Full text: Über die Namen des Donners

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Dr 210 
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VII. Im keltischen Taranucnus sahen wir einen gutturallaut dem Taran 
hinzutreten, wie noch im galischen tairneach; auch diese Verstärkung der ein 
fachen worlform führt zu fruchtbaren analogien. denn gerade so verhält 
sich ein littauischer donnergott des namens Perkünas, in der lettischen spräche 
Pehrkons, zu dem slavischen Perun, selbst unter den Morduinen soll Porguini 
Vorkommen, und an Perkünas schlieszen sich wiederum deutsche bildungen. 
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darf, und auch die Littauer wissen von einem weiblichen wesen Perkunatele. 
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mit Fiörgyn aber stellt sich sicher zusammen das gothische fairguni, was bei 
cvi> c)eö, vv 'Surw^c ülfilas der gewöhnliche ausdruck für berg ist, obschon aus bairgahei erhellt, 
duTw vaWicd' 1 j3 ere j ts ^[ e verschobne form bairgs = ahd. perac, nhd. berg bekannt 
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für gebirg und waldgebirg haftete aber noch fairguni, wie unter den 
Hochdeutschen und Angelsachsen ein firgun, firgen neben perc und beorg. 
umgekehrt hat in Norwegen bis auf heute die stadt Bergen, urkundlich Biör- 
gyn (gen. Biörgynjar, wie Fiörgyn Fiörgynjar) ein b angenommen, die ört 
liche bedeutung von fairguni und berg scheint sogar die ältere und der per- 
u\^^x-oltv w^og* o& Au« ^ sönlichen von Fiörgyn und Perkünas vorher gegangen, anders ausgedrückt, 
\(\yt r*jJ&cv die donnernden götter jüngerer zeit haben im hintergrund ältere elementa 
rische wesen, bergriesen, die mit erde und wald oder Waldgebirge noch in 
festerem verband stehn, in berg und bergen ist die Vorstellung des hegenden, hß f 
bergenden enthalten, die von der des treffens oder schlagens in Perun absteht. 
den namen der stadt Bergen hat ein neuerer forscher ( ! ), nach der Schreibung ^ 
Biörgvin, gedeutet aus vin, was einen behaglichen platz, Weideplatz aus- 0 •[ 
drücke; kaum aber läszt sich das goth. neutrum fairguni dem f. vinja weide eü* 
nähern, und fairguni gleicht als bildung von glitmuni, lauhmuni, gairuni, 
welche zwischen n. und f. schwanken, auszer Fiörgyn erscheint denn auch ^ 
in der edda ein männlicher Fiörgyn, gen. Fiörgyns und Fiörgvins, welcher wol K ^c 
dazu berechtigte einen gothischenFairguneis aufzustellen, um das volle gegen- 
bild von Perkünas zu empfangen. Fairguneis würde die vom berge niederfah- Vo ^ 
rende gottheit, das gewitter (litt, perkunija) bezeichnen, den auf der axgig des ^ 
Olympos thronenden Zeus, mit Übergang des f in h dürfte selbst der nanje des 
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