Full text: Über Diphtonge nach weggefallnen Consonanten

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gänzlich ab. dieser diphthong kann nun auf doppelte art entsprangen sein, 
entweder aus IGU, so dafs G der wurzel gehörte, wie es sich in der erwei- 
terung IGGQ wiederfindet, oder aus IDU, was ich sogleich hei erklärung 
des goth. izvara näher ausführen werde. 
Bisher nemlich sind blofs fälle des zwischen zwei vocalen wegfallen 
den G vorgetragen, auf ähnliche weise, obgleich seltner, wird die media D 
erscheinen oder schwinden, und daneben in DD und ND, gerade wie dort 
G in GG und NG vorrücken. 
Wir sahen goth. bagms in nord. badmr, ungr. egy in slav. jeden über 
gehn und slav. budem ero, fio mufs zu neuer bestätigung der Verwandtschaft 
zwischen baua, ahd. pim, nhd. bin, ags. beo und lat. fio fui gereichen. 
Nicht anders kann nun auch das eben besprochne ahd. iu iuwar, ags. 
eov eover, nhd. euch euer dem altn. ydar, schwed. eder völlig gleich stehn; 
nemlich ydar ist die jüngere form statt der älteren volleren ydvar, die noch 
zuweilen auftritt z. b. Saem. 190 4 , ich bin geneigt auch der Schreibung id- 
var (idvara vestram steht z. b. Yilkinasaga cap. 11) den Vorzug zu ertheilen, 
weil das I der goth. und neunord, form, ja dem I der wurzel besser ent 
spricht. idvar oder besser idvar vestram zeigt uns also, dafs ahd. iuwar, 
ags. eover aus iduar mögen hervorgegangen sein; augenscheinlich ist goth. 
izvara dasselbe, goth. ZY pflegt sonst ahd. S zu werden (ubizva porticus, 
ahd. opasa, ags. efese), aus izvara hätte isara entspringen können, hier je 
doch nehmen die laute andern gang, izvara steht = isvara, dieses für älte 
res idvara ( 1 ) oder itvara, gerade wie mpvoeg für iriro^g ttIrogeg, das gr. = 
goth. ZV, demnach sind sich izvara idvar iuwar eover ganz identisch. 
grenzt aber an 2$ in den merkwürdigen gr. formen trcpwi und <r<ps7g rnphi, 
welche aus zweiter in dritte person überlaufen, fast wie unser pl. ihr, ahd. 
ir, goth. jus sich berühren mag mit dem geschlechtigen pronomen is und eis 
ins. kaum stehen npui'i Tipiig für iitp'xi inpsig, denn die dualform pa 
rallel dem vöö't, entsprungen aus dem sg. <rv für rv, ward in crfeig <j(phi auf die 
dritte person gezogen, wie im goth. reflexivum seina sis sik, die nach Bopps 
triftiger bemerkung (vgl. gr. s. 469. 487) für sveina svis svik gelten, und 
(') ungefähr wie lat. esca für edca (Bopps gloss. skr. 59") und das part. esus für es- 
tus edtus, wie comesus comestus und estur = editur lehren.
	        

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