Full text: Von Vertretung männlicher durch weibliche Namensformen

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Wörter hingegen drängen es auch in den nom. sg. vor: flamen, pecten. ich 
sträube mich aus leibeskräften wider den auch nhd. eingerissenen vordrang 
des N in den nom., auszer dasz er den einklang zwischen subst. und adj. 
stört (denn niemand wird sagen der blinden für der blinde), verstimmt 
er auch die analogie zwischen homo hominis, guma gumins und entfernt 
sich von der litauischen flexion piemu piemenio, akmu akmenio, obschon 
auch Griechen und Slaven das N in den nom. vorschieben, wie und 
kamen’ zeigen, der älteren spräche war kam”i gemäsz. ich deute nur an, 
führe nicht aus. 
Schwer und verwickelt wird aber die Untersuchung, warum solches N 
unsere schwachen nomina kennzeichne, die drei classischen sprachen es für 
consonantische Stämme kund geben, die der gr. lat. dritten declination zufal 
len, ferner warum unsere starke flexion wiederum nomina darbiete, die ebenso 
mit skr. Stämmen a und ä zu vergleichen sind? einerseits scheint die auch 
im latein, hin und wieder im griechischen stattfindende kürzung des weibli 
chen vocals, auf der andern seite die ausdehnung des eingeschalteten N be 
wirkt zu haben, dasz zwiefache formen starker und schwacher flexion ange 
nommen, letztere durch zwischentritt des N geregelt, beide aber im syntacti- 
schen gebrauch unterschieden werden, darin weiche ich von Bopps auffassung 
ab, dasz ich N, auch seinem Ursprung nach, in die flexion selbst wesentlich 
aufnehme, er darin einen der flexion fremden, thematischen bestandtheil sieht. 
Als unmittelbar wichtig für vorliegende Untersuchung ergibt sich hier- 
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öafct Qott.b formen 
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nach nun, dasz aequivalente weiblicher substantive der lateinischen oder grie 
chischen ersten declination in unserer deutschen schwachen form, nicht in 
der starken anzutreffen sein müssen, folglich alle anwendungen derselben auf 
männliche beinamen in die starke nicht gehören, das ist eine kleine entdeckung 
von folgen, nun erschiene zugleich das welsche derwyddon = druidae 
rechtfertig. &eUe, Gos.goo. 
Bei ülphilas lassen sich dergleichen eigennamen nicht erwarten, der text 
bot sie ihm nicht dar, alle hätten im nom. sg. 6, im pl. 6ns zu lauten, doch 
stoszen zwei bedeutsame, unbedenklich aus beinamen erwachsene appellativaauf, 
J>eihvo donner und unhuljm. zwei stellen gewähren ersteres nur im gen. sg. 
j>l J>eihvons, acc. sg. J)eihv6n, ohne dasz bestimmt erhellte in welchem geschlecht 
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sie gemeint sind; da sie aber ßgovrvlg und ßqovrviv verdeutschen, wird man sich 
für das weibliche entscheiden, so gut aber von ßgovryj der mannesname B^ovr^g 
Soli4u äce, Qak. uum) ±.9jeUe dwX (An* 'W*. ?- 
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