Full text: Gedichte

XXIII 
Ernst, in Wehmuth hingegossen, 
Schwieg der Jünger Trauerschaar, 
Weib und Kind, in Schmerz zerflossen, 
Standen an der Leichenbahr'. 
Ach! der Sänger, der gerungen 
Treu für Gott und Vaterland — 
Seine Saiten sind verklungen, 
Die er schlug mit Meisterhand! 
Der uns sang der Minne Sehnen 
Und des Helden Sturmesdrang, 
Und des Dulders stille Thränen 
Und des Glaubens Siegessang! — 
Mußt so früh den Tod Du finden, 
Lebensmuthig, liederreich? 
Wollten Dir die Schläf' umwinden 
Mit des Ruhmes Lorberzweig. — 
Nicht bei Menschen, nicht hienieden 
War Dein Hoffen, schön'res Loos 
Ist der Treue dort beschieden. 
Wo Du ruh'st in Gottes Schooß.
	        
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