Full text: Über den Personenwechsel in der Rede

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d* h. sie haben sie von mir. wenn Göthe sein herliches gedieht auf Prome 
theus (2, 79): bedecke deinen himmel Zeus 
mit wölken dunst, 
schlieszt: hier sitz ich, forme menschen 
nach meinem bilde, 
ein geschlecht das mir gleich sei, 
zu leiden, zu weinen, 
zu genieszen und zu freuen sich, 
und dein nicht zu achten, 
wie ich! 
so empfängt das merkbar in den schlusz gebrachte ich gleichen oder stärke 
ren nachdruck, als stünde gesagt: wie Prometheus. 
In dem eddischen gedieht Völuspä wechseln sehr merkwürdig erste 
und dritte person, je nachdem die vala selbst redet oder als redend einge 
führt wird und bald heiszt es veit ec (weisz ich), ec sä (ich sah), bald veit 
hon (weisz sie), sä hon (sah sie), dies kann jedoch den vorher behandelten 
fällen nicht gleichgestellt werden, sondern geht auf uralte verschiedene 
fassungen des lieds zurück. 
II. dritte person statt der zweiten. 
Schwerer drehen sich namen dritter person um in die zweite, der 
redende mag, wie wir sahen, seinen eignen namen von sich ab, gleichsam 
in die ferne rücken, er hatte anlasz statt des ich seine noch lebhaftere na 
mentliche bezeichnung eintreten zu lassen, mit dem namen des anzureden 
den, der ihm gegenüber steht, darf er nicht so frei schalten und warum 
sollte er für Heinrich, du liebst sie ein frostigeres Heinrich liebt sie, für 
Brutus, du thust mir das! ein zurückhaltenderes Brutus thut mir das! wäh 
len? es bliebe dann weniger anrede zweiter person, als aussage über eine 
oLma, dritte, solche Wendung können die umstände herbeiführen oder erklären, 
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man mag es vorziehen kälter zu reden und zurückzuhalten; auffallende bei- 
spiele sind mir nicht zur hand. von Verwendung des namens dritter person 
für die zweite in conventioneller spräche soll sogleich ausführlicher gehan 
delt werden. ■ r\ o ^ 
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