Full text: Zeitungsausschnitte über Ludwig Emil Grimm

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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Z 7 
unser armes Land ganz zu Grund, und die wenigen 
Fabriken müssen stillstehn. Oie Landstraßen reichen 
nicht mehr hin, das einzige Mittel bleiben die Lisen- 
bahnen — Wir müssen nun abwarten, was die Land 
stände ausrichten. 
(2. Feb. 1844) 
* 
Ihre Meinung, daß Sie Höchstelt 0rts verleumdet 
wären, kann ich dach kaum glauben, das könnte ja 
doch nur, wenn es wahr wäre, von einem Geistlichen 
geschehen sein, das ist ja Kaum denkbar — denn 
wie könnte ein Geistlicher mit einem solchen Gewis 
sen ferner die Kanzel betreten? Bei mir dachte ich 
so, wenn Sie -einmal Ihre Wünsche *) unserm Freund 
Gottfried Scharf auseinander setzten, er als Frank 
furter Senator und Oberbürgermeister, der unsere 
Minister v. Steuber u. v. Motz persönlich u. durch 
Geschäfte kennt, ob durch seine Verwendung die Zache 
nicht schneller in Ordnung könnte gebracht werden. 
Der jetzige Vorstand des Ministeriums des Innern 
Herr vollmar ist vermöge seiner Stellung ungeheuer 
mit Geschäften überladen, ein Schreiben an ihn würde 
vermutlich gar nicht beantwortet werden. Herr voll 
mar ist ein äußerst rechtlicher, braver, gescheuter 
und noch junger Mann, aber still, kalt, hypchonder, 
wortkarg (und die Leute hier sagen, er sei ein 
Mystiker), er selbst mag sich in seiner Stellung nicht 
wohl fühlen, denn ich weiß gewiß, daß er schon 
3 mal um seine Entlassung gebeten hat. Wenn der 
M. v. Steuber oder v. Motz mit Ministerialrat voll 
mar sprechen, so könnte nach meiner Meinung da 
mehr durchgesetzt werden als auf allen andern We 
gen. Ueberlegen Sie sich die Sache u. schreiben Sie 
deshalb recht bald an Herrn Onkel Gottfried Scharf. 
Wenn man niemand hat, dem man sich mitteilen 
kann, so ist das Leben kein Leben. Meine Verheira 
tung wird wohl im Rpril geschehen, mit einer Tochter 
des hiesigen Gberkonsistorialrats Superintendent Ernst. 
Grüßen Sie doch freundlichst unsern alten Herrn 
Dr. Wagner, der Mann muß ja weit in 80 sein 
und viel erlebt haben, als ein Iunge von 8 Iahren^ 
erinnere ich mich noch, daß er alle Tage am Haus 
vorbeiritt in einem blauen dicken Winterrock und 
roten Kragen. 
(18. Feb. 1845) 
* 
Es sind hier einige Familien sbte vom besten 
Buchelöhl zu haben wünschten, das würden in allem 
16 Maas sein. Da der Mrüg Vau in der Nähe von 
Steinau ist, würden die Krüge leicht in Steinau zu 
bekommen sein, ich weis nicht, ob es nötig ist, 
daß die Krüge verpecht werden müssen, und Sie 
würden wohl jemand finden, der die Verpackung 
in einer dauerhaften Holzkiste übernähme und sie 
dann einem Fuhrmann hierher übergäbe unter meiner 
Rdresse Bellevue Straße Nr. 10 iin h. Eassel. 
(31. März 1845) 
*) pfr. vömel suchte eine bessere Stelle, die er 184T 
auch fand. 
(Duellen und Verzeichnisse znm Leben und zu den werken 
von Velrus Lolichius Secundus 
von Rüg u st heimpe 
halle'scher Biograph, halle 1809, Band VIII. S. 
133—180. Große Biographie von Kirchenrat Tzschir- 
ner mit Uebersetzung drr Magdeburg - Elegie. (II. 
halle). 
Wilken, Geschichte der Heidelberger Büchersamm- 
lung, Heidelberg 1817, S. 16/17. Kurze Erwähnung. 
(U. Heidelberg). 
Loreye's Theorie der Dichtkunst, Tübingen 1820 
ff. Band 2. S. 141 ff. Die Elegien I. 3. und I. 11. 
im Urtext. (LB. Stuttgart). 
Zeitsckrift für Studirende von Loose und Wald- 
Hauser, Passau 1823, heft 2. Nr. 10. S. 146—151.; 
heft 6. Nr. 34. $. 533.; heft 7. Nr. 38. S. 600—605. 
und Nr. 40. $. 632/637. Biographie und Ueber- 
setzungen von Eisenschmitt; siehe in Rbt. T. (St. 
München). 
Budik, Leben und Wirken der vorzüglichsten neu 
lateinischen Dichter, Wien 1828, Band III. S. 208— 
283. Große Biographie mit bibliographischen No 
tizen, Gedichten im Urtext und Uebersetzungen; siehe 
Rbt. G. (St. München). 
Schneider's Buchonia, Fulda 1829. Band IV. heft 
2. S. 93—136. Biographie von Bernstein. 
Zeitschrift für die Provinz Hanau, herausgegeben 
von Karl Rrnd, Verlag König, Hanau 1838 heft 
4. Nr. 15. S. 360. und 1839 heft 2. Nr. 8. S. 
181. Große und ausführliche Biographie von Bern 
stein, ganz auf Hagen aufgebaut, und mit bibliogra- 
l, Königslein im Taunus (15. Fortsetzung) 
phischen Rngaben, die unvollständig. Nicht immer 
ganz zuverlässig. (St. Frankfurt). 
Kastalia, Zeitschrift, 1839, soll eine Biographie von 
Dr. Kilian Wolf nach Bernstein enthalten. Unbe 
kannt. 
Foerstemann, Rlbum academiae vitenbergensis, 
Leipzig 1841, S. 232, Rnno MVXLVI. 14. Maij: 
Petrus Loticius Secundus ex Schluchten franciae op- 
pido (U. Marburg). 
Programm des Iohanneums, Hamburg 1847, vom 
Direktor u. Professor Friedrich Karl Kraft, S. 1—68. 
Biographie mit vielen biographischen Rngaben über 
den Lotichiuskreis, sprach- und schulwissenschaftlichen 
Anmerkungen, Rbdrucken von 20 in der Staatsbib 
liothek Hamburg in Driginal-Copien liegenden Brie 
fen des Dichters an den Rbtoheim, den Bruder Chri 
stian, Tamerar, Eracovius, den Leibarzt Lang u. a.. 
sowie Rbdrucken einiger Gedichte im Urtext. Rlles 
in Latein. Nicht selten. (U. Tübingen u. v. a.) 
häußer, Geschichte der rheinischen pfaltz, Heidelberg 
1856. Ceil I. S. 641. und (peil II, S. 67- Kurze Er 
wähnungen. (U. Heidelberg). 
Llassen, Iacob Micyll, Frankfurt 1859, S. 152. 
155. 176. 180. 191. Erwähnungen. (St. Frankfurt, 
U. Heidelberg). 
Hautz, Geschichte der Universität Heidelberg, Mann 
heim 1864, Band I. S. 73. 435. und Band II. $. 
10. 213. 47. 54. und für den Lotichius-Kreis S. 
5—73. (U. Heidelberg). 
...... historia academiae heidelbergensis, S- 
139—141. Biographie. (U. Heidelberg). 
Festschrift zur Feier des 200 jähr. Bestehens des 
Gymnasiums Hanau, Programm der Realschule von 
1865. S. 22. Dr. Karl piderit. Erwähnung. (Gesch. 
Verein Hanau). 
Guilelmus Henkel, Petrus Lotichus secundus soli- 
tariensis, Rcademiae heidelbergensis olim decus. Hers 
feld 1873. Biographie mit bibliographischen Notizen 
und Rbdruck von Gedichten und Fragmenten im 
Urtext. Rlles in Latein. (U. Heidelberg). 
Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und 
Landeskunde, Kassel 1877. Band VII. S. 244. In 
„Geschichte des Klosters Schluechtern" von Pfarrer 
I. Rullmann: Die Familie Lotichius '(Gesch. verein 
Hanau). 
Mitteilungen des Hanauer Bezirksvereins für hes- 
siscke Geschichte und Landeskunde, Nr. 5. Hanau 
1876. Rbt. IV. 2. Kap. S. 125—129. Biographie 
von Pfarrer I. Rullmann. (Gesch Verein Hanau). 
Rllgemeine Konservative Monatsschrift von Na- 
thusius und Dertzen, Leipzig 1882. Rpril/Iuni-Heft 
S. 433. und Iuli/Vez.-Heft S- 23. und 98. Biographie 
mit Uebersetzung der Elegie I. 4. von Rugust Lbrard, 
welcher im nächsten Iahre in 'Buchform herausgab 
das folgende: > 
Rugust Lbrard, Peter Lotich der Iüngere, Güters 
loh 1883. Die beste große «Biographie neuerer Zeit, 
aber nicht unbedingt zuverlässig, da er hagen'sche 
Fehler übernommen hat. Dabei gute ^Uebersetzungen 
von 25 Gedichten (Siehe Rbt. G.). (St. Berlin, St.. 
Frankfurt, U. Heidelberg, Leipzig). 
Otto Müller, Der Professor von Heidelberg, ein 
Dichterleben. Biographischer Roman. Stuttgart 1870 
in 8 und 1881 in «klein 8. Siehe in Rbt. T. 44.. Mit 
Porträt des Dichters nach houbraken «verkleinert. 
(U. Heidelberg, Leipzig). 
Toepke, Matrikel der Universität Heidelberg, Hei 
delberg o. I. Teil II. S. 10.: „1557. 21. Rprtlis, 
Petrus Lotichius Secundus Solitariensis, philosophiae 
ac medicinae doctor". (U. Heidelberg). 
Karl Goedecke, Grundriß zur Geschichte der deut 
schen Dichtung, Dresden 1886. II. Ruflage II. Band. 
S. 102/103. Kurze Biographie mit einigen bibliogra 
phischen Rngaben. (U. Heidelberg). 
Winkelmann, Urkundenbuch der Universität Heidel 
berg, Heidelberg 1886. Inhaltsangabe von einigen in 
der Staatsbibliothek München Handschriften-Samm- 
lung unter Lameraria - Neustetter - Briefe liegenden 
Brief-Manuscripte des Dichters an Neustetter. >(U. 
Heidelberg). 
... . . Bibliographie der deutschen Universitä 
ten. Teil II. Nr. 7579. 'S. 409. 
Kreisblatt Schlüchtern vom 12. 6. 1886. Nr. 46. 
Kurze Biographie und Uebersetzung der Rcis-Ode. 
vidaskalia, Unterhaltungsblatt Frankfurt a. M. 
vom 24. 5. 1886. Nr. 120. Kurze Biographie von 
Gustav waltz mit Gedichtfragmenten in «deutscher 
Uebersetzung. V. 
Iulius Caesar, Latalogus studiosorum scholae Mar- 
purgensis, Marburg 1875/1887. Teil I. Rnno XLIIII. 
'S. 18. Rnfangs 1544: „Petrus Loticius Solitariensis , 
und in Teil II. Rnno 1560. S. 45.: „Petrus Lotichius 
Secundus zum Professor ernannt, starb vor seinem 
Rnzug in Marburg." (U. Marburg).*) 
Hessenland, Kassel 1888. heft 16/18. 5. 245. 260. 
276. Große Biographie von F. W. Iunghans. 
Christliche Welt, Marburg 1899. Nr. >41. S. 974/ 
977. Biographie von Fr. Mich. Schiele mit Ueber 
setzungen. 
Blätter für Handel, Gewerbe und soziales Leben, 
Magdeburg vom 20. Mai 1902. Kurze Biographie 
von Fr. Mich. Schiele mit «Gedichtsragment Lieg. 
II. 4. in deutscher Sprache. 
Rugust heimpel, Stammbuch der Lotichier «aus 
Schlüchtern, Frankfurt 1902. Biographie mit Ueber- 
setzungsproben von Opitz, Köstlin, Bernstein, «Lbrard, 
Schiele u. a. (St. Frankfurt, München, U. Heidel 
berg, Leipzig). Mit Nachtrag 1911. (dieselben). Mit 
Merian und houbraken Porträt in Lichtdruck; siehe 
weiter hinten bei Porträts. 
Friedr. Michael Schiele, Deutsche Dichter von 
Luther bis Klopstock, Leipzig 1907, S. 371 ff.; auch 
als Schulausgabe der „Deutsche Bibliothek" Berlin 
o. I. S. 116/119. Kurze Biographie mit Uebersetzun 
gen (siehe in Rbt. G.). 
...... Reformation des Klosters Schlüchtern, 
Tübingen 1906. Seite 52. 102.-105. 109 ff. 138. 
Sokrates, Zeitschrift für Gymnasiumswesen, Berlin 
1913, heft 1. S. 17—23. Biographie von Fr. heuß- 
ner. Rbdruck mit Porträt in „Unsere Heimat" 
Schlüchtern 1914. Nr. 1. 
hanauische Magazin, Hanau 1925, Nr. 9. Bio 
graphie von Rugust heimpel. (Gesch. Verein Hanau). 
Carl heiler, Gedichte des Humanisten Petrus Loti 
chius Secundus, als heft 15. der „Lateinische Ouel- 
len des Mittelalters", Frankfurt 1926, mit Biogra 
phie und Rbdruck von 17 Gedichten im Urtext. 
(St. Berlin). Schulausgabe zum Gebrauch« «in den 
Gberklafsen der Gymnasien. 
F. w. T. Hunger, Charles de V Escluse (Carolus 
Clufius) Nederlandsch Kundkundige 1526—1609. 
s’ Gravenhage 1927. (In holl. Sprache. St. B. Ber 
lin). Sehr häufige Erwähnung des Clufius eng be 
freundeten Lotichius. 
Karl R. Siegel, in „Religiöse Dichtungen Crato 
von Crafftsheims" im Correspondenzblatt des Ver 
eins für Geschichte der evangelischen Kirche Schle 
siens. Band XIX. heft 2. 1928. S. 119—125. Kurze 
Erwähnungen. 
Es sind ferner zu nennen: Thuanus in hist, tres 
temp., Ian Broukhusen, Baillet, Ianus Gruterus. 
Leyser u. a., welche in der Burmanniana Teil II 
angegeben werden. In Knod, Deutsche Studenten in 
Bologna findet sich der Eintrag von Rndreas Stibar, 
aber kein Lotichius-Eintrag. 
(Fortsetzung folgt) 
*) Diese Angabe ist nicht korrekt, denn nach seinem, dem 
posthius auf dem Sterbebett diktierten Brief vom 2. No 
vember 1560 an Neustetter hat der Dichter die Professur in 
Marburg abgelehnt „wegen zu geringen Gehalts". Lin 
zweiter, wahrscheinlich der Hauptgrund, war sein schlechter 
Gesundheitszustand, den er als geschickter Arzt wohl erkannt 
haben dürfte, wenn er ihn Neustetter seines alten Abtoheims 
und des Bruders Christian wegen, die miteinander in Brief 
wechsel standen, auch verschwieg. Er starb 5 Tage nach Ab- 
sendung des Briefes an Neustetter.
	        

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