Full text: Landflucht

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Philipp: Mutter, merkst du etwas? Ja, ja! i 
(Philipp geht mit dm Burschen ab. Die Musik spielt 
wieder, alte Mädchen springen auf.) 
Alle: Wir wollen doch tanzen, auf, auf, in den Saal! 
(Die Mädchen gehen ab. Man hört Musik, Tanz, 
Gelächter.) 
(Martha und Line.) 
Live: Jugend will froh sein, geht nur hin, es ist ja nur 
einmal Kirmes im Jahr. 
Martha: Guten Abend, Line, Ihr sitzt ja so allein? 
Line: Der Philipp trinkt den Burschen zu. Der Friedrich 
gibt ein Füßchen. 
Martha: Der hat gut tun. Der soll froh sein, daß er den 
Drahtbesen los ist, der kann zwei Füßchen auflegen. 
Line: Und ihr, wann seid ihr gekommen? 
Martha: Gestern abend, Line. 
Line: Auf wie lange? 
Martha (bedrückt): Auf wie lange? Auf immer. 
Line: Mädchen, red' nicht so dumm daher. 
Martha: Ich red' nicht dumm. 
Line: Was heißt das? 
Martha: Das heißt, daß wir's dick sind, das Stadtleben. 
Line: Auf einmal, auf einmal, wie kommt das nur so auf 
einmal? 
Martha: Ich kann's Euch hier gar nicht so sagen, Line, 
später mal. 
Line: Mädchen, Mädchen, da läuft sie weg. Ich muß mir 
doch mal die Liesbeth aufgabeln, da steckt was dahinter, 
die Martha ist ja ganz verändert. Wo ist das Mund 
werk geblieben, wo ist die Keckheit? Scheinbar hat sie 
das alles in der Stadt gelassen. Ja, ja, es legt sich allps. 
Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel. 
Bursche (von draußen): 
Achtung, Achtung, Kaffeepause, halbe Stunde.
	        

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