Volltext: Zeitungsausschnitte über sonstige Veröffentlichungen

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fentlicher Lehrer sich verantwortlich macht, Hn letzterer 
Hinsicht war es aber der vorgesetzten Dienstbehörde des 
Angeschuldigten, selbst wenn die Censur-Gesetze in 
Hamburg befolgt worden, und insofern nach § 1 und 7 
des Bundesbeschlusses vom 20. September 1819 den 
Verfasser der fraglichen Lieder keine Strafe wegen 
Uebertretung der Censur-Gesetze treffen könnte, vom 
Standpunkte der Disciplin unbenommen, ja ihre Pflicht, 
zu dem Behuf einzuschreiten, damit ein des akademischen 
Lehramtes unwürdiges Glied desselben daraus entfernt 
werde. 
In Erwägung dieser Gründe hat das Königliche 
Staatsministerium den Beschluß gefaßt, baß der Dr. 
Hoffmann aus seinem Amte als ordentlicher Professor 
an der Königlichen Universität zu Breslau ohne Pen 
sion zu entlassen sei. 
Dieser Beschluß ist von Sr. Majestät dem Könige 
bestäligt und bereits auch in Ausführung gebracht worden. 
Berlin, 8. Jan. (Privatm.) In Beziehung auf die 
Preuß. Preßgesetzgebung hat die Beilage der vorjährigen 
Nr. 353 der Leipziger Allg. Ztg. einen mit der hochklin 
genden Ankündigung als „Beitrag zur neuesten Ge 
schichte der Preußischen Preßgesetzgebung" versehenen Ar 
tikel gebracht. Sein Berfasser rühmt sich „Manches 
ausgeplaudert zu haben, das Einigen unerwünscht, 
Vielen unerwartet, Allen aber hoffentlich Heil 
und Segen bringend sein werde." — Fragt man indeß 
näher, welche Aufklärung jener Artikel biete, so findet 
sich, daß das Wahre darin weder neu noch wichtig, das 
aber, was neu und wichtig wäre, unwahr ist. Zu dem 
ersteren gehören beispielsweise die Mittheilungen über 
den gewöhnlichen und äußerlichen Geschäftsgang bei den 
früheren Berathungen der Preßgesetze, über die Reisen 
der Minister und ihrer Räthe; ferner, daß der Minister 
des Innern beim Antritte seines jetzigen Amts die bis 
dahin gepflogenen Berathungen und ihre Resultate ge 
nau geprüft habe, was sich von selbst verstand; eben so 
daß er die ihm von seinem Rathe darüber vorgelegten 
oder übersendeten Arbeiten in seinem Sinn und nach 
seiner Ansicht vervollständigt hat. In diesen, keiner 
authentischen Quelle und besonderen Divinationsgabe 
bedürfenden Nachrichten hat der Correspondent seinen 
Lesern freilich die Wahrheit, aber schwerlich eine uner 
wünschte oder unerwartete gesagt. — Wenden wir uns 
nun zu dem Neuen und Wichtigen, aber Unwahren, so 
gehört dahin zunächst die Andrutuno. als ob durch den 
Ministerwechsel und durch die Versetzung eines Raths 
beim Ministerio des Innern die ganze Angelegenheit 
der Preßfrage ins Stocken gerathen fei und ab ovo wie 
der anfangen müßte. Es ist vielmehr, wie aus bester 
Quelle versichert werden kann, zuverlässig wahr und ge 
wiß, daß jene Berathungen und Arbeiten im fortgesetz 
ten Gange geblieben sind und der Wechsel der Personen 
keine Unterbrechung darin hervorgebracht hat. Beweis 
hiesür ist die bereits unter der neuen Ministerial-Ver- 
waltung ergangene Kabinets-Odce vom 4, Oktober v. I. 
und der uns genau bekannte Umstand, daß auch die 
sonstigen umfassenden und schwierigen gesetzlichen Be 
stimmungen wegen der Censur und Presse mit möglich 
ster Beschleunigung' ihrem Ziele entgegengeführt»werden. 
Ferner wurde dem Minister kein Gesetzentwurf mit 
Motiven, sondern der Entwurf eines JmmediatberichtS 
über die Preßgesetzgebungsfrage nach Pyrmont gesendet. 
Ganz erdichtet ist endlich die Angabe: der Minister habe 
den Gedanken ausgesprochen: „daß vor Allem erst eine 
loyale (wohlmeinende?) Partei begründet werden müsse, 
auf welche sich die Regierung bei der nunmehr zu er 
wartenden freieren Bewegung der Presse und ihrer Opposi 
tion verlassen könne." — Wie entfernt derselbe von solchem 
Gedanken gewesen, ergiebt sich am besten aus dem gedachten, 
uns zur Einsicht vorliegenden Entwürfe jenes Berichtes an 
derjenigen Stelle, welche dem Correspondenten allein zu sei 
ner Mittheilung Veranlassung gegeben haben kann. Es 
ist nämlich an dieser Stelle unter Anderem auch dar 
auf hingewiesen: daß die sogenannte Regierungspresse, 
wie sie in manchen Ländern bestehe, nicht hinreiche, um 
bei einer freieren Bewegung der Presse das Gegenge 
wicht gegen die destruktiven Elemente zu bilden, daß es 
vielmehr zur Erhaltung des Gleichgewichts, wie die Er 
fahrung anderer Länder lehre, der Aeußerungen der 
jenigen Partei im Volke selbst, welche den Fort 
schritt mit Achtung und auf dem Grunde des Beste- 
ftehenden wolle, in dem Gebiete der Presse bedürfe, und 
daß daher die Erscheinung eines Partheikampfes in der 
Tagesliteratur, wie er in andern Ländern stattfinde, nicht 
werde befremden dürfen. — Von einer „loyalen" 
Partei ist also nicht die Rede; das Wort kommt in 
jenem ganzen Passus gar nicht vor. — Davon, daß 
von der Regierung eine Partei begründet wer 
den müsse, ist eben so wenig die Rede; also zwei Unwahr 
heiten in einer Zeile Hiermit zerfallen alle auf so unhalt 
barem Grunde gebaute Deklamationen vonselbst in Nichts. 
— Es wird indeß nicht ohne Interesse sein, den jetzt 
durch die eigene Erklärung des mehrgedachten Correspon- 
denten ermittelten Ursprung des fraglichen Artikels ge 
nauer kennen zu lernen, um den Verdacht einer pflicht 
widrigen Jndiscretion von Beamten abzuwenden, zu 
welchem die Fassung jenes Artikels für jeden mit sei 
ner Entstehung Unbekannten Anlaß geben konnte. Dem 
Verfasser waren unter der früheren Verwaltung, mit 
Rücksicht auf seine durch einzelne Arbeiten bekundete 
Fähigkeit, Aussichten zu dauernder Beschäftigung in den 
die Beaufsichtigung der Presse betreffenden Angelegen 
heiten eröffnet, auch bereits einzelne Arbeiten in diesem 
Gebiete übertragen worden. Hierdurch erklärt sich die 
Anknüpfung näherer Bekanntschaft mit einigen der da 
mals in jenem Fache beschäftigten Beamten. Aus den^ 
zufällig mit angehörten Gesprächen über den interessan 
ten und die betreffenden Beamten ganz natürlich auch 
in ihre Privat-Unterhaltungen begleitenden Gegenstand, 
setzte sich der Verfasser selbst ein unvollkommenes und 
bruchstückweises Bild von den legislatorischen An- und 
Absichten hinsichtlich der Censur und Presse zusammen, 
wie solches in dem wehr besprochenen Artikel wiederge 
geben worden ist. Inzwischen traten Verhältnisse ein, 
welche auf die Verwirklichung der früheren Hoffnungen 
des Verfassers nicht mehr rechnen ließen. Er wurde 
hierdurch nicht nur drr Kenntniß von der weiteren Ent 
wickelung der Gesetzgebung entfremdet, sondern auch über 
den früher von ihm selbst combinirten Zusammenhang 
der Sache in Folge eines gefährlichen Leidens, welches 
seine Erinnerungen teilweise verwischte, unklar. Unter 
dem Einflüsse der durch jene Krankheit veranlaßten trü 
ben und bitteren Gemüthsstimmung und seiner- aus ei 
ner finstern Anschauung der Dinge hervorgegangenen 
unrichtigen Auffassung der Censur-Verhältnisse, traf ihn 
die Veranlassung zu euer der Redaction der Leipziger 
Allgemeinen Zeitung zu liefernden Darstellung über die 
Lage der diesseitigen preßgesetzgebung. Sie hatte die 
Uebersendung des in Rede stehenden Artikels zur Folge. 
Sein Werth ergiebt sich hieraus zur Genüge. — 
Berlin, 16. Jan. Se. Majestät der König haben 
Allergnädigst geruht: den Kaufmann Roose zu Wol 
gast die Anlegung bet ihm verliehenen Großherzoglich 
Mecklenburg-Schwerinsäen Krieges-Denkmünze zu ge 
statten. — Se. Majestä: der König haben Allergnädigst 
geruht: Dem Kreis-Sleuer-Einnehmer Bittner zu 
Grottkau den Rothen Ader-Orden vierter Klasse, so wie 
dem b.riltenen Gränz-Ausseher Scheuermann zu Jo 
hannisburg und dem Schichtmeister der Eisensteingrube 
„vereinigte Hollerterzug," im Kreise Altenkirchen, Regu- 
tnrus Brühl, das rrrrgD^Mr-EhreNzelchenlj uns Ufiri 
bei Allerhöchstihrer Gesandtschaft in Petersburg angestell 
ten Legations-Sekretair Grafen Otto Franz Urban 
von We ftp ha len die Kammerherrn-Würde zu verlei 
hen; so wie den Ober-Landes-Gerichts-Referendarius 
und Rittergutsbesitzer Oskar von Sanden aus Tra- 
cken zum Landrath des Kreises Ragnit im Regierungs- 
Bezirk Gumbinnen zu ernennen. 
Se.Durchlaucht der Herzog von Anhalt-Des 
sau ist nach Dessau zurückgereist. 
Auf Befehl Sr. Majestät des Königs wird die 
Feier des Krönungs- und Ordens-Festes am 22. 
d. M. stattfinden. 
Berlin, 15. Jan. (Privatm.) Heute Abend findet 
beim Prinzen v. Preußen große Cour und darauf eine 
glänzende Soirée statt. Uebermorgen ist eine matinee mu 
sicale bei Sr. Majestät dem Könige, wo Liszt, Döh- 
ler, Fräulein List und noch andere große Künstler mit 
wirken. Gestern Abend gab der baiersche Gesandte, 
Graf Lerchenfeld eine große Reunion, wozu auch der 
Pianist Liszt und die Altistin Fräulein List zugezogen 
waren. — Die Kameralistische Zeitung, welche sehr gute 
und zuverlässiige Quellen hat, theilt in ihrer neuesten 
Nummer die wichtige Nachricht mit, daß die im Stac/s- 
rathe diskutirten Gesetze über die Erwerbung und den 
Verlust der preußischen Unterlhanenschast, so wie über 
die Aufnahme neu anziehender Personen und über die 
Verpflichtung der Armenpflege die allerhöchste Sanktion 
erhalten haben, und solche demnach nächstens publizirt 
werden sollen. — Den zweiten diesjährigen Dortrag im 
wissenschaftlichen Verein hielt gestern Dr. Haering (Wi- 
libald Alexis) über die Volksdichtungen der Bretagne, 
wobei Proben nach den Uebersetzungen von Keller und 
Seckendorf mitgetheilt wurden. Die vier Perioden von 
dem heidnisch-mythischen Sagenkreise bis zur Revolu 
tionszeit characterisirte Herr Haering auf eine geistreiche 
und belehrende Weift, so daß die zahlreich versammelten 
Zuhörer sehr befriedigt die Vorlesung verließen. — Vor 
einigest Tagen ist hier im Keller eines in einem entle 
genen Stadttheile stehenden baufälligen Hauses von der 
bewaffneten Polizei eine ganze Diebesbande, bestehend 
aus Männern und Frauen, die gerade während der 
Nacht ihre Orgien hielt, überfallen und eingezogen wor 
den, was bei den jetzt häufig vorkommenden Rauban- 
Men unsern beängstigten Bewohnern einige Beruhi 
gung gewährt. — Unter den jüdischen Bewohnern hat 
es eine freudige Sensation erregt, daß es einigen jüdi 
schen jungen Leuten allerhöchsten Orts gestattet worden 
ist, ihren einjährigen Militärdienst bei den hier stehen 
den Garde-Regimentern zu leisten. Bisher genossen die 
Militärpflichtigen jüdischer Confession diese Begünstigun 
gen nicht, sondern mußten zu andern Linien-Regimen 
tern sich einrangiren lassen. — In den letzten drei 
Nächten wurden wir durch Feuerlärm aus dem Schlafe 
aufgeschreckt, was sonst hier zu den Seltenheiten gehört, 
und sich sogar zur Zeit des vorjährigen trocknen und 
warmen Sommers, als die Feuersbrünste an der Ta 
gesordnung waren, fast gar nicht ereignete. 
Als Georg Herwegh nach Preußen kam, war ihm 
sin Ruf bereits vorausgeeilt. Man erkannte in ihm 
einen feurigen Dichtergeist, der sich dennoch, wo es dar 
auf ankam, einer strengen poetischen Form zu unterwer 
fen verstand; ein Talent, welches in einer an poetischem 
Gehalt unverkennbar armen Zeit höher zu fliegen ver 
hieß, als viele Adler des heutigen deutschen Parnasses. 
Schon als solcher würde er überall mit Interesse be 
grüßt worden sein. Allein Herwegh war ein politischer 
Dichter, oder, um es richtiger auszudrücken, ein Poet 
der Freiheit. In diese Sinne wandte sich ihm der ge- 
sammte „unreife Enthusiasmus" zu, welchen Dahlmann 
neulich in seiner Antrittsrede charakterisirt hat und an 
welchem jetzt in Norddeutschland allerdings kein Man 
gel ist. Was für eine Freiheit Herwegh's Poesien ei 
gentlich meinen, das haben wir in den Gedichten eine- 
Lebendigen freilich nicht ausforschen können. Ein blu 
tiger Kamps, Sieg der Freiheit über die Ketten der Knecht 
schaft, Morgenroth ewigen Völkerfriedens, eine gleichsam 
chiliastische Aera mit neuer Religion und neuer Politik, 
— in bestimmterer Gestalt haben sich uns die Ansich 
ten des Dichters nicht formuliren wollen. Das alles 
ist nun freilich nicht neu, allein auch der „unreife Enthu 
siasmus" ist eine alte Sache; jener Imouo stato des 
Tribunen Rienzi, das Gottesreich der Münster'schen Wie 
dertäufer, „ohne Gesetze noch Obrigkeit, noch Ehe," das 
sanscülottische 9a ira, 1e bon temps viendra — al 
les das ist zu seiner Zeit erfunden, geglaubt und wie 
der vergessen worden. Nicht einmal so viel positiv Ge 
dachtes als Rienzi und die Wiedertäufer vermag Her 
wegh's Richtung aufzuweisen; dem französischen Enthu 
siasmus von 1792, welcher für Völkerfreiheit und Völ 
kerbrüderschaft schwärmte, steht sie noch am nächsten. 
Auf die Frage, was er in der Politik denn eigentlich 
wolle? soll Herwegh in Berlin geantwortet haben: seine 
Mission sei zunächst nur zu destruiren; die neue Zeit 
werde hernach schon selbst für ihr Bedürfniß sorgen. 
Eine seltsam? Rede, ^ben so tböricht.als ebrlich^ 
mh uno kinouch zu gleicher Zeit. Zum Glück meinen 
es Dichter so schlimm mit ihren Worten nicht; sie durch 
stürmen die Welt, fechten den Freiheitskampf der ge 
knechteten Menschheit, drücken den Dolch in Tyrannen 
herzen oder in heiliger Todesschlacht sich selbst die Speere 
in die Brust, und sind bei allem dem „so glücklich die 
fünfte Auflage ihrer Gedichte zu publiziren." Das Auge 
des Dichters will die Dinge nicht mit dem Fernrohr der 
Wahrheit, sondern nur mit dem poetischen Kaleidoskop 
beschauen, hierin stellt sich für ihn das Vorhandene zu 
schönen Gestalten zusammen, von denen man nur die 
poetische, nicht die reale Wahrheit verlangt. Dies war 
ohne Zweifel auch des Königs Meinung, als er Her 
wegh zu sich rufen ließ, ihm trat die verkehrte politische 
Richtung vor dem dichterischen Talent zurück, und die 
leichte Scherzrede, womit der König auf die erstere hin 
wies, war eben ein Scherz. „Ich hoffe, auch Sie wer 
den noch einst Ihr Damascus finden," dies waren, wie 
man sagt, die Worte, mit denen der König den repu 
blikanischen Dichter und Propheten der „neuen Religion" 
nach Preußen hin entließ. Allein Königsberg ist heut 
zutage nicht der Ort, einen Republikaner zu bekehren 
und aus dem politischen Saulus einen Paulus zu ma 
chen. Schon die hiesigen „Freien", welche sich zwar 
über die sauren Trauben der Königlichen Zwiesprache ge 
wiß sehr erhaben fühlten, sanden — dennoch (in der 
Leipz. Allg. Ztg.), daß Herwegh durch die Audienz sei 
nen Grundsätzen doch eigentlich viel vergeben habe. In 
Königsberg, wo man liberale Demonstrationen und glor 
reiche Pronunciamentos vorbereitet hatte, war man 
gleichfalls ein wenig betroffen, es fehlte nicht an 
Hindeutungen auf den zahmgewordenen Löwen, und 
eine Karikatur stellte den politischen Dichter, unter 
Aegide einer Wetterfahne, in zwiefacher Stellung dar. 
Alles dieß zusammen soll nicht ohne Einfluß geblieben 
sein, um jenen Brief Herwegh's an den König aus Kö 
nigsberg ins Dasein zu rufen, dessen unbesonnene Fas 
sung in Erwiderung der empfangenen königlichen Huld 
sonst auch kaum erklärlich scheint. Allein mögen an 
dere hierin eine Art von Entschuldigung für den Ver 
fasser finden, welcher den Verdacht der Wetterfahne um 
jeden Preis sich fern zu halten strebte — wir können 
es nicht. Der Preis, den er für die Meinung der hie 
sigen Freien und der Königsberger zahlte, die Legitima 
tion, daß er nicht einer jener Indifferenten sei, jener 
spiacenti a Dio ed a nemici suoi, war nach unserm 
Gefühl zu theuer. Wie mochte ein edler Sinn, wie 
mochte vor allem ein Dichter sich zu solchen Worten 
hergeben! Tasso, Cervantes, Camoens haben alle die 
Ungunst oder die Vernachlässigung der Herrschenden zu 
tragen gehabt; allein von solchen Unziemlichkeiten wissen 
sie selbst mitten in ihrem Elend Nichts. Wie? wenn 
sie von den Herrschenden 'nur Huld und Freundlichkeit 
erfahren hätten? In mehr als einer Hinsicht ist dieses 
Herwegh'sche Ereigniß und feine Folge unerfreulich. Es 
stellt uns den Standpunkt des Dichters weder ln poli 
tischer Rücksicht noch in Bezug auf allgemeine mensch 
liche Ausbildung auf die Stufe, die man seinem Ta 
lente wünschen mochte. Wenn Herwegh von uns als 
einem Gegner einen Rath annehmen wollte, so wäre 
es der — der Poesie des „unreifen Enthusiasmus" so 
bald als möglich zu entsagen. Für die Politik besitzt 
er bis jetzt weder Kenntniß, noch Nachdenken, noch Ur 
theil; höchstens eine Phantasie, die ins Blaue' und Un 
geheure malt. Man frage sich doch, in wie viel Fäl 
len die Politik überhaupt eine poetische Seite darbietet? 
Will man etwa den badischen Urlaubsstreit, die kurhes 
sische Frage über die Rotenburger Quart und die han 
noverschen Minoritätswahlen in Verse bringen? Diese 
Dinge mögen immerhin ein ernstes Angesicht tragen, 
aber poetische Züge tragen sie nicht. Wer Vaterländi 
sches dichten will, muß in die größeren Tage unserer 
Geschichte zurückgehen; schritte er unserer Zukunft vor 
auf, so könnte er entweder in Gefahr kommen, das „Er 
wachen des deutschen Michels," wie wir es an den Bil 
derladen sehen, in Versen nachzukonterfeien, oder leer 
und inhaltslos zu bleiben, wie es die Herwegh'schen po 
litischen Gedichte in Wahrheit sind. Daß Herwegh's po 
litische Poesie die Saulusbekehrung ehestens antreten 
sollte, scheint uns zwar nicht wahrscheinlich, aber wir 
wünschen im literarischen Interesse, daß sie sich wenig 
stens einem besseren Gegenstände, als dem politischen und 
religiösen Nihilismus zuwenden möge, auf dessen kahlen 
Höhen der dichterische Nothingarian noch übler dasteht, 
als „Hans Metaphysikus auf seinem Schieferdache." 
Die „Poesis" ist ihrer' Natur nach nicht destruktiv, son 
dern schaffend, nicht Handlanger der Tagespolitik, son 
dern einer jener ewigen Träger des Geistes, die still be 
fruchtend und belebend wirken wie Licht und Wärme. 
Der Nihilismus dagegen hat wohl öfter schon den Fa 
natismus des Hasses entflammt, aber eine poetische Blüthe' 
hat er unsers Wissens noch nicht getrieben. 
(A. A. 3.) 
(Berliner Börsen-Bericht.) Den 14. Jan. 
Die günstige Stimmung, welche sich schon in voriger 
Woche für inländische und fremde Fonds und Eisen 
bahnaktien kund gab, hat sich in der heute abgelaufenen 
noch mehr geäußert. Seit längerer Zeit war der Um 
satz nicht so belangreich und die Kauflust so rege. WaS 
aber den Geschäften der jüngsten Woche eine besondere 
Eigenthümlichkeit verlieh, ist der Umstand, daß sie fast 
sämmtlich auf reelle Kaufordres sowohl von hier als 
auch zum großen Theil von außerhalb basirt waren'; 
bloße Börsenspekulationen also das Steigen nicht her 
vorgebracht haben. — Wenn die Preisverbesserung der 
PreußischenFonds verhältnißmäßig weniges beträcht 
lich war, so liegt dies lediglich in dem hohen Course 
und der festen Haltung, den diese Effekten bereits erzielt 
haben. Daher wir es schon als erheblich bezeichnen 
können, wenn Staatsschuldscheine in der ersten Woche 
dieses Jahres von 103% auf 104 pCt., in der zwei 
ten Woche, bei noch größerer Nachfrage, von 104 auf 
104%, wozu Geld blieb, sich gehoben. Einige Eisen- 
b ahnaktien erfuhren dagegen eine Steigerung, wie sie 
wohl selten vorkommen dürfte. Hauptsächlich haben wir 
der Magdeburger zu erwähnen. Fast täglich wurden 
komptante Stücke von soliden Käufern per 
Kasse vom Markte genommen, bei vermehrter Frage 
aber wurden die Abgeber immer seltener, und so kam 
es denn, daß, durch einige Ordres, die heute ausgeführt 
werden mußten, die Käufer zuletzt genöthigt waren, 
den Cours von 135 pCt. zu bewilligen. Einem Bör 
senreferenten kommt es zwar nicht zu, sich mit Pro 
phezei Hungen abzugeben. Soll uns aber eine Mei 
nungsäußerung gestaltet sein, so bekennen wir offenher 
zig, daß, wenn sonst keine außergewöhnlichen Ereignisse 
eine Reaktion zu Wege bringen, ein bedeutender Rück 
gang dieses industriellen Papiers nicht zu erwarten sein 
dürste. Die geregelte Verwaltung, der zunehmende Per 
sonen- und Güterverkehr haben für das Jahr 1842 bei 
einem ansehnlichen Reservefond, eine Dividende von 7 
pCt. in Aussicht gestellt. Diese Resultate können sich 
dies Jahr, wo die Sächsisch-Baierische Bahn und die 
jenige von Magdeburg nach Halberstadt rc. im Weiter 
bau begriffen sind, nicht gut verringern. Nur die Aus 
führung einer beabsichtigten Bahn von Jüterbogk nach 
Riesa könnte von nachtheiligem Einfluß für die Magde 
burger Bahn sein. Nächst der Magdeburger haben die 
Nordbahnaktien am meisten angezogen. Das leb 
hafte Interesse, welches sich für alle derartige vater 
ländische Unternehmungen kund giebt, mußte sich auch 
bei dieser Bahn seit ihrem Beginn hier äußern, da die 
selbe bestimmt ist, sich einst bis zur schlesischen Gränze 
auszudehnen und durch ihren Anschluß an die Oberschle 
sische Bahn berufen ist, einen integrirenden Theil des 
großen Schienenweges zu bilden, der den Nord-Osten 
Deutschlands mit dem Süd-Osten vereinigen wird. — 
Die Anhaltischen haben sich heute um % pCt. ge 
bessert und schlossen bei ziemlicher Kauflust 107% pCt. 
Geld. Für Frankfurter war ebenfalls vermehrte 
Frage; Anfangs dieser Woche 102% pCt. Briefe gin 
gen sie heute bis 104 und- schlossen 103% pCt. In 
Berlin-Stettiner war viel Geschäft, Ltt. A. ist 
vom 9. d. bis heute von 98% a 99% und Lit. B. 
von 99% a 100% gestiegen. Au den letztem Cour 
sen waren mehr Käufer als Verkäufer. Auch in dieser 
Woche ist wieder Einiges in Oberschlesischen Ak 
tien zu 93 a 94 gehandelt worden. Zu diesem Course 
und selbst zu 95 fanden sich aber heute keine Abgeber mehr, 
daher 95 pCt. vergebens geboten worden. Bei dieser 
Gelegenheit können wir nicht umhin, dem Hrn. 8. T., 
Referenten der Börftnereignisse, in einer andern hiesigen 
Zeitung: Ein für Allemal zu erklären, daß, wenig 
stens nach unserer Tendenz die Spalten eines Bör 
senberichts eben kein schickliches Terrain zu einer Zei 
tungspolemik darbieten. Aus diesem Grunde würden 
wir auch Ausfälle und Glossen wie diejenigen, welche 
seinen Bericht vom 10ten d. enthalten, ganz ohne Er 
widerung gelassen haben, da der Mann von Fach, 
^ h., der Geschäftsmann, der Börsenbesucher, wissen 
muß, wer von uns Beiden Recht hat. Nur für den 
Uneingeweihten, der aus den hyperbolischen Worten von 
.,bo 11a fide T ransaktionen" oder der mysteriösen 
Anspielung von „Unkunde der bestehenden An 
ordnungen u. s. w." einen nachtheiligen Schluß auf 
die Gewissenhaftigkeit unseres Referats machen könnte, 
nur für diesen also wiederholen wir nochmals, und 
zwar hoffentlich etwas deutlicher, was wir in unserem 
Berichte vom 7. d. über Oderschlesische Aktien gemeldet 
haben. Wir sagten nämlich ungefähr, daß diese Aktien 
zwar schon seil einigen Wochen amtlich notirt seien, daß 
aber erst heute ein erheblicher Geschäftsverkehr darin be 
gonnen habe; mithin die bisherige Notiz eigentlich nur 
nominell gewesen. Worüber nun der Herr Referent so 
eigentlich in Harnisch geräth, ist uns nicht recht klar. 
Sollte er als Kämpe für die Oberschlesischen Aktionaire 
etwa auftreten wollen? Die bedürfen wahrlich seines 
Beistandes nicht; ja wir glauben sogar, ihrer guten Sache 
durch unseren einfachen Bericht, daß sich wirkliche 
Frage nach den Aktien eingestellt, mehr genützt 
zu haben. Uebrigens darf, nach des Herrn Referenten 
„allerbestimmtesten" Erklärung (so weit geht frei 
lich unsere Börsenkenntniß nicht) keine amtliche Noti- 
rung eines Papiers stattfinden, wenn nicht Geschäfte 
darin vorangegangen sind. Nach dieser Erklärung exi- 
stirt also gar kein amtlicher nomineller Cours, und in 
Danziger Stadt-Obligationen, die seit Jahr und 
Tag 48 Thlr. amtlich notirt sind, müßten täglich (den 
Mittwoch ausgenommen) Transaktionen stattfinden! — 
Will aber der Herr Referent etwa damit sagen, (was 
zwar aus der allerbestimmtesten Erklärung nicht recht 
deutlich herauszulesen), daß die Oberschlesischen Aktien 
gar nicht in den amtlichen Courszettel aufgenommen wor 
den wären, wenn nicht ein wirkliches Geschäft darin 
vorangegangen wäre, so hat kein Mensch dies bestritten, 
am allerwenigsten wir, denen die Börftnereignisse durch 
eine vieljährige Praxis ziemlich speziell bekannt sind. 
Deshalb können wir aber unsere frühere Aeußerung, daß 
der Cours bis jetzt nur nominell war, um so 
weniger zurücknehmen. Wir freuen uns indessen um so ( 
mehr, nun berichten zu können, daß sich eine lebhafte 
Frage, namentlich Seitens der Wechsler (die doch ge 
wöhnlich fürs Privatpublikum Ankäufe zu machen ha 
ben) eingestellt, daß aber die Inhaber zu dem jetzigen 
Course nichts verkaufen wollen; daher wohl ein ferneres 
Steigen mit ziemlicher Gewißheit anzunehmen. Wir 
müssen dieser nothgedrungenen Abschweifung wegen, de 
ren wir uns hoffentlich nicht ferner mehr weroen zu 
Schulden kommen lassen, um Verzeihung bitten, und 
fahren in unserem Berichte fort: Hamburger Feuer- 
Kassen-Anleihe war die ganze Woche über, und vor 
nehmlich heute, per Kasse, sehr begehrt und vergeben ä 
96 pCt. geboten. — Das Wechselgeschäft war nicht 
sehr erheblich. Es fehlte zum Theil an Abgebern. Für 
Paris blieben heute selbst zur erhöhten Notiz Käufer 
übrig. Eben so erhielt sich Frage für Amsterdam, Ham 
burg und London. Für letztere Devise auf Zeit ist 
6 Thlr. 25 Sgr. vergebens geboten. Petersburg ist 
offerirt. Der Disconto 3% pCt., mehr Geld als Briefe. 
— Im Detreidehandel war es sehr still, und aus der 
Geschäftslosigkeit ist auch eine etwas weniger feste Hal 
tung entsprungen. Für Roggen in loco sind indes 
sen noch ziemlich gute Preise erzielt worden. Weizen, 
der schon seit längerer Zeit ganz unbeachtet geblieben, 
erregte durch seinen derzeitigen niedrigen Stand einige 
Aufmerksamkeit. Und so wurden denn etliche Ladungen 
per Frühjahr und aus hier schwimmende in dieser Woche 
gekauft. Erhebliche Preisveränderungen wüßten wir nicht 
anzugeben. (Berl. Ztg.) 
Danzig, 3. Jan. Die Danziger Rhederei be 
sitzt nach eimr hier ausgegebenen Nachweisung gegen 
wärtig 82 Seeschiffe und 3 Dampfschiffe mit einem 
Gehalt von 15,456 Normal-Lasten. Von den hiesigen 
Schiffen gehören der Rhederei des Herrn Kommerzien- 
Rath Gibsone allein 13 See- und 2 Dampfschiffe, 
mit 3144 Normal-Laslen-Gehalt. Nächst dieser ist 
die Rhederei des Brauer Hrn. G. Linck die bedeu 
tendste. Sie besitzt 8 Seeschiffe mit 2046 Nor 
mal-Lasten Gehalt. — Angekommen sind in dem Jahr 
1842 in unserem Hafen 1266 Schiffe, und 6 wur 
den neu erbaut; abgesegelt sind 1275 Schiffe, und 
32 sind segelfertig und liegen zur Ladung. — Unter 
den Angekommenen befanden sich 83 inländische Schiffe, 
darunter 2 Ostpreußische, 32 Pommersche und 49 hie 
sige, halten hier Winterlager. (D. Bl.) 
Köln, 12. Jan. Der Finanz-Minister und Ge 
neral-Postmeister haben unterm 31. Dez. v. I. nach 
folgendes Resccipt erlassen: „Des Königs Majestät ha 
ben auf den gemeinschaftlichen Antrag des Finanz-Mi- 
nisterii und des Post-Departements mittelst Allerhöchster 
Ordre vom 25. April c. Allergnädigst zu genehmigen 
geruht, daß von einer weiteren Verfolgung der Ent 
schädigungs-Ansprüche, welche der Post nach § 38 des 
Eisenbahn-Gesetzes vom 3. Nov. 1838 für den dort 
bestimmten dreijährigen Zeitraum vorbehalten worden 
sind, Abstand genommen werde. — Die Direktion der 
N. N. EisenbahmGeftllschaft wird hiervon mit der Be 
merkung in Kenntniß gesetzt, daß diese dem Eisenbahn 
betriebe gewährte Erleichterung zu der Erwartung be 
rechtigt, die Gesellschaft werde dagegen die Sicherstellung 
des Postdienstes ihrerseits aus alle Weise zu befördern 
sich angelegen sein lassen. — Berlin, den 31, Dezem 
ber 1842, — Die Geheimen Staatsminister (gez.) 
Nagler. Bodelschwingh. — An die Direktion der 
N. N.- Eisenbahn-Gesellschaft zu N. N. 
Deutschland. 
Frankfurt a. M., 12. Januar. (Privatmitth.) 
Die deutsche Bundesversammlung wird am nächstkünf- 
tigen Donnerstage, den 19ten d. M., ihre diesjährige 
Sitzungszeit unter dem Präsidium des K. Preußischen 
Bundestagsgesandten, Grafen v. Dönhoff, eröffnen. Der 
Präsidialgesandte Graf v. Münch-Vellinghausen würde, 
wie es jetzt heißt, bis zu Ansang Februars in Frankfurt 
zu erwarten sein. — In der gestrigen Sitzung der ge 
setzgebenden Versammlung kam der Exigenz-Etat für das 
lausende Jahr zur Verhandlung. Bei dem Anlaß er 
hob sich ein dem Senate angehörendes Mitglied der 
Versammlung, um zu Gunsten der beantragten Ver 
mehrung des alljährlichen Schulsonds zu sprechen. An 
die Empfehlung des betreffenden Antrages knüpfte das 
Mitglied Betrachtungen über die mit jedem Jahre sich 
vergrößernde Umfänglichkeit der Staats-Ausgaben, die 
von der Seite zu vernehmen um so mehr überraschte, 
als vom Senate der Voranschlag des betreffenden Bud 
gets ausgeht, dessen stets zunehmende Vergrößerung und 
gegenwärtige Höhe sohin jenes Mitglied zu mißbilligen 
schien. Mit Bezugnahme auf die concrete Rubrik be 
merkte dasselbe jedoch, eine Mehrbewilligung für solche 
thue wahrhaft Noth, zumal für die Volksschulen, deren 
Lehrsäle überfüllt seien, sohin der Erweiterung bedürften, 
wie schon aus der Thatsache erhelle, daß sich in einer 
derselben 130 Kinder zum gemeinschaftlichen Unterricht 
beisammengedrängt befinden. — G. Herwegh, auf 
seiner letzten Reise durch unsere Stadt begriffen, nahm 
seine Richtung nach Straßburg, was anzudeuten scheint, 
daß ihm ein längerer Aufenthalt in der Schweiz für die 
Zukunft nicht gestattet sein dürfte. — Nach Handels 
briefen aus Wien möchte das jüngsthinnige Steigen der 
Staatseffekten- und Aktien-Course an der dortigen Börse 
doch nicht ausschließlich dem gegenwärtigen so vortheil- 
haften Stande des Geldmarktes zuzuschreiben sein, wo 
sich allerdings die Umlaufsmittel durch Emission zins 
tragender Bankscheine bedeutend vermehrt haben. Die 
Berichterstatter nämlich äußern, jedwede Besorgniß, es 
könne sich aus den Verwickelungen der Serbischen Zu 
stände ein Zerwürsniß unter den großen Kabinetten er 
geben, sei nunmehr gänzlich verschwunden. Rußland 
solle erklärt haben, daß es auf seine besondern Schutz 
rechte über das Fürstenthum für den vorliegenden Fall 
insofern verzichte, als es bereit sei, wie früher bei der 
Türkisch-Egyptifchcn und ganz kürzlich bei der Syrischen 
Angelegenheit, im Einvernehmen und gemeinschaftlich 
mit den übrigen Großmächten bei der Pforte vorzuschrei- 
tcn. Der Zusammenziehung von Truppen an der Oester- 
reichisch-Türkischen Grenze wird mit Bestimmtheit wi 
dersprochen, auch die Unterhandlung eines Separatver 
trags zwischen Oesterreich, England und Frankreich mehr 
wie in Zweifel gestellt. — Unserem lokalen Journal- 
wesen steht eine Erweiterung bevor. Ein hier schon seit 
längerer Zeit anwesender Englischer Literat, Mitarbeiter 
an der „Times", geht mit dem Plane um, zu Frank 
furt eine Englische Zeitung, etwa nach dem Vorbilde des 
zu Paris erscheinenden „Galignanis Messenger", zu be 
gründen. Bei der sich in Deutschland noch immer meh 
renden Zahl von Briten glaubt derselbe auf einen guten 
Absatz des Blattes rechnen zu dürfen, zumal die Kom 
munikationen mit England in jüngster Zeit an Schnel 
ligkeit ungemein gewonnen haben. — Von einem der 
verdienstvollsten Mitglieder unseres geographischen Ver 
eines, dem Dr. ined. Bogner, wird demnächst ein 
hydrographisches Werk erscheinen, das die Frucht 
dreißigjähriger Studien in dem Fache ist und das die 
Vorträge wirdergiebt, welche derselbe über die Entstehung 
der Quellen im Allgemeinen und der Mineralquellen ins 
besondere im Vereine selber vor einer zahlreichen Zuhö 
rerschaft von Damen und Herren hält. Dieses Werk 
wird, wie auch schon die Vorträge es waren, in einem 
populären Styl abgefaßt und frei von aller Pedanterie 
der Stubengelehrsamkeit sein. — Die Taunus-Eisenbahn 
stand, wie man hört, in Gefahr, den um ihre Verwal 
tung hochverdienten Direktor, A. Beil- zu verlieren»
	        

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