsel unsere beiden Berichte und unsere herzlichsten Wünsche 
für eine weitere glückliche Zukunft Euch deshalb nicht erreichten. 
Trotzdem seid versichert, daß wir gerade zur Fahreswende beson 
ders oft mit unserem Sinnen und Denken da draußen bei Euch 
waren und unsere herzlichsten Wünsche Euch galten. Bei vielen 
von Euch ist es schon der 5. Kriegswinter, der feine besonders 
harten Ansprüche an Euch stellt. Und dennoch schauen wir 
zuversichtlich in die Zukunft. Denn gerade das letzte Zahr mit 
seinen gesteigerten Anforderungen hat das ganze deutsche 
Volk zu einer Bereitschaft geführt, die in ihrem Glauben unbe 
irrbar und in ihrem Wollen unüberwindlich ist. 
Uns erreichten die schmerzlichen Nachrichten vom Heldentode 
des Gren. Otto Ackermann, Ostheim, und des Stabsgefr. 
Heinrich H e l l m i g, hier. Wir gedenken ihrer in Ehrfurcht und 
Dankbarkeit. 
Ortsgruppenleiter Pg. Katzung schrieb mir aus dem 
Osten. Er läßt alle Kameraden herzlich grüßen und wünscht 
alles Gute. 
Allen Kameraden, die uns durch Karten und Briefe an die 
Ortsgruppe erfreut haben, fei herzlich gedankt.. 
Und nun. liebe Kameraden, wünscht Euch die Heimat alles 
Gute und grüßt Euch herzlich. 
Heil Hitler! H. Muth. 
Zelle Beuern. 
Beuern, im Dezember 1943 (verspätet eingetroffen). 
Liebe Kameraden aus Beuern! 
Zum fünften Male find in diesem Fahr unsere Weihnachts- 
grüße zu Euch hinaus an die Fronten gegangen, gleich wo Fhr 
seid, im hohen Norden, Osten, Süden oder Westen. Unsere Hesr- 
zen waren bei Euch und Fhr werdet Euch in diesen Tagen 
nicht einsam gefühlt haben, denn in . Gedanken waren wir 
innerlich verbunden durch die Freude, daß Fhr noch lebt. Aber 
wir vergessen auch nicht die, die ihr Leben für uns und Deutsch!--, 
lands Größe geopfert haben. Und so wünschen wir Euch ein 
glückliches, neues Fahr, möge uns 1944 den Sieg bringen und 
Euch allen eine gesunde Heimkehr. 
Ein Sommer harter Arbeit liegt hinter uns, das schöne 
Wetter hat uns eine gute Ernte gebracht, unser Fleiß ist be 
lohnt ivorden und nun kommen die stillen Wiattermonake. 
Wir können mal an uns selbst denken und etwas ausruhen 
und neue Kräfte sammeln. Unser kleines Beuern steht noch, 
äußerlich sieht es noch so aus wie Fhr es verlassen habt, aber 
sonst gibt es viel Leben. Nach dem letzten Fliegerangrifs aus 
Kassel sind viele arme Menschen zu uns gekommen, die all 
ihr Hab und Gut verloren haben. Wir wollen ihnen helfen, eine 
neue Heimat bei uns zu finden. Unseren Frontkämpfern gehts 
noch allen gut, im Sommer kamen die drei Brüder Freuden 
stein unverhofft hier an und konnten ihren Urlaub zusammen 
verleben. 
Hans Krug liegt in einem Lazarett. Heinrich Wenderoth ist 
zum ersten Mal in Urlaub, er ist gern und mit ganzem Herzen 
Soldat. Auch Hauptmann Biel hat Urlaub. Georg Wenderoth 
ist seit einiger Zeit auch Soldat. Henner Biel ist seit dem 1. Nov. 
bei der 
Ich habe Euch nun einen kleinen Ueberblick von unserem 
Leben in der Heimat gegeben, ich möchte Euch nur noch ver 
sichern, daß wir sehr stolz auf Euch sind und so von Herzen 
dankbar, daß Fhr durch Euren tapferen Einsatz den Feind außer 
Deutschlands Grenzen haltet, die Heimat glaubt an Euch und wir 
stehen zu Euch und so wird uns der unerschütterliche Glaube an 
Deutschlands Größe den Sieg bringen. 
Luise Biel, Ortssrauenschaftsleiterin. 
Ortsgruppe Deute 
Liebe Kameraden! 
Die Heimat grüßt und berichtet Euch wiederum durch den 
Heimatbrief „Unser ist der Sieg" und wünscht Euch fernerhin 
von Herzen alles Gute. Aus zahlreichen Briefen und Ge 
sprächen mit Kameraden, die im Urlaub weilten, habe ich fest 
gestellt, daß die Zusendung von „Unser ist der Sieg" stets von 
Euch allen mit großer Freude begrüßt wird, und wenn der 
Heimatbrief einmal wegen Aenderung Eurer Anschrift nicht 
eintrifft, Ihr dann darüber ein wenig verärgert seid. Ich möchte 
Euch nun bitten, stets die am Schluß jedes Heimatbriefes! 
eingerahmten Worte „Soldaten, gebt Eure neuen Anschriften 
an" zu beachten und sofort die neue Feldpostnummer der Kreis 
leitung Melsungen mitzuteilen. 
Eibe am Sundhof bei Beuern 
Für die Deuter einige Neuigkeiten: Fn Urlaub weilten: H. 
Berninger, H. Wunsch (der sich während seines Urlaubes verlobt 
hat), Heinr. Kümmel, H. Pilgram, Heinr. Hupfeld, Gottfried 
Ringlebe (Genesungsurlaub), Hans Hupfeld und H. Hesse. 
Schwerverwundet ist Gottfried Gerhold, dem wir alle recht 
baldige vollständige Heilung und Genesung wünschen. 
Herzliche Grüße und Heil Hitler! 
Euer H. S i n n i n g. 
Zelle Al t e n b r u n s l a r. 
Fhr lieben Altenbrunslarer Soldaten! 
Das Fulfest und die Fahreswende liegen hinter uns. Ein 
neues Kampfjahr hat von uns Besitz ergriffen und wir erfüllen 
mit heißem Herzen die uns gestellten Aufgaben. Fhr draußen 
an der Front unter den härtesten Bedingungen, wir in der 
Heimat an unseren Arbeitsplätzen, um Euch die Vorbedingungen 
zu Eurer steten Einsatzbereitschaft zu geben. Gemeinsam sind 
wir alle erfüllt von dem festen Glauben an unseren Sieg! 
Seit dem letzten Heimatgruß konnte ich vielen Urlaubern 
die Hand drücken und mit ihnen kurze Zwiesprache halten. Es 
weilten in der Heimat: Hch. Zilch, Herm. Eckhardt, Konrad 
Rohde, Hch. Ranft, Hch. Günther, Kurt Pfeiffer, Aug. Geiser, 
Walter Eckhardt» Karl Rohde, Ad. Eifert, Ad. Freudenstein 
(dessen Familie wieder hier wohnt), Walter Lengemann und 
Georg Benke (2. Kriegsjunge ist bei ihm angekommen). Des 
Urlaubs erfreuen sich jetzt noch: Konrad Dittmar, Willi 
Weigel, Willi Klobes, Hch. Freudenstein, Wilhelm Hesse und 
die Lw.-Oberhelferin Annchen Eifert. 
Georg Pfeiffer ist für seinen tapferen Einsatz mit dem 
EK. 1., Kurt Pfeiffer und Willi Klobes find mit dem EK. 2. 
Klasse ausgezeichnet worden. 
Euch allen das beste Soldatcnglück auch weiterhin mit 
herzlichem Heil Hitler! Euer H. Scherz. 
Zelle Neuenbrunslar. 
Fhr lieben Neuenbrunslarer an der Front! 
Sehnsüchtig richten sich oft Eure Blicke der lieben Heimat 
zu mit der Frage im Herzen: „Wie ist es wohl daheim?" 
Wir können Euch, Ihr Tapferen, nur antworten: „Wir sind 
wohlauf!" Gleiche Stimmen kommen aus der Heimat zu Euch, 
bangend und sorgend um Euer Ergehen. Hoffnungsfroh ver 
lassen diese Zeilen ^unseren Ort. 
Der Winter hat es bis jetzt nicht ernst genommen mit 
seinem Grimm. Frost und Schnee fehlten zum Leidwesen unse 
rer wintersporltbegeisterten Fügend, wir aber sind froh im 
Hinblick auf Euch draußen und unsere Brennstoffvorräte, daß 
die Witterung so milde ist. Gesundheitlich ist im allgemeinen 
nicht zu klagen.
        

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