Volltext: Über Marcellus Burdigalensis

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juxta flumina fert muscum siccum, canum. fricatur altero lapide addita ho 
minis saliva, illo lapide tangitur impetigo, qui tangit dicit 
(psvyETS navSagiSsg, Ävxog aygtog vfJLfJLS Siooksi, f\ o 
und das fuge, fuge lepuscule im Spruch 84, das fuge uva in 31, das fuge fuge vßwA Vöt\ 
podagra in 100, ja das irische teith (s. 455) mufs dazu gehalten werden. 
Unter den lateinischen formein ist die Wiederholung von 52 in 75 bei 
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verschiedenem eingang zu beachten und das c sine foco 3 dem 'sine igni 3 gleich- & i 
bedeutend, focus verdrängte 
ältere ignis. In 49 hebt'lupus 
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von tYM-r ]nrr\ tcxwjeö.tTU.nfe^ 
Cum fftreve 
in den romanischen sprachen allmälich das ex-Uiite-te.. ^Toa-Iua > 
is ibat per viam an, in 22 stupidus in monte ß . 6* . » 
ibat 3 wie in anderen Sprüchen 'ibant tres puellae in via virente 3 oder ' Christus * , i-ßw 
in petra sedebat 3 (mythol. s. 1195. 1196), 'Petrus, Michael et Stephanus am- tym '&> 0^xkJjvS(l^A 
bulabant per viam 3 (mythol.s. 1184) oder'eiris säzun idisi 3 . der ganze Spruch 22 . 
stupidus in monte ibat, 
stupidus stupuit, 
adjuro te matrix (txjer'heifst s ^ ifra^ris nbKyne^ r p 
Via* bdvJ txftiv Kanr\^p^W othko-, 
UClM 
ne hoc iracunda suscipias 
rührt offenbar an unsern althochdeutschen, den ich im jahrgang 1842 seite 
26 bekannt gemacht habe, aber noch nicht zu deuten vermochte: 
QW aYflüßxVit^eY. tumbo saz in berke ^ 
c)t<Y Q)u , nuu^ \tAx\dL) mit tumbemo kinde in arme, 
/) <\ * . r, ßtumb hiez der berc, 
V t Aixt QktaKfäwfA 
I q C A 9 " tumb hiez daz kint, 
e der heilego tumbo 
versegene dise wunta, 
ad stringendum sanguinem, wie hier carmen utile profluvio muliebri. wen 
dachte sich das vierte jh. unter dem stupidus, das eilfte unter dem 
tumbo? auch die voraus erwähnten'Genzan undelordan kieken, Yro unde 
Läzakere kieken 3 erkenne ich jetzt für mhd. giegen d.i. stulti (M S. 2, 79a 
246b von der bir 314 und Ls. 1, 509) nhd. gecken. es scheint mir, dafs 
die Christen, wenn sie den überlieferten heilspruch in ihren mund nahmen, 
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an des heidnischen gottes stelle einen herabwürdigenden ausdruck wie stu- * oby hetttCweM 
pidus, tumbo, giego setzten, oder zu den fremden w'örtern Genzan und Ior- ‘ " ' A ' 
dan giego fügten, auffallend ist, dafs in jener formel Vro, worunter doch 
Fro, Froho der gott oder herr gemeint wird, haftete und daraus neue be- 
stätigung des Frocultus darf geschöpft werden; Läzakere sollte es bedeuten 
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