Full text: Zeitungsausschnitte über Ludwig Emil Grimm

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. Z 7 
Seite 148 ZAGZSZZZssZZZIHHHZGHSAZZ Unsere 
Uebers. von S ... n. (St. Berlin, München), die 
Elegie an die „Wälder am Ufer der Elbe", im Lands 
knechtslager ged., Eleg. I. 8. 
1809. h. G. Tzschirner, Kirchenrat, Meißen, im 
halle'schen Biographen 1809. VIII. 5. 176- (U. B. 
Halle), die Elegie über die „weißsagnng der Zer 
störung Magdeburgs". Lieg. II. 4. lindere Ueber- 
setzungen Tzschirners sind verloren gegangen. 
1827. Dr. 3. G. E. Bernstein, Lehrer Schlüch 
tern, in der „Zris", Unterhaltungsblatt, Frankfurt 
1827. Nr. 151. vom 31. 7. 1827. die „Acis-Ode". 
Earm. I. 11. (St. Frankfurt). 
1823. Eisenschmitt in der „Zeitschrift für Studi- 
rende" von Loose und Waldhauser, Passau 1823, 
heft 2. S. 146. die Elegie an Michael Beuther 
„während der Krankheit" Eleg. I. 6., in heft 6. S. 
533 die Gde an Wilhelm Uuger Earm. III. J4- 
und in heft 7. S. 600 die Elegie „5luf den Tod 
Melanchthcns" Eleg. IV. 4- (St. München). 
1826. L. G. Köftlin in „Des Petrus Lotichius 
secundus Elegien", Halle 1826 (St. Berlin, U. Hei 
delberg, München, Leipzig, L. B. Wiesbaden, sehr 
häufig), die sämtlichen Elegien libri I., II., III., IV., 
wie sie die voegelin'schen Ausgaben, die Vulgata, 
hagiana u. a. brachten, sodaß die von Bu.rmann.-in 
Ober II. dazugesetzten Elegien 13., 14., 15. nicht 
dabei sind, auch nicht über V. Uebersetzt ausnahms 
los in deutsche Herameter und Pentameter, bei denen 
die Trochäen ausgeschlossen wurden. 
1828. Peter Budik in Budik, „Leben und wirken 
der vorzüglichsten neulateinifchen Dichter" III. Band, 
Wien 1828, S. 208 — 283. (St. München), die 
Elegien I. 9., II. 4. 6. 12., III. 2. 4. 8. 9.. V. 1. 
4. 9 und die Earm. I. 6. 9., ferner Fragmente der 
Eleg. I. 6. 11., II. 4. 6- 8. 15.. III. 7, 8., IV. 2. 
V. 12. (in Abt. E. nachzulesen). 
1847. 3. 3. Keller in „Beschreibung und Erklärung 
einiger Denkmünzen und merkwürdigen Franken u. 
s. w." Archiv des hist. Vereins f. Unterfranken und 
Äschaffenburg, Band 9., heft 2. Würzburg 1847, 
5. 1—99. Darin in der biogr. Notiz S. 5—18 über 
Daniel Stibar von Nabeneck. Übersetzungen mehrerer 
Fragmente von Lotichius Gedichten. 
1847 48. Thristoterpe, Die Elegie auf den Tod 
Melanchthons, Eleg. IV. 4- 
1866. h. 3. p. von Bayer in „Gedichte einiger 
jetzt größtenteils vergessener, neulatünischer Dichter" 
mit beigefügter deutscher Uebersetzung, München 
1866. S. 67. die Elegie V. 1. „Die Nachtigall". 
1882. Franz Binhack in „Eigenes und Fremdes" 
Arnberg 1882, S. 65., „Das Testament des vergif 
teten". Lieg. III. 9. (St München), ferner in „Dichter 
stimmen" im Programm der Studienanstalt Eichstätt 
OODHOGEGOGEOEODEOGDHOGDO Nr. 11/18- 
1875/76 S. 8—11 (St. München), Fragmente von 
Eleg. II. 11., V. 12 und 18, Earm. I. 11, II- 
16, mit besonderen Titeln. 
1883. August Ebrard in „Peter Lotich der Jün 
gere", Gütersloh 1883, am Schluffe einer ausführli 
chen, aber nicht immer ganz zutreffenden Lebensbe 
schreibung 25 der schönsten Elegien und Earmina 
in guter Uebersetzung und schönen Versen, (vergl. in 
Abt. E.) (St. Berlin, U. Heidelberg, Leipzig). Die 
Elegie I. 4. schon in der „Allgemeinen Konservativen 
Monatsschrift" von Nathusius und Gertzen, Leipzig 
April/3uni 1882. S. 433. 
1886. 3m Schlüchterner Kreisblatt vom 12. 6. 
1886. die „Acis-Gde". 
1886. 3n „hessische Morgenzeitung" vom 21. 5. 
1886 N. 234. das Gedicht an Ulrich von Huttens 
Grab. Earm. II. 16. 
1899. Friedr. M. Schiele in der „Ehristlichen 
Welt" Marburg 1899. Nr. 41. S. 974. das Weih 
nachtslied Earm. II. 4., „An Jesus Thristus" Earm. 
I. 18. und viburn der 3aeger, Lcloga 2. 
1902. Derselbe in „Blätter für Handel, Gewerbe 
und soziales Leben" Magdeburg 20. Mai 1902. Nr. 
20.: Die weißsagung der Zerstörung Magdeburgs, 
Eleg. II. 4. 
1910. Derselbe in „Deutsche Dichter von Luther 
bis Klopstcck", Leipzig 1907^ und im Band III. der 
„Deutsche Bibliothek" Berlin (Union) o. 3. S. 116— 
119: An Nondolet, die sterbende Braut, Eleg. III. 
3. und „Seufzer und Tränen" Earm. II. 18, sowie 
nochmals das Weihnachtslied, viburn der Iaeger und 
die älteste Uebersetzung der Magdeburg Elegie, die 
angeblich von Lotichius selbst stammen soll, aber 
kaum stammt,' es existiert sonst keine Spur eines 
deutschen Gedichtes aus Lotichius' Feder. 
1928. Derselbe in „Die (Quelle" Berlin 1928 Nr. 
36 das Weihnachtslied Tarm. II. 4- 
1928. Derselbe in „Unsere Heimat" Schlüchtern 
1928. heft 11/12. „An Jesus Thristus", Tarm. 1.18. 
1923/4. Karl heiler in „hanauisches Magazin" 
1923/4. Nr. 1/2. An Huttens Grab, Tarm. II. 16. 
1928. Anton Englert in „Unsere Heimat" Schlüch 
tern 1928 fortlaufend von Nr. 3/4 an die Gedichte: 
Eleg. I. 4. 11., II. 3. 9. 12., III. 3. 5. 9., V. 4. 
12., und die Earm. I. 11. 16. 30., II. 1. 14. 16. 
18., III. 8. 32. Englert gibt aber die Friedemann'- 
schen Nummern, nicht die Nummern der Burmanniana 
an (siehe D. 1840). 
Derselbe in der Lotichius-Gedächtnis-Nummer im 
„hanauischem Magazin" 1928. Nr. 11. die Eleg. 
I. 11, II. 9., III. 5., und die Earm. I. 30., II. 1 , 
III. 8. 
(Fortsetzung folgt) 
Die Pfarrsamitie Nichter (t673~l??5) 
(Fortsetzung) 
1710. 5ten Aug., so Dienstag war, Morgens 
zwischen 1 und 2 Uhr hat Gott der Herr mich und 
meine Frau mit einem jungen Wohlgestalten Sohne 
gesegnet und darauf den 7 ten Aug., so Donnerstag, 
in meinem Haus, weil der Herr Pfarrer Geister nicht 
hier war, durch Herr E o n r e c t o r Petri die hei 
lige Taufe empfangen. Taufpathe war der wohl- 
edle, hochachtbare, hochfürstl. hessische wolbestellte 
Oberförster zu Spangenberg, Herr Johann Neinhard 
Kesenberg und dessen Frau Eheliebste, an deren Stelle 
mein junger Herr Schwager 3oh. Lhristoph 3acobi 
dieses hl. Werk abgestattet und ist dem Kind der 
Name Johann Neinhard erteilt worden. Der Herr 
unser Gott wohne bei und in ihm mit seiner Gnade 
17/iB Unsere Heimat s ‘«' 149 
und hl. Geist, daß es aufwachse zu Gottes Ehr und 
zunehme an Weisheit, Alter, verstand bei Gott und 
ben Menschen. Amen! 
Ao 1713, den 22. 3uni ist meine älteste Tochter 
Eharlotte Marie mit Tit. Herrn Henrich von den 
Treutzen, des weiland hochgeehrtesten Herrn Abra 
ham von den Treutzen, gewesener Stadtkapitän 
in der Neustadt Hanau, hinterlassener einiger 
und ehelicher Sohn in der Klosterkirche in 
Schlüchtern durch Herrn Pfarrer Geisler 
priefterlich copuliert worden. Gott der Herr verleihe 
ihnen Glück, Gnad und reichen Segen, daß sie in 
allem Guten lang und heyliglich zu Gottes Ehr und 
ihnen zur Seligkeit bei einander leben mögen in Liebe - 
und Einigkeit, so wünsche und bitte ich Gott von her 
zen über meine Kinder. Amen! 
Bis hierher rühren die Aufzeichnungen von Ober 
pfarrer 3oh. Engelbert Nichter. Sein Sohn Johann 
Daniel Nichter, geb. 6. 1. 1703, gest. 17. 6. 
1779 als Pfarrer in G b e r - E a l b a ch setzte sie 
nach dem Tode des Vaters fort. 
II'. 
Ao 1717, 27. Februario ist mein Vater selig 
Zestorben und daraus den 2 ten Martii in der 
Pfarrkirchen bei dem dänischen Stuhl begraben 
worden. Der Leichtext ist gewesen aus dem 84 ten 
Psalm die zwei letzten Vers oder der 12. und 13te 
Vers, was sein Alter anbelangt, so ist er alt gewesen 
43 3ahr 7 Monat 6 Tag. Die Leichpredigt hat ge 
halten sein Eollege, Herr Pfarrer Geisler, die 
parentation sein liebwerter Freund Herr Pfarrer 
Schlemmer von G u n d h e l m, welches er noch 
vor feinem Ende begehrt und es ist anmerklich, daß 
dieser Mann meinem Vater und ich sein Sohn wieder 
dem Herrn Pfarrer Schlemmer die parentation habe 
halten müssen. 
Ao 1723, 14. September ist meine Schwester hen- 
nerjeta Margreta mit dem wolehrw. und wohlge 
lehrten Herrn Pfarrer Wissenbach (Georg Wilhelm) 
von Obermeisen, des wohlehrw. hen. Wissenbach 
Sohn in der Kirche zu Steinau durch Herrn Pfar 
rer Ammon eopuliret worden, Gott verleihe Glück, 
Gnad und reichen Segen, daß sie lang und vergnügt 
bei einander leben mögen, welches ihnen ihr zweiter 
Bruder von herzen wünscht. 
3oh. Daniel Nichter bringt dann seine Lebensge 
schichte. 
Ao. dni 1703, 6. Ianuarii geboren, petter gewe 
sen der hochedel, gestrenge Herr 3oh. Daniel herpfer, 
hochgrfl. hanaüischer Neg.- und Lonsistorialrat, wie 
auch Professor. Meine Fundamenta habe gelegt zu 
Schlichtern, sowohl zur Zeit des Vaters Leben, 
als nach dessen Tod. 1717 bin unter Herrn Nector 
Wißen bach ad l. p. promoviret worden. 1719 
bin ich nach Zerbst auf dasiges Gymnasium gereiset 
und meine studia unter Herrn Dr. von Bashuy- 
s-en anderthalb Jahr fortgesetzt. 1721 bin nach Bre- 
tvv "li'mnft und Schumacher 
men 
meine 
n anderthalb 3ayr . 
n gereist, allwo hr. Dr. Jüngst und Schumacher 
...Ane Lehrmeister gewesen, habe allda eine herrliche 
Tondition gehabt bei Herrn Dr. und Professor Meier, 
der mir die Aufsicht über seinen einzigen Sohn gege 
ben und dagegen in Allem frei gehalten, 1723 bin 
von da weggereist und informator bei Herrn Pfarrer 
Keller in Wenings geworden. Da verblieb anderthalb 
mmriiiK aewesen ein halb jähr 
bei Herrn Pfarrer Schlemmer zu G und Helm. 
1726, 24. April bin zu Hanau examinirt worben, 
text injust. war Nöm. 8 vers 2, den 5. Juni ordinieret 
und daraus pfarrdienst zu Nüdigheim, wohin von 
dem Admiral von Maltha fürstl. Gnaden von Nessel- 
rath praesentiret, von dem Herrn Grafen Jo 
hann Neinhard zu Hanau confirmiret und den 
15. 3ulii allda die Antrittspredigt geha'ten und kurz 
darauf nebst Haltung vorgesch.iebenen Textes 1. Tor. 
4. 1., 2. von Herrn Neg. Nat König und Herrn In 
spector Grimm der Gemeinde praesentiret wor 
den. Den 22. Februar 1730 habe im Namen Ihrer 
hochfürstl. Durchlaucht za Hessen-Tass.l von dem hoch 
grfl. hanauischen consistorio auf die Pfarre! Ober- 
calbach und den 17ten Maerz von dem hochfürstl'. 
Hess. Kasselischen concistorio auf das dazugehörige 
Filial Heubach, die gnädigste vocation bekommen, 
welche angenommen, den 2. April zu Nüdigheim 
Abschied bei der Gemeinde genommen und den 9 ten 
hujus auf das Osterfest Antritt bei der neuen Ge 
meinde Ober Lalbach getan. 
Den 5. Maerz 1730 habe mich mit Herrn Johann 
Jacob Jüngst von Herborn ehelichen Tochter mit 
consens ihrer Eltern und nahen Anverwandten in ein 
christlich Eheverlöbniß eingelassen und den 15 ten 
Juni 1730 zu Hanau in Herrn Pfarrer Jüngst Haus 
copuliren lassen und zwar von gedachtem Herrn Pfar 
rer Jüngst als meines Herrn Schwiegervaters Bruder. 
Den 26. Januar 1740 habe das Filial Uet- 
richsHausen von Königl. hochfürstl. consistorio zu 
Tassel zur hiesigen Pfarrei bekommen. 
Den 12. August 1702 morgens zwischen 4 und 5 
Uhr ist meine Frau Anna Margaretha in Herborn 
geboren. Der Vater ist der ehrsame Johann Jacob 
Jüngst, die Mutter Eatharina eine geb. Spetin. Der 
hierzu erbetene Taufzeuge ist gewesen seines Bruders 
Herrn Dr. Jüngsten von Bremen Lheliebste, welche 
ihr die Namen Anna Margaretha mitgeteilt. 
Ao 1731, den 20 ten Juni Nachts zwischen 11 und 
12 Uhr hat der liebe Gott mich und meine Hausfrau 
mit einem Wohlgestalten Söhnlein gesegnet und fol 
genden Sonntags als Johanni'den 24 ten hujus in 
hiesiger Kirch von Herrn Nector Scherer aus 
Schlüchtern getauft worden. Der Tauszeuge, so 
darzu ernannt war mein Herr Schwiegervater 3oh. 
Jacob Jüngst, weil aber die Entlegenheit des Grts 
Ursache war nicht selbst zu erscheinen, hat dessen 
jüngster Sohn Johann Godfried, ist mein lieber 
Schwager, da er damals hier gewesen, diesen vices 
vertreten und ist diesem meinem Söhnlein der Name 
Johann Jacob gegeben worden. Gott gebe ihm seine 
Gnade, Segen und heiligen Geist, daß es in allem 
Guten zu Gottes hohen Namens Ehre aufwachsen 
und zunehmen möge. Amen! 
Ao 1735, den 20. April Nachts 10 Uhr hat der 
große Gott mich und meine ehrliche Hausfrau mit 
einem jungen Sohn erfreut, son den 25 ten May er 
getauft worden. Gevatter war der Herr Pfarrer 
Schlemmer und seine Liebste, so dem Kind den Namen 
Ehristian Engelberth mitgeteilt. Der liebe Gott lasse 
dieses liebe Kind fromm und groß werden zu seinem 
preiß und zum Besten des Kindes. 
Ao 1742, den 25. October Nachts um 12 Uhr 
ist mein Schwiegervater Johann Jacob Jüngst zu 
berborn im Herrn entschlafen, sein erwählter Leich-
	        

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