Full text: Unser ist der Sieg (Nr. 37, September/Oktober 1943)

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Unsere schöne Heimat: Röhrenfurth Druckerei-Archiv 
Viele Urlauber haben wir begrüßen können und sie haben 
sich davoir überzeugt, daß auch hier alles getan wird, um 
den Wirkungen des Bombenkrieges auf unsere Bevölke 
rung zu begegnen. 
Die zahlreichen Grüße, die der Ortsgruppe von unseren 
tapferen Soldaten übersandt wurden, werden auf diesem Wege 
mit herzlichem Dank erwidert. Mit den besten Wünschen 
für Euer ferneres Wohlergehen grüßt Euch 
Euer H. Trott, Ortsgruppenleiter i. B. 
Zelle Schwarzenberg. 
Liebe Schwarzenberger Kameraden! 
In Briefen und Karten an mich und auch persönlich, wenn 
Ihr auf Urlaub weiltet, brachtet Ihr immer wieder zum 
Ausdruck, wie sehr Euch der Heimatbrief „Unser ist der 
Sieg" erfreut und Euch das Geschehen in der Heimat ver 
mittelt. Ich glaube, daß ein Schwarzenberger Kamerad für 
Euch alle sprach, wenn er u. a. schrieb: „Die Heimatbriefe 
sind für mich mehr, als ein Gruß aus der Heimat. Indem sie 
mir das Geschehen der Heimat übermitteln, die Landschaft und 
Leute vor mein geistiges Auge stellen, rufen sie in mir 
schöne Erinnerungen aus der Heimat wach. Die Heimatbriefe 
sind für mich die Brücke zur Heimat geworden." 
Gleichzeitig teile ich Euch, liebe Kameraden, mit. daß 
Schorsche Seitz, der auf Urlaub war, sich mit Frl. Else 
Marx aus Albshausen verlobt hat. 
Ium Schluß wünsche ich Euch allen alles Gute, vor 
allem viel Soldatenglück. 
Euer CH. E m m e l u t h. 
Zelle Röhrenfurth. 
Ihr lieben Röhrenfurther Soldaten! 
Seit meiner letzten Mitteilung ist die Zahl derer, die 
draußen stehen, größer geworden. Den Aufgaben entsprechend 
haben sich auch die Heimatpflichten keineswegs verringert. 
Aber immer wieder sind Menschen bereit, zu dienen, zu 
opfern und in jeder Weise einzustehen fiir Volk, Führer 
und Vaterland. 
Wenn ich heute nur aus unserem alltäglichen und dörf 
lichen Geschehen berichte, so ist es gewiß unwichtig gegenüber 
dem Welt- und Kriegserleben. Aber für Euer Herz, Euer 
Gemüt und Eure Seele haben diese Zeilen Bedeutung, denn 
sie fiihren Euch im Geiste zurück in die Heimat, für die ja 
alle Opfer gebracht werden. 
Der Herbstwind und die Septembersonne färben wieder 
einmal Wald und Fluren. Eure Frauen, Kinder und Eltern 
bergen die Feld- und Gartenfrüchte. Auf dem Sand. der 
Taubenecke, in der Heege, der Lache, am Wendesberg und 
Steimel buddeln sie Kartoffeln aus, die ersten Rüben werden 
schon ins Dorf gefahren, und die Dreschmaschine brummt ihr 
eintöniges Lied. An den Feldwegen und in Euren Gärten 
leeren sich so langsam Apfel- und Birnbäume. Bald wird 
alles geborgen sein, und viel fleißige Hände haben in der 
Heimat treu erfüllt, was der Front und dem Vaterland zum 
Segen gereicht. 
Gar mancher von Euch sehnt den Tag herbei, an dem er 
selbst wieder mit Hand anlegen kann. um auf dem Heimat 
acker zu pflügen, zu säen und zu ernten. Doch alles Ringen, 
Erdulden und Ertragen geschieht ja um dieses einen Zieles 
willen, und aus dieser Erkenntnis heraus erwächst Eure 
stetige Einsatzbereitschaft und auch unsere Kraft. 
„Heil'ge deutsche Erde, gibst uns täglich Brot. 
hilfst im Heim, am Herde, linderst alle Rot. 
Schenkst dem Kind, dem Greise. Deinem Ackergrund 
danken ihre Speise Seele, Herz und Mund. 
Heil'ge deutsche Erde, bring uns immer Korn, 
und dein ew'ges Werde bleibe Lebensborn." 
Aus Eurem lieben Fuldadörfchen grüßt Euch Euer 
Otto R i e m e n f ch n e i d e r. 
Zelle Günsterode. 
Liebe Kameraden! 
Wieder möchte ich Euch einiges aus Eurem lieben Heimat 
dörfchen berichten, was Euch sicher interessieren wird. Bauer 
Marie und ihr lieber Fritz haben am Dienstag, den 21. 9., 
geheiratet. Die Brüder Christian und Andreas Möller sind 
zur Zeit in Urlaub. Andreas Schweinsberg und Martin 
Obach weilten auch für einige Wochen in der lieben Heiurat. 
Karl Propf, der verwundet war, hatte 14 Tage Erholungs 
urlaub. Sein Bruder Hans ist nun auch Soldat und zwar 
Matrose. Bei Obergefr. Martin Schmäh! ist ein gesundes 
Mädel angekommen und Förster Küchemann wurde am 
30. 8. mit einem kräftigen Stammhalter erfreut. 
Wieder haben auch drei Trauernachrichten unser fried 
liches Dörfchen erreicht. Die lieben Hans Stünes, Mar 
tin Diehls und Willi Ditze l sind bei den harten Kämpfen 
im Osten gefallen. Die ganze Gemeinde nimmt Anteil an 
dem schweren Verlust und wird ihnen ein unvergeßliches 
Andenken bewahren-. 
Ich grüße Euch aus der lieben Heimat und wünsche 
Euch alles Gute und viel Soldatenglück. Besondere Grüße 
an Kreisleiter Pg. Dr. Schmidt und Geschäftsführer Pg. 
Gipper. 
Heil Hitler! Euer Konrad Hofmeisteir.
	        
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