Volltext: Zeitungsausschnitte über Raphael

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Z 43 
ê elmäßiges Wein - Quantum, und wenn dies nicht von den 
iskal-Bergen erlangt werde, müsse Most von Privaten ge 
kauft werden. Davon werde sich das Ministerium nicht abhalten lassen, 
da es in seinem vollen Rechte sei, und es überdies im Interesse der 
Weinbergsbesitzer, besonders der ärmeren, liege, nicht blos von der 
Preisbestimmung einiger hiesigen Weinhändler abzuhängen. Uebrigens 
verkaufe die Kellerei nur im Großen und ausländische Weine gar nicht." 
Hübler bemerkte, daß die ärmeren Weinbauer im Begriff ständen, 
mit einer Petition einzukommen, die auf Abweisung der vorliegenden 
Beschwerde der Weinhändler gerichtet sei. von Criegern sagte, 
daß eS für den inländischen Weinbau sehr wichtig sei, einen Ort zu 
haben, wo man sicher echten und unvermischten inländischen Wein er 
halten könne. Das Deputations-Gutachten wurde einstimmig ange 
nommen. 
Großherzogthum Baden. Die zweite Kammer der 
Stände hielt am 25. November ihre erste öffentliche Sitzung, in der 
zunächst der Abgeordnete von Jtzstein als Alters-Präsident eine kurze 
Bewillkommnungs-Rede hielt und die Abgeordneten Hecker und Platz 
über den verst. Abgeordneten Sander sich aussprachen, worauf sich 
die Kammer mit der Prüfung der Wahlen neu eintretender Mitglie 
der beschäftigte und dieselben genehmigte. Die Sitzung wurde dann 
geschlossen. — In den höheren Gegenden des Schwarzwaldes liegt 
schon seit mehreren Tagen tiefer Schnee. 
Freie Stadt Bremen. Aus der Regierungs-Kanzlei ist 
Nachstehendes zur öffentlichen Kunde gebracht worden: „Zufolge einer 
dem Senate zugegangenen amtlichen Nachricht hat die Königlich groß- 
britanische Regierung mittelst Erlasses vom 27. September d. I. 
an die Zoll-Kommissare verfügt, daß bis auf Weiteres hanseatische 
Schiffe und deren Ladungen, sowohl im vereinigten Königreiche als 
in den auswärtigen britischen Besitzungen, wenn sie von der Mündung 
der Maas und der Elbe nebst dazwischen liegenden Flüssen, so wie 
von der Mündung der Trave und der Memel nebst dazwischen liegen 
den Flüssen, kommen oder dahin gehen, auf demselben Fuß behandelt 
werden, als kämen sie von einem hanseatischen Hafen oder wären 
nach einem solchen bestimmt." 
* Ebersdorf, 24. Nov. Se. Majestät der König von 
Schweden und Norwegen haben unserem Durchlauchtigsten Fürsten 
das Großkreuz Allerhöchstihres Nordstern-Ordens zu verleihen geruht. 
Frankreich. 
Paris, 24. Nov. Da die anbefohlenen Ausbesserungen im Pa 
villon der Tuilerieen, den der König bewohnt, noch nicht beendigt 
sind, so werden Ihre Majestäten, wie verlautet, nicht vor Mitte De 
zember ihren Winter-Aufenthalt in den Tuilerieen nehmen. Die Her 
zogin von Orleans aber hat mit den Prinzen, ihren Söhnen, den 
Pavillon Marsan bereits bezogen. 
Am 2lsten d. ist der durch seine systematische Opposition in der 
Pairs-Kammer bekannte Legitimist, Marquis von Dreux- Breze, auf 
seinem Landsitz, wo er seit seiner Rückkehr aus Italien sich aufhielt, 
mit Tode abgegangen. 
Die Regierung scheint gegen die Sklavenhändler an der afrika 
nischen Küste mit der größten Strenge verfahren zu wollen, denn 
Admiral Montagne von Laroque's Geschwader nimmt eine Compagnie 
Marine-Truppen mit, die dort gelandet werden sollen, um die Neger- 
Faktoreien zu unterdrücken. 
In Toulon werden die Dampfschiffe „Grondeur" und „Chimc-re" 
in Bereitschaft gesetzt, um sich dem französischen Geschwader im La 
Plata anzuschließen. 
In Bezug auf die Zwecke und Erfolge der französischen Ge- 
1500 
sandtschaft in China bemerkt das Journal des Débats, daß kein 
Grund für die in England verbreiteten Gerüchte vorhanden sei, als 
ob Frankreich über den Besitz einer Niederlassung in China unter 
handle, um mit den Engländern in ihren Handels-Beziehungen zu 
diesem Lande zu wetteifern. Dies wäre, dem ministeriellen Blatte 
zufolge, ein untergeordneter oder wenigstens noch entfernter Zweck 
von französischer Seite. Die Aufgabe Frankreichs sei cs zunächst, 
Duldung für seine Missionaire zu erlangen und die Verbreitung des 
Christenthums in jenen Gegenden zu fördern. 
Die bevorstehende Versammlung der Conseils für Ackerbau, 
Gewerbe und Handel wird vom Journal des Débats mit fol 
genden Bemerkungen eingeleitet: „Man erinnert sich, daß die letzte 
Sitzung dieser Conseils gegen Ende des Jahres 1841 stattfand. 
Es sind also jetzt gerade vier Jahre seit ihrer letzten Einbcrnfnug 
verflossen. Dieser Zwischenraum hat, was man auch darüber gesagt 
haben mag, gar nichts Außerordentliches; und wie schnell auch die 
Bewegung, welche uns fortreißt, sein mag, man würde doch nur 
schwer begreifen, daß eine Reform oder auch nur eine Revision 
unserer Tarife und Handels-Reglements in einer kürzeren Zeit hätte 
vorgelegt werden können. Wir wollen jedoch anerkennen, daß jetzt 
die rechte Zeit dazu war. In der Sitzung von 1841 waren diesen 
Conseils wichtige Fragen vorgelegt worden. Der größte Theil derselben 
ist, wie auch das Rundschreiben des Ministers Cunr'n Gridaine bemerkt, 
der Gegenstand besonderer Gesetze oder Zoll-Verordnungen geworben. 
Auf diese Weise ist die Besteuerung des einheimischen Rübenzuckers im 
Interesse unserer Kolosreen erhöht, die Abgabe von dem Gußeisen 
in einem gewissen Bereiche an unserer Grenze herabgesetzt, der aus 
ländische Sesam zum Theil dem einheimischen Anbau von Leinsaat 
und Oliven aufgeopfert worden. Außerdem haben besondere Gesetze 
die Gesetzgebung über die Gewebe- und Erfindungs-Patente, über 
die Schiedsrichter in Gewerbsachen, über die Arbeit der Kinder in den 
Fabriken geordnet. Mehrere Fragen, wie die über die Fabrikzeichen, 
über Salz, über Schlachtthiere, sind für die Berathung der Kammern 
ausgesetzt; aber es giebt noch viele andere, nicht weniger wichtige, 
welche schnell gelöst werden müssen, wenn man nicht hinter anderen 
Ländern zurückbleiben will, und diese sind es, welche der Minister 
des Ackerbaues und des Handels der Prüfung dieser Conseils em 
pfiehlt. Das Rnndschreiben des Ministers, welches die Conseils dazu 
beruft, ihr Gutachten über diese Gegenstände abzugeben, hebt be 
sonders die Fragen über Baumwollgarn und über Eisen und 
Stahl hervor, Gegenstände, welche unser Tarif bis jetzt beinahe 
verboten hatte; dann die Rechtsverhältnisse der Actien-Gesellschaf 
ten; endlich die bedeutende Frage über die Verbesserung des Loo 
ses der Arbeiter. Der wichtige Gedanke, die Organisation der 
Arbeit, hat sich also schon etwas in das Programm der Verwal 
tung eingedrängt. Vielleicht wird er noch lange Zeit nur einen 
ideellen, trügerischen Werth haben. Wir hoffen jedoch, daß er einst 
eine praktische Form erlangen und heilsame Neuerungen herbeiführen 
wird. Bei der Erfüllung der ihnen auferlegten Arbeiten werden die 
Conseils vor ihren Vorgängern den Vortheil voraushaben, in der 
Presse, in der öffentlichen Meinung und in der Verwaltung einen 
gut vorbereiteten Boden zu finden. Denn, wenn es wahr ist, 
daß die Fragen über die volkSwirthschaftlichen Verhältnisse jeden 
Tag bei uns zunehmen, so muß man auch auf die Annäherung 
Rücksicht nehmen, welche in vieler Hinsicht schon in den Lehren 
über Volkswirthschaft stattgefunden hat. Unsere Erziehung ver 
vollkommnet sich in dieser Beziehung jeden Tag. Die Theorieen 
über Freiheit dcS Handels würden gewiß jetzt, wo sie an dem 
Prüfsteine der Erfahrung untersucht und mit den Verhältnissen dieser 
Welt vermischt worden sind, nicht mehr wagen, mit so vieler Strenge 
und so vieler Selbstherrschaft aufzutreten; und die Angelegenheiten 
der Production und des Tausches müssen ihrerseits begriffen habe», 
daß auch sie zu der Bewegung der großen Gewerbe- und Handelsfamilie ge 
hören und müssen wissen, daß sie sich bei derVertheilung der gesellschaftli 
chen Gewinne und Verluste mit einem billigen Antheile begnügen 
müssen. Ohne Zweifel darf man die Eigenthümer der Wälder, die 
Eigenthümer der Eisenwerke und die Züchter deS Schlachtviehes nich 
zu Grunde richten; aber sott man denn das Eisen und den Stahl, 
welche unsere Gewerbe fordern, und das Schlachtvieh, welches 
unser Volk zur Nahrung nöthig hat^, auf immer zurückweisen? 
Die Wohlfahrt unserer Marine ist ohne Zweifel eine beachtungs 
würdige Sache; aber wer könnte daran denken, ihr die Arbeit unse 
rer Fabriken ohne Einschränkung zu opfern, oder die Verbindung mit 
unseren nördlichen Nachbarn unter dem mehr oder weniger tzegrün- 
deten Vorwände zurückzuweisen, daß einer unserer Gewerbzweige da 
durch etwas beeinträchtigt würde. Alle diese Fragen werden in kur 
zem von diesen drei Conseils berathen werden, und wir hoffen fest, 
ihre Arbeiten für das Land gute Früchte tragen zu sehen." 
Die Umstände, unter denen die Kammern in diesem Jahre zu 
sammenberufen werden, sucht die Oppositions-Presse als bedenklicher 
denn jemals darzustellen; so sagt der Commerce: „Es wird den 
Ministern ziemlich schwer fallen, eine Thron-Rede vom gewöhnlichen 
Optimismus zu verfassen, sei es, um die Verantwortlichkeit ihrer Landes- 
Verwaltung ganz von sich zu weisen oder mindestens den haltlosen 
Charakter zu schwächen. Sehen wir einen Augenblick, wie es im Lande 
aussieht: Der Zustand des Handels in den Departements ist kri 
tisch; das Unglück des Einzelnen erstreckt seine fürchterlichen Rück 
wirkungen oft auf ganze Bevölkerungen. In Paris haben die Börsen- 
Schwindeleien einen so hohen Grad erreicht, daß alles Privat-Vermögen 
in Gefahr schwebt und der persönliche Reichthum einem Gebäude gleicht, 
das auf Triebsand gebaut ist. Die Art, in der die Nordbahn amt 
lich zugeschlagen wurde, trug nicht wenig zu den Vorgängen bei, deren 
ohnmächtige Zeugen wir sind. Die Kammern wünschten eine wirk 
liche Bewerbung: das Ministerium bot Alles auf, um sie zu ersticken. 
Indem es die einzelnen Actien-Gesellschaften dazu veranlaßte, sich zu 
vereinigen, tödtcte es den Geist des Gesetzes, schuf es jene Prämien, 
deren Liquidation heute so Vielen die Augen öffnet und die nur den 
Geldbeutel einzelner geschickter Börsenwölfe spickten. Diese Nord 
linie wirkte gefährlich auf alle übrigen. Der Minister betrieb 
sie mit ungewöhnlicher Eil, verschob dagegen das Schicksal der Uebri- 
gen bis auf den letzten Augenblick und erregt hierdurch den Verdacht, 
daß er das System der Vereinigung des Kapitals begünstige, das 
einen so nachtheiligen Prämienwucher hervorgerufen, der die jürchter- 
lichsten Folgen auf alle Lebensgebiete üben muß und wird. Die Ak- 
tien-Gesellschaften haben sich bis inö Unendliche vermehrt, jedoch nicht 
um das Interesse des allgemeinen Nutzens und Wohles zu fördern, 
sondern nur um die Habsucht einer Handvoll Männer zu sättigen, 
die uns vorkommen wie ein Nachtrab, der den Siegen einer vorrücken 
den Armee nachlauert, um im Augenblick da zu sein, wenn es sich um 
Ausplünderung eines erstürmten Dorfes handelt. Die Sicherheit "der 
Beute dieser Wegelagerer reizt alle Gewinnsüchtigen, ihr Geld den 
selben zu vertrauen, und daher die allgemeine Ebbe, die so unendlich 
wichtige Folgen auf die Entwickelung aller gesellschaftlichen Verhält 
nisse üben wird. Hätte das Ministerium das Eisenbahn-Gesetz treu 
und ehrlich, wie es in der Absicht der Kammer lag, angewandt; 
hätte eS sich der Vereinigung großer Kapitalisten widersetzt, den 
Zuschlag der Nordbahn, mit dem das verderbliche System anfing, 
weiter herausgeschoben und einen neuen Aufruf an die Privat-Be- 
werbung erlassen, mit einem Wort, hätte cs mit dieser Linie auch 
alle übrigen offen und redlich an gleichbcrücksichtigte Bewerber abge 
treten, dann wäre so manches namenlose Unglück vermieden wor 
den. Die Prämien hätten nimmermehr eine so erkünstelte Höhe er 
reicht, nur wenige Gesellschaften hätten sich gebildet, und die Kapi 
talien wären nicht falschem, trügerischem Spiel, sondern ihrer wahren 
Bestimmung zugewandert. Das Eisenbahn-Actien-Fieber hat unseren 
National-Charakter entehrt. In der Lebensmittel-Frage bewies sich 
die Regierung nicht weniger unpraktisch. Sprechen wir hier nicht von 
dem provisorischen Zustande, in dem sich unsere Gesetzgebung über den 
Getraidehandel im Allgemeinen befindet. Diese Gesetzgebung hätte 
längst geordnet werden sollen, da eben dieser Handel den Grundstein 
alles Handels bildet: aber es scheint in der Bestimmung unseres 
Ministeriums zu liegen, nichts fest zu ordnen. Es lag vor 
so viel Herrliches vernichtete, die schönste Kunst-Epoche schloß und mit dem 
die Barbarei der späteren Zeit anfing. 
Der Vater der neueren italienischen Literatur, der große Bembo, schon 
am Hofe von Urbino der Freund deS aufkeimenden Talents, ist Raphael'S Rath- 
geber in künstlerischen Angelegenheiten. In seinen Briefen ist die höchste Zärt 
lichkeit und Achtung für R. ausgedrückt. Graf Baldasarre Castiglion e, 
durch seinen Cortigiano bekannt, hatte schon als Gesandter deS Herzogs 
Guidobaldo an König Heinrich VIIl. von England ein Bildchen Raphael'S, 
den h. Georg mit dem Hosenbande bekleidet, als Geschenk seines Fürsten 
an diesen Monarchen mitgenommen und blieb fortwährend, bei seinen ver 
schiedenen Missionen in Nom, der Freund und vertraute Rathgcber deS 
Künstlers. Non mi pare csscre a Roma, pcrclie non vi c’ piu il mio 
poveretto Rasfaello, quell’ anima bencdelta, schrieb er »ach dem Tode 
desselben an seine Mutter. A riosto und S anazar o, damals die größten 
Dichter, haben ihn in Rom besucht, und sie sind in seinem Parnaß nach dem 
Leben abgebildet, so auch der treffliche Giovanni della Casa, Verfasser 
des Galatco in der Schule von Athen, wodurch Raphael öfter seine Liebe, 
Verehrung und Zuneigung ausdrückte. Andrea Navagcro, Antonio Deaz- 
zano, Beide Venetiancr, FranccSco Bern,', dem Bernardo Dovizio verwandt, 
der eine Gattung von scherzhafter Poesie schuf, die noch seinen Namen 
trägt; Maria Molza, Tibaldo Tibaldeo, Paul Giovio, der famose Pietro 
Aretino und so viele andere bedeutende Menschen sind ihm nahe und ver 
traut gewesen. DaS Profil einer weiß gekleideten Muse auf seinem Parnaß 
zeigt unS dieselben Züge derVittoria Co Ion na, wie sie in einer gleich 
zeitigen Medaille in einem jugendlichen Alter geformt sind. Ihre Schwä 
gerin, die berühmteste Schönheit ihrer Zeit, die von 300 Dichtern besungene 
Giovanna d'Aragona, Gemahlin deS AScanio Colonna, hat Raphael 
in dem bekannten anziehenden Bildniß im rothen Sammethut und röthlichcn 
Haaren, jetzt in Paris, verewigt. 
Von seinen Kunstgenosscn ist Raphael, mit Ausnahme des Michelagnolo 
und seiner Anhänger, besonders des Fra Sebastians dcl Piombo, all 
gemein anerkannt und verehrt. Unser Albrecht Dürer und FranccSco 
Francia schreiben an ihn und bewerben sich um seine Freundschaft, indem 
sie ihm Bilder, Zeichnungen oder Kupferstiche senden, die Raphael, wie er 
in seiner Antwort an Francia sagt, unter seinen liebsten Sachen aufbe 
wahrt; ja irgendwo habe ich aufgezeichnet gesunden, daß die geistreichen 
Blätter Dürer'S au den Wänden des Saales hingen, wo er arbeitete. 
Den Künstlern, die ihn besuchten, war er mit Rath und That, selbst mit eigenen 
Zeichnungen und Erfindungen gefällig, und er verließ, wie Meister Gior 
gio sap , seine eigenen Beschäftigungen, um Anderen zu Helsen; Eigenschaf 
ten, die in einer egoistischen Zeit, wo tcdcr nur sich selbst bedenkt und 
obenan stellt, selten geworden sind*). „Er war so von Anmuth erfüllt und 
so liebevoll, daß ihn nicht allein die Menschen, sondern selbst die Thiere ehrten", 
womit Vasari nur ausdrückt, daß Raphael die ganze Schöpfung mit war- 
mer Liebe umfaßte, die besonders dem bildenden Künstler eigen sein muß. 
Wenn er z» seinem Schüler Giovanni d a U vi ne, einem eifrigen Jäger und 
Naturmenschen, kam, so war eS für Raphael höchst ergötzlich, in einem 
*) Vasari, wenn er von der Harmonie der Künstler unter einander 
zur Zeit Raphael'S spricht: „Perche restavano vinti della corteaia c 
df.1l’ arte sua, nia piu dal genio della aua bitona natura, lafiual cra 
»i piena di gcntilezza c si calma dl caritä, die egli si yedera, die ferio 
gli animali l’onoravano, non che gli uomini.” 
großen Buche zu blättern, worin Meister Johannes kleine und große Bestien 
und fliegende und kriechende Geschöpfe kunstreich abgezeichnet hatte, und als 
der große Elephant gestorben war, der den Afterpocten Baraballa von 
Garta bei seinem, ihm vom Papst Leo veranstalteten, drolligen Triumph- 
zuge zum Kapitol getragen, verschmähete eS Raphael nicht, den bedächtigen 
Philosophen der Thierwelt zu zeichnen, der, von dem Könige von Portugal 
geschenkt, seinem Herrn theuer war. 
Nach der Poesie, war eS auch die Musik, die Raphael erfreute und 
ciheiterte, und in dem Bilde der heil. Cäcilia hat er seine höchste Ver 
ehrung dieser schönen Kunst ausgesprochen. Auch gehört daS Bildniß deS 
Improvisators Giacomo Sansecondo als Violinspieler zu den schönsten 
unter den schönen, die Raphael geschaffen; denn Raphael übte selbst dieses 
scelcnvollc Instrument, und der Dichter, den er auch schon am Hose von 
Urbino gekannt haben mußte, war sein naher Freund. Er änderte in sei- 
nein Parnaß den Apollo, dem er anstatt einer Lvra, wie in dem ersten 
Entwürfe im Stiche des Marco Antonio Raimondi, daS weniger plastische 
und malerische, aber unendlich mehr bedeutende und umfassende Saiten- 
Instrument gab. 
Von den Pocsieen Raphael'S sind drei unvollkommene skizzirte So 
nette übrig geblieben, wovon sich eines mit anderen Studien zur Disputa 
del Sagramento auf einem Blatte befindet; cs drückt die Sehnsucht in 
Erwartung einer Geliebten auS, die nach der bestimmten sechsten Stunde 
nicht erschiencn war. Raphael scheint keinen Werth auf die Erzeugnisse 
seiner Feder gelegt zu haben und hatte auch wahrscheinlich keine Zeit, außer 
der Ausübung seiner Kunst, an andere Dinge zu denken; doch versickert 
uns Vasari, daß er über die Malerei geschrieben und er Manches davon 
benutzt habe. Michelagnolo, in einer späteren Zeit, wird von seiner Muse, 
der Divlna yiitoria Colonna, begeistert^ entwickelt ein bedeutendes und 
tiefes Talent für die Poesie, welche das Studium Dantc'S und Petrarcha'S 
zur Grundlage hat, und die vatikanische Bibliothek bewahrt noch einen 
ganzen Band seiner Gedichte, von ihm selbst geschrieben. 
Die Frauen liebte Raphael mit einer Leidenschaft, die ihm einige Sit 
tenrichter nickt, wohl aber jene, welche solche Flammen erregen, verzeihen 
mögen. ..Tu ftaslaelö persona molto amorosa cd nlfezionato alle 
donnc, c di continuo presto ai scrvieje^loro”, sagt sein Biograph, «Nd 
anderswo, daß ihn mehr wie Eine angezogen. DaS kleine lebenslustige 
römische Bäckcrmädchtn behauptete jedoch den Sitz in seinem Herzen und 
in seinem Hause, wo sic mit Francesco Pcnni, dem Fatiore, die häuslichen 
Angelegenheiten besorgte und als Verweserin (castalda) schaltete und wal 
tete. Der Diener hieß Baviera, und er besorgte auch den Druck und Um 
satz der Kupfer-Abdrücke des Marco-Anton. 
Einer der nächsten und theuersten Freunde Raphael'S war der um 10 
Jahre ältere Tim oteo Viti von Urbino, rin seelcnvollcr Maler, der auch 
in dieser seiner Vaterstadt zuletzt daS ehrenvolle Amt eines Gonfaloniere 
bekleidete. 
Raphael ließ nicht ab, ihn nach Rom dringend einzuladen und über 
trug ihm dort eine große, selbstständige Arbeit nach seinen Kartons, die 
Sibyllen in Santa Maria della pace für den reichen Sigismondo Chigi, 
welche auch beinahe ganz von der Hand des Timoteo, unter der Leitung 
seines Freundes, ausgeführt scheinen. Timoteo konnte jedoch die lieblichen 
Hügel und die heimische leichte elastische Luft nicht vergessen, kehrte dahin 
und zu seiner Familie zurück und starb bald nach dem Tode seines Freundes. 
In ähnlichen Verhältnissen als Freunde und nicht, wie Einige anfüh 
ren, als Schüler, standen Baldasarre Pcruzzi von Siena und Benve- 
n uto Garafalo von Ferrara zu Raphael. Beide waren älter an Jahren und 
Erfahrung und schon gemachte Künstler, und doch ordneten sie sich willig 
dem größeren Genius unter. Den Ersteren könnte man den Raphael der 
Architektur nennen, so viele unmittelbare Originalität und Genialität ist in 
seinen Bauten, worin die Aufgaben ausS sinnigste gelöst und die gegebenen 
Räume oft wunderbar angewandt sind, wie der Palast Massinio und so 
viele andere Gebäude in Rom und Siena beweisen. Die Nichtanwendung 
seines Planes eines griechischen Kreuzes und der Wechsel so vieler Bau 
herren und Meister haben eS bewirkt, daß die PeterSkirchc nur das größte 
und nicht das schönste Gebäude der neueren Zeit geworden ist. Arm und 
verkannt, gewiß nicht von Raphael, starb Pcruzzi als einer der Baumeister 
am Sankt Peter, woran seine Mitwirkung und die des Raphael kaum noch 
zu erkennen ist, so sehr hat eine höchst manicrte Zeit die frühere schöne 
Anlage verunstaltet. Hätte man nur einen der drei Pläne, von Bramantc, 
Raphael und Pcruzzi, standhaft durchgeführt, so würde eine Einheit statt 
einer Mischung des barockesten Styls, der nur durch große Massen Erstaunen 
erregt, entstanden sein. Als Maler hat Baldasarre viel von der tiefen 
Empfindung und dem Ausdrucke des Raphael, ohne dessen Nachahmer zu 
sein, waS sein schönes FrcSkobild, die Sibyllen in der Kirche Santc Giusta 
in Siena, ^beweist. Seine Bilder und Zeichnungen sind äußerst selten. 
Bcnvcnuto Tisi, von der Nelke, die er in seinen Gemälden als Monogramm 
anwandte, Garofalo genannt, war ebenfalls der Freund, Verehrer und 
Nachahmer Raphael'S, aber nicht der Gehülfe desselben. Er war mehr 
praktischer Maler als Pcruzzi und seine Werke sind so häufig, als die deS 
Letzteren rar sind, in der Feinheit der Empfindung und deS Ausdrucks und 
großartigen Anlagen stand er ihm nach. Bcnvcnuto wurde schon bejahrt 
blind und starb im hohen Alter. Wir kommen ein andermal auf die zahl 
reichen Schüler dcS großen Urbinaten. 
Rom, Oktober 1845. Franz Kühlen. 
Zur landwirthschaftlichen Literatur. 
Ueber die Errichtung landwirthschaftlicher Schulen in 
Beziehung zu der Landwirthschaft und zum Er- 
ziehungSwesen. Von Karl Schinz, Chemiker von Zürich. 
Herausgegeben durch die landwirthschaftliche Gesellschaft vom 
Aar^u. Aarau und Thun bei Joh. Jakob Christen. 1846. 
Seitdem die Landwirthschast nicht blos nach überkommenen Verfah- 
rungS- Arten, sondern aus eine wissenschaftliche Grundlage gestellt ist und 
jedem auch nur einigermaßen deS LandbaueS aus einer näheren und un 
mittelbaren Anschauung Kundigen sich die Ueberzeugung aufgedrungen hat, 
daß der Land mann zu seinem Gewerbe ausgebildet werden 
müsse, ist die Errichtung landwirthschaftlicher Erzichun gS-An stalten 
zu einem allgemein als unabweisbar erkannten Bedürfnisse unseres Land 
volkes geworden, und hat deshalb die Diskussion über die zweckmäßigste 
Bildung solcher Institute bereits ihre Stelle unter den Fragen des Tageö 
gefunden. Wenngleich die der Erörterung dieses Gegenstandes mehr oder 
minder ausschließlich gewidmete Literatur weder in Zeitschrift, Flugblatt, 
noch in größeren Schriften, als eine arme nicht gerade mit Grund bezeich 
net werden dürste, so ist doch die Zahl solcher Mittheilungen, in welchen 
I 
Augen, baß die Aernbte schlecht ausgefallen, daß sogar an einigen 
Orten aus Brod- oder Getraide- und Kartoffelmangel bereits Un 
ruhen ausgebrochen; ja daß alle Gemüther in Bezug auf die Zukunft 
sich fragten, wovon sie leben sollten; was war natürlicher, als daß 
man die Augen zur Regierung richtete und bei ihr sich erkundigte, 
welche Mittel ihr zur Abwendung einer Hungersnoth zu Gebot stän 
den? Was thut der Minister? An einem Morgen veröffentlicht er 
ein Rundschreiben an alle Polizei- und Verwaltungs-Chefs, zählt 
darin seine Borräthe auf und erklärt, daß, wenn diese nicht genügten, 
er nur die freie Zufuhr zu gestatten und die Ausfuhr zu verbieten 
habe, um Elend zu verhindern. Am anderen Morgen erläßt er eine 
Erklärung, worin er bekennt, keine gesetzliche Macht zu haben, den 
freien Handels -Speculationen Schranken anzulegen, mithin auch kein 
Recht zum Ausfuhrverbot zu besitzen. Darf mau sich da noch wun 
dern, wenn das Volk nicht weiß, was cs von solchen Widersprüchen 
zu halten habe. Wird die diesjährige Thronrede, wie im vorigen 
Jahre, das Gleichgewicht in Einnahme und Ausgabe des Staats 
haushalts preisen? Scheint es doch, als wenn das Defizit gleichsam 
zur Entschuldigung bestimmt wäre, die verlangten Verbesserungen un 
ter dem Vorwände „wir haben kein Geld" abzuweisen oder aufzu 
schieben, so wie „unser Ruhm in Afrika" den unaufhörlichen außer 
ordentlichen Krediten zum Vorwände dienen muß. Die Hauptkunst 
des Herrn Lacave Laplagne ist darauf gerichtet, wie er die Herab 
setzung des Zinses der Rente, die Erleichterung des Briefporto's, der 
Stempel- und Salzstener, der Getränke-Abgabe und anderer Lasten 
von einer Sitzung zur anderen verschieben könne. Aber das Mi 
nisterium möge sich auf harten Kampf wegen Afrika's, wegen 
deS Vertrages von Lalla-Magrnia, wegen Soult's und Bugeaud's 
genialer Civil- und Militair-Vcrwaltung, kurz wegen so vieler innerer 
und äußerer Dinge gefaßt machen. Glaubt Herr Guizot dem Herrn 
Thiers den Mund geschlossen zu haben, wenn er daS Jesuitenhaus 
in der Poststraße schloß und endlich einige Fahrzeuge an die Ufer 
des La Plata schickte? Glaubt Herr Guizot, die Kammer werde 
keine Aufhellung der geheimnißvollen Unterhandlungen iu Rom ver 
langen; nicht danach fragen, warum er in der Texasfrage mit Eng 
land Hand in Hand gehe; seine Ansicht in Bezug auf Montevideo 
so plötzlich geändert und in Deutschland eine uns feindliche Stimmung 
hervorgerufen? Berücksichtigt man diese kurze Betrachtung, so wird 
dem Leser klar, warum das Ministerium die Kammer so spät, als eS 
die Staats-Verfassung irgend erlaubt, zusammenruft." 
Zum Schluß des medizinischen Kongresses, der in diesem Monat 
zu Paris versammelt war, hielt der Minister des öffentlichen Unter 
richts, Graf Salvandy, an die Versammlung eine Anrede, in welcher 
er den Arbeiten derselben die lebhafteste Anerkennung widerfahren 
ließ und unter Anderem sagte: 
„Ich habe mich in Ihre Mitte begeben, um die Wünsche dieser Ver 
sammlung zu hören, weil Ihr Kongreß eine neue bedeutende und gelungene 
Thatsache ist, deren Ergebnisse nur zum Nutzen der Gesellschaft und zur 
Ehre der gesummten Aerzte gereichen können. Bei den ersten Berichten, die 
mir über Ihre Verhandlungen zugingen, bemerkte ich, daß Sie besonders 
Ihr Ansehen in der Gesellschaft zu behaupten suchen. Ich habe dabei Pa 
rallelen aufstellen hören, die sich nicht auS der Geschichte rechtfertigen lassen. 
Erinnern Sic sich, waS die Körperschaft der Aerzte war, als Ludwig XIV. 
geboren wurde, als Guy Patin blühte und DeScartcS in höchster Geltung 
stand; damals wurde der Arzt noch mit dem Sterndeuter vermischt. Heute 
können Sie nicht zweifeln, daß Ihr Stand, der so viele Bürgschaften bietet, 
großes Ansehen genießt. Nur bei den Aerzten tritt der Fall ein, daß sie vor 
ihrem Auftreten in der Gesellschaft, und ehe sie die Früchte ihrer Strebun 
gen ärndten können, dreierlei Bewährung ausweisen müssen: die Literatur, 
die Wissenschaft, die Fakultät machen an sie gleichmäßige Ansprüche. In 
allen anderen Zweigen deö Staatsdienstes begnügt man sich mit wenigeren 
Prüfungen. Sic halten Unrecht, an der Stellung zu zweifeln, welche Sie 
in der französischen Gesellschaft von 1830 einnehmen. Diese Stellung, diese 
Rangstufe haben Sie durch tägliches Wirken längst erlangt. Sie wird sich 
noch fester begründen bei dem Blick auf das, was Sie während der Dauer 
des Kongresses zu Stande gebracht oder doch vorbereitet haben. Sie haben 
die Ihnen vorgelegten Fragen reiflich geprüft und rasch entschieden. So 
konnten sie in kurzer Zeit zu vielseitigen Beschlüssen kommen, wobei denn 
die naturgemäßen beiden Seiten dieser Anstalten, die landwirth 
schaftliche und höhere pädagogische, so wie insbesondere die den 
mannigfaltig vertheilten Bedürfnissen entsprechende Stufenfolge dersel 
ben, von der Schule für verwahrloste Kinder auf dem platten Lande bis 
zu den landwirthschasilichcn Hochschulen aufsteigend, in sachgehöriger Ver 
bindung der Theorie mit der Praxis erörtert worden sind, in jedem Falle 
nur eine, sehr geringe. 
Die obige von der landwirthschasilichcn Gesellschaft deS Kantouö 
Aargau in der Schweiz herausgegebene Denkschrift des Herrn Karl 
Schinz zu Zürich über diesen Gegenstand nimmt hinsichtlich der gemifth- 
erwärmenden Frische und hervorstechenden Klarheit der Darstellung, so wie 
wegen der Richtigkeit, Neuheit und des spezifisch praktischen Werths der 
beigebrachten Ideen und sonstiger scharfsinniger volkswirthschasilichcr Be 
merkungen, eine ausgezeichnete Stelle ein. Der Verfasser dieser Denkschrift 
klassifizirt die landwirthschaftlichen Schulen, welche er nur unter dem Ge 
sichtspunkte von landwirthschaftlichen Erziehungs-Anstalten, als dem allein 
richtigen, betrachtet und organisirt wissen will, in folgender Weiser 
a) Erziehungs-Anstalten für verwahrloste Kinder; 
b) Erziehungs-Anstalten für Arme. 
Für beide in Beziehung auf die Lehrgegenständc deS Unterrichts auf 
gleicher Stufe stehenden, äußerlich aber zu trennenden Schuten ruht der 
gemeinschaftliche Schwerpunkt, wie Verfasser treffend ausgeführt hat, in der 
Gewöhnung der Zöglinge von Jugend auf an ihre Selbstcrhaltung 
durch die ihrem Verstände in dem Unterrichte nach dem „Wie" und 
„Warum" klar zu machende Arbeit; die Schulstunden sollen nur zur Er 
holung von den körperlichen Anstrengungen dienen, 
e) ErzichungS - Anstalten, welche unter dem Namen von 
„Ackcrbauschulcn" bekannt sind; 
d) ErzichungS - Anstalten für junge Bauern, welche sich 
dem Gewerbe ihrer Väter widmen wollen. 
Den Zweck solcher für ältere und in der Regel ärmere Zöglinge be 
stimmte Ackerbauschulen setzt Verfasser, dem vorhandenen Bedürfnisse voll 
kommen angemessen, in die Erhaltung und Erweiterung des in der Primair- 
Schule Erlernten, so wie in das „in die Hand gehen" des Unterrichts mit 
der Anwendung, und zeichnet hiernach den Wirkungskreis einer solchen An 
stalt und die Beschäftigung der Zöglinge derselben mit unverkennbarem 
Scharfblick in die eigenthümlichen Verhältnisse deS landwirthschaftlichen Le 
bens also: 
„Die Hauptbeschäftigung ist hier, zumal im Sommer, die Landwirth 
schaft. Im Winter müssen die Zöglinge solcher Anstalten mit zweckmäßi 
gen Arbeiten im Hause und mit Waldatbeiten bethätigt werden. Weil hier 
die praktische Beschäftigung vorherrschend ist, so wird die Ackerbauschule 
kaum mehr als der Aufsicht des Staats bedürfen, und sie wird doch auch 
dem ärmeren Zöglinge zugänglich. Zöglinge aus RrttungS- und Armen- 
Anstalten, welche sich nur dem Landbau widmen, sollten hier noch einige 
Jahre Arbeit erhalten. Söhne armer Aeltcrn oder Waisen, welche keiner 
Armenschule übergeben wurden, könnten hier noch die erforderliche Erzie 
hung zu einer selbstständigen Fortexistenz erhalten. Solche junge Leute von 
16—20 Jahren könnten Nahrung und Kleidung verdienen und, wohlgcklei- 
det und tüchtig zur Arbeit auS der Anstalt entlassen, überall ihr Brod finden, 
während sie, der Wohlthaten einer solchen Anstalt nicht theilhaftig, wegen 
Arbeitsunfähigkeit keine Anstellung finden, von einem Meister zum anderen 
1501 
lebhafte Worte, wie sie in großen Versammlungen oft durch den 
kleinsten Zufall herbeigeführt werden, um so leichter überhört werden moch 
ten, als man doch bald zur Erkenntniß gelangt, daß Mäßigung stets ein 
Element der Stärke ist. Meine Herren, Sie haben die in großen berathen 
den Versammlungen seltene Weisheit gezeigt, daß Sic sich in den selbst 
vorgeschriebenen Gränzen zu halten wußten und Beschlüsse faßten, die zwar 
noch erst bei der Regierung in nähere Untersuchung gezogen werden müssen, 
aber an sich schon durch das Gewicht Ihrer Stimmen sich genugsam der 
Beachtung empfehlen. Unter den Wünschen, die Sie ausgesprochen haben, 
sind manche, deren Erfüllung außer meinem Wirkungskreis liegt; dahin ge 
hören diejenigen, welche die ungesetzliche Uebung der Heilkunde «nd die 
Lücken der dagegen bestehenden Verordnungen betreffen. Daneben haben 
Sie aber auch andere Fragen angeregt, wobei die Abhülfe von 
mir ausgehen kann; es zerfallen dieselben in solche, die ich un 
mittelbar und persönlich entscheiden kann, und in solche, zu deren Lö 
sung die gesummte Verwaltung mitwirken muß. Diese letzteren werde ich 
im Minister-Rath zur Sprache bringen und dann, insofern sic dem Wohl 
der ärztlichen Körperschaft und dem dcS Gemeinwesens gleich förderlich 
scheinen, vor den drei gesetzgebenden Staatsgewalten zu vertreten bemüht 
sein. Sic wünschen die Ausdehnung gewisser wissenschaftlicher Zweige 
unserer Fakultäten. Ich halte mich um so mehr verpflichtet, in dieser Be 
ziehung Ihren Anträgen entgegen zu kommen, als ich darin eine Huldigung 
sehe, die Sie diesen großen Institutionen darbringen. Die Fakultäten 
haben bisher weder die Geschichte noch die Philosophie der Heilkunde ge 
lehrt; sie haben eben so sehr als Sie, meine Herren, bedauert, hierin zu 
rückbleiben zu müssen. Hätten die Professoren, die in Frankreich und Europa 
die Ehre der Wissenschaft vertreten, ihren Unterricht von dem vor 
geschriebenen Ziel entfernt und anderen Lehren zugewendet, die Uni- 
vrrsität würde sie auf den verlassenen Weg zurückgeführt haben. 
Die Lehrer sind gehalten, sich innerhalb der Gränzen der ihnen zugewiese 
nen Gegenstände zu bewegen. WaS würden Sie von einem Professor der 
Anatomie, der Chemie, der Physik sagen, der in die spekulativen Seiten die 
ser Wissenschaften einginge, in jene historischen Erinnerungen, die allerdings 
unentbehrlich sind für den Arzt, weil man eine Wissenschaft nur kennt, wenn 
man alle Phasen, die sie durchgemacht hat, vor dem Auge deS Geistes 
vorübergehen läßt, aber nimmermehr am rechten Platz beim Elemrntar- 
Nnterticht. Die Lehrstühle der Geschichte und Philosophie der Heilkunde 
haben bisher gefehlt; sic werden in dem Budget des öffentlichen Unter 
richts, das in wenigen Wochen auf das Büreau der Kammern niedergelegt 
werden soll, zum Vorschlag kommen. Eine weitere sehr ernste und dabei 
zarte Frage, welche Sie in Anregung gebracht haben, betrifft die Veteranen 
unserer Lehr-Anstalten, jene Professoren, die noch im hohen Alter einen 
durch lange Erfahrung geweihten Unterricht fortsetzen. Allerdings bietet sich 
hier Stoff zu reiflichem Nachdenken dar. Sic lassen den Wunsch laut 
werden, es möge in das Unterrichts - Gesetz ein Theil der Be- 
stimmuugen übergehen, welche der Staat zu Gunsten seiner Vertheidiger 
getroffen hat. Da das Gesetz diese Einrichtung gewollt, so ist sic wohl 
für die Armee angemessen und vortheilhast. Für die Genossenschaft der 
Lehrer werde ich sic nicht in Anwendung bringen. Ich werde nicht zuge 
ben, daß in der Zeit dcS vorgerückten Alters, wenn die Kräfte schwinden 
und die Stirn sich mit weißen Haaren bedeckt, die Lehrer aus einer ohne 
hin schon beengten Lage in eine noch beschränktere versetzt werden sollten. 
Ich werde darauf denken, alle Interessen zu schonen, die Achtung, welche 
der Staat dem Alter schuldig ist, mit den Rücksichten zu vereinigen, die er 
dem Unterricht der jungen Generation widmen muß. ES ist Sorge zu 
tragen, damit die Veteranen der Wissenschaft in Ruhestand gesetzt werden 
können, ohne daß sic an ihrem mäßigen Einkommen irgend etwas einzu 
büßen haben. Der Kongreß hat auch große allgemeine Fragen zur Ver 
handlung gebracht; ich will sie in wenig Worten bezeichnen: Sie haben die 
a e vom freien Unterricht, die von der Vereinigung aller Aerzte in eine 
„ ze Klasse, die von der öffentlichen Bewerbung, endlich die von der Zu 
ziehung nichtärzlicher Individuen in Sachen der Fakultät angeregt. Diese 
Fragen verdienten vom Kongreß untersucht zu werden; sie hätten 
allein schon hingereicht, seine Berathungen zu rechtfertigen. Die Regierung 
dcS Königs wird die betreffenden Ansichten und Vorschläge in Betrachtung 
ziehen und dem erkannten Bedürfniß zu genügen suchen. Die Körperschaft 
der Aerzte hat einen dreifachen Charakter; daraus eben bildet sich ihre feste 
Stellung im Gemeinwesen. Der Stand des Arztes ist zugleich für alle 
wesentlichen Interessen der Gesellschaft, wie für alle innersten Verhältnisse 
der Familien, von ganz besonderem Nutzen. Die Wissenschaft der Heil 
kunde hängt mit allen anderen unentbehrlichen Wissenschaften zusammen; 
jeder Fortschritt in den Kenntnissen kömmt ihr zu gut. Der Arzt hat aber 
auch dabei eine Sendung der Liebe zu erfüllen, und diese erhöht nothwendig 
seinen Charakter. Ja, meine Herren, Sie sind die Missionaire der Bruderliebe. 
umherschlendern und zuletzt als Arme den Gemeinden oder als Verbrecher 
dem Staate zur Versorgung anheimfallen." 
Den Schlußstein der höchsten landwirthschaftlichen Ausbildung findet 
der Verfasser 
e) in den akademischen landwirthschaftlichen Schulen, 
welche er treffend als die Central-Anstalten für die gesammtc landwirth 
schaftliche Bildung bezeichnet. Wir übergehen diesen Abschnitt der Denk 
schrift, weil der Verfasser, wenigstens zum größten Theile, den in den von 
den Vorstehern und Lehrern an den landwirthschaftlichen Instituten zu El- 
dena, Tharandt, Hohenheim und Jena über die Organisation solcher Spe 
zial-Hochschulen fast erschöpfend erörterten Ansichten beitiitt, und erlauben 
uns nur noch, darauf hinzuweisen, daß der Verfasser bei diesem Anlasse 
den Beruf der Chemie, in ihrer weiteren und nächsten Erweiterung der 
Landwirthschast einen neuen Standpunkt zu gewinnen, an zahlreichen und 
schlagenden Beispielen dargcthan hat. 
Im Rückblicke auf den Gesammt-Inhalt dieser lehrreichen Denkschrift 
fühlen wir uns gedrungen, auf die allseitige Zweckmäßigkeit der von dem 
Verfasser als für die einzelnen landwirthschaftlichen Erziehungs-Anstalten 
geeignet bezeichneten Lehrgegenständc und auf die in einem vorzüglichen 
Grade gelungene Durchführung des Grundgedankens dieser Arbeit, daß 
der Bauer, wie die Intelligenz der Theorie und der Praxis bereits ans 
klare Licht gestellt hat, für seinen Beruf ausgebildet werden müsse, 
aufmerksam zu machen und auch daran zu erinnern, daß gerade in der 
Ausbildung deS LandmanncS für sein Gewerbe ein souveraineS Heilmittel 
gegen die Verarmung liegt, und endlich, daß gleicher Weise in einem 
landwirthschastlich gehörig ausgebildeten Landvolkc, diesem Kerne der Bevöl 
kerung, daS stärkste Gegengewicht gegen die obwaltende gefährliche Richtung 
unserer Zeit, auf Zerstörung deS Mittelstandes, vielleicht allein zu suchen 
sein dürfte. 
Die vorliegende Schrift ist den landwirthschaftlichen Vereinen 
angelegentlichst zu empfehlen. — e. 
Jahrbuch dcS Vereins von Alterthumösrcuden im 
Rh ein laude. VH. Bonn, 1845. gr. 8. 
Der Verein von Freunden für die Erforschung und Kenntniß deS rö 
mischen Alterthums am Rhein setzt seine Arbeiten rüstig fort und hat in 
diesem Jahre schon ein zweites Heft seiner Denkschriften erscheinen lassen. 
Denn über das sechste Heft haben wir in Nr. 81 der diesjährigen A l l g. 
Preuß.Ztg. berichtet. Jetzt finden wir unter der Ucberschrift: Chorogra- 
phie und Geschichte, zuerst eine Abhandlung Herrn Müller'S über die Tha 
ten Cäsar'S bei Koblenz und eine I. Schneider'S über rin römisches Kastell 
bei Grevemacher an der Mosel. Die zweite Abtheilung „Monumente" 
enthält 1) eine sehr belehrende Nachwcisitng über die Sammlungen vater 
ländischer Alterthümer aus der vorrömischen und römischen Periode im Kö 
nigreiche der Niederlande von L. I. F. Janssen, ferner 2) die Aufsätze 
I. Schneider'S über ein römisches Grab-Monüment auS Kleve, 3) Schmidt'- 
über mehrere christliche Grabschriften aus dem vierten Jahrhundert im Mu 
seum zu Trier, 4) I. M. Wölfls über dir Der Sandraudiga, 5) Panofka'S 
über den SokrateSkopf auf der kölner Mosaik und 6) Welcker’S über den 
Sarkophag im Museum zu Köln, eines der bedeutendsten Stücke dieses Hef 
tes. Die Rubrik „Literatur" ist mit einer Kritik Schmidt'S über I. Schnei- 
So wie überall, wo moralische Schmerzen walten, ein Priester da sein muß, um 
Trost zuzusprechen, so muß aller Orten, wo sich physische Schmerzen zeigen, ein 
Arzt bereit sein, sie zu heilen. Dieser Gedanke wird der Regierung nach 
allen seinen Folgerungen stets gegenwärtig sein. Noch einen Wunsch de- 
Kongresses darf ich nicht vergessen. Sie möchten gern unsere ärztlichen 
VorbcreitungS-Schulen, wie unsere Armeen, über das Meer wandern sehen, 
um den neufranzosischcn Boden aufzusuchen. Gebiete, im Kriege erobert, 
sollen durch Civilisation erhalten werden. Sie sehen schon in Algerien 
eine französische Provinz. Ich hoffe, es wird bald dazu kommen, daß die 
Schulen dort universitätsmäßig eingerichtet werdeu können und daß sich 
alle unsere wissenschaftlichen Anstalten nach Afrika verbreiten. Der arabische 
Volksstamm ist nur durch Religion und Heilkunde erreichbar; die Religion 
trennt uns, die Heilkunde wird zur Annäherung führen. Eine Mrdizinal- 
Schule zu Algier wird von jungen Arabern besucht werden, und die 
von diesen gesammelten Schätze der Wissenschaft werden dann ins Volk 
übergehen." 
Die Direktoren der Bank von Frankreich habe» sich schon eini 
gemal über die Frage der Erhöhung ihres Diskontos auf 4£ pCt. 
berathen; bis jetzt ist eS indeß noch nicht zur Ausführung dieser 
Maßregel gekommen. 
Herr Terson, Herausgeber einer Monats-Revue, betitelt: „Die 
Rechte des Volkes", ist sammt den Druckherren Delanchy und Proux 
auf den 26. November vor das Assisengcricht der Seine geladen 
worden; sie sind angeklagt: 1) der Aufregung zum Haß und zur 
Verachtung der Königlichen Familie; 2) der Aufreizung zum Haß 
unter den verschiedenen Klaffen der Gesellschaft; 3) des Angriffs auf 
die Lehre vom Eigenthum; 4) der Anpreisung von Handlungen, die 
im peinlichen Gesetzbuch als Verbrechen bezeichnet sind. Der Ange 
klagte hat Herrn Ledru-Rollin zum Vertheidiger gewählt; der Ge 
neral-Advokat Jallon wird für die Regierung sprechen. 
Herr Granier de Caffaqnac hatte, als ehemaliger Redacteur der 
Presse, gegen den Verfasser und Drucker einer Broschüre „Käuf 
lichkeit der Presse", Klage erhoben, in der gesagt war: „Ein Artikel 
von Herrn Granier de Caffagnac für vier Couverts und sechs silberne 
Theelöffel." Als Verfasser wurde ein Schneidergesell H'lbey ermit 
telt, der auch vom Zuchtpolizeigericht zu 14 Tagen Gefängniß, der 
Drucker, Herr Bautruche, zu 200 Fr. Strafe verurtheilt worden ist, 
weil durch jene Veröffentlichung die Ehre und der gute Ruf des 
Herrn Granier de Caffagnac verletzt und auch der Drucker deshalb 
nach dem Gesetz in Anspruch zu nehmen sei. 
Der KricgS-Minister soll Befehl gegeben haben, noch zwei Re 
gimenter Verstärkung nach Algerien abzusenden. 
Der Siècle versichert, cs sei gewiß, das die Königin von 
England im nächsten Frühjahr einen Besuch in Paris abstatten 
werde. Im Schloß betrachte man die Absicht der Königin als 
sicher, und zu Versailles wie Trianon würden schon die Vorkehrungen 
dazu getroffen. Der König leite selbst diese Bauten und Einrich 
tungen, welche prachtvoll werden sollen. Die große Oper würde 
dann zu Versailles Gluck'S „Armide" aufführen. 
Die Schuld der jetzigen Geldverlegenheiten wirb von der Presse 
insbesondere auf die englischen Kapitalisten geschoben, die sich nur 
deshalb bei den französischen Bahnen betheiligt hätten, um sich ihre 
Gewinn-Prämien zu sichern. In Folge der großen zu dem Ende 
geschehenen Verkäufe seien die Actien so beträchtlich gefallen; da jene 
nun ihre Gelder dem französischen Geldmarkt entzögen, so wäre eS 
nur zu begreiflich, daß derselbe so bedrängt sei. Statt Vortheil habe 
man nur Nachtheil durch die Betheiligung der Engländer, indem ohne 
sie die jetzigen Verlegenheiten nicht in dem Grade vorhanden sein 
würden. 
Der Constitutionnel stimmt zwar der Ansicht der Presse 
bei, daß die Betheiligung der englischen Kapitalisten bei den fran 
zösischen Bahn-Unternehmungen und die Zurückziehung ihrer Kapita 
lien vom französischen Geldmarkt vornehmlich zu der jetzigen Krise 
beigetragen hätten, meint aber, daß auS alledem für Handel und 
Gewerbe nichts zu fürchte» sei. Wären die Actien auf der alten 
Höhe geblieben, so würden sich noch immer mehr Kapitalisten in diese 
Spéculation eingelassen haben, und der Handel hätte mehr darunter 
gelitten, als jetzt, wo die letzten Erfahrungen heilsame Folgen habe^ 
dcr's Werk: „Beiträge zur Geschichte dcS römischen Befestigung-Wesen-auf 
der linken Rheinscitc" ausgestattet. Die in der vierten Rubrik gesammelten 
„Mi'Scellen" bieten eine große Anzahl anziehender Bemerkungen über rhei 
nische Ocrtlichkeiten, unter denen wir besonders die Wcyden'S über die 
Brücke Konstantin'- in Köln und die numismatischen Bemerkungen von 
Kersch anmerken. Einen großen Theil dieses HefteS aber nehmen die Mosel- 
Gedichte des AusoniuS und des Venantius FortunatuS ein, die Ed. Böcking 
mit einem kritisch berichtigten lateinischen Text, einer geschmackvollen deut 
schen Ucbersetzung und einem Reichthume erklärender Anmerkungen versehen 
hat. Wir haben nicht untersuchen können, ob die vorliegenden Stücke ein 
Abdruck der von Böcking im Jahre 1828 besorgten Ausgabe sind, oder ob 
sic durch eine zweite Ueberarbcitung verbessert worden, freuen uns aber 
jedenfalls der Darbietung, die bei der Bekanntschaft dcS Herausgebers mit 
der Oertlichkeit der von jenen Dichtern besungenen Landschaften und Flüsse 
als ein schätzbares Hülfsmittel zur Erklärung deS AusoniuS und VenantiuS 
angesehen werden muß. Auch steht zu erwarten, daß gerade diese philolo 
gische Zugabe den Jahrbüchern in einem weiteren Kreise, namentlich indem 
der Schulmänner, einen besseren Eingang verschaffe» wird. 
Sechs lithographirte Tafeln sind zum besseren Verständniß der erläu 
terten Monumente diesem Hefte bcigegeben. I. 
Berliner Kalender 1846. Zwanzigster Jahrgang, mit sieben 
Stahlstichen. Verlag von C. Reimarus (Gropiussche Buch 
handlung in der Bauschule). 
In sehr gefälliger Ausstattung finden wir in diesem Jahrgange deS 
berliner Kalenders Kunst und Wissenschaft, Geschichte und Poesie, Dichtung 
und Wahrheit vereinigt. 
Unterstützt durch den ihm gewährten Zutritt zu dem hiesigen Geheimen 
Staats-Archive, ist es dem Meister biographischer Darstellung, Herrn von 
Varn Hagen, gelungen, uns über die auf Friedrich'- kl. Befehl veran 
laßte Gefangennehmung Voltaire'S in Frankfurt a. M. 1753 eine authen 
tische Darstellung zu geben. Von Dr. Melchior Meyer enthält der 
Kalender beherzigenSwerthe Worte über die Zukunft der deutschen 
Bühne, die bei dem gegenwärtigen Interesse dieser Zeit frage den Freun 
den dramatischer Kunst besonders willkommen sein wird. Für heitere Un 
terhaltung hat Th. Mügge durch eine geistreich erfundene Novelle: „Zwei 
Ehen", gesorgt. — Die von Sagert nach Zeichnungen von Biermänn aus 
geführten Stahlstiche landschaftlicher Scenen aus der Umgebung von Pots 
dam dürfen sich dem Besten, was England in diesem Fache geleistet hat, 
an die Seite stellen, und nicht minder ausgezeichnet ist eine Ansicht deS von 
dem Hof°Baumeistcr Schadow neugeschaffenen „weißen Saales" gez. von 
Waescmann, gest. von Schulin. Dem Kalender zu größtem Schmucke aber 
gereicht das in schmucklosem Liebreiz natürlicher Unbefangenheit alle Herzen 
gewinnende Bildniß Ihrer König!. Hoheit der Prinzessin Marie Luise 
Anna von Preußen, gez. von C. l'Allemand, gest. von Teichel. 
F. F.
	        

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