Volltext: Zeitungsausschnitte über Wilhelm Grimm

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... senthals Drama „Düveke^ darf nack bor 
^>ost-Z. aus volmschen Gründen nicht mehr aufgefübrt m//' 
den; das Verbot erstreckt sich auf die ganze MonaD «L 
Magd. Ztg. schreibt man darüber: „Denken ©ie ludbMAiS*? 
*r vom Verfasser der „Deborah", Lenn Sie hören HM Kn 
neues Stück „Döveke" auf höheren Befehl vom BÜratdeat«? 
auf welchem es einmal mit Beifall gegebenTurfÄS 
worden, lst. Er ist so wenig ein Wühler wie Miche PeUn 
em Swon und war gewiß am allermeisten betroffen $£ 2 
hörte, sein Schauspiel enthalte staatsgefährliche Dinge Wohl 
fühlend, daß die „Düveke" seiner Fabrik nicht dK allberau. 
bernde Wirkung ausüben werde wie das historische 
Mnal. setzte er dem faden Gerüchte etwas polstisch?s 
«ewüri bei. wie daö Publikum es beutzutase Ij?b. 
jß »uu7'L 
ÄWÄMSTt ^uklragt. 'HÜLM°°M«ei.-mng der AriiLie 
M-Lle &&SSr&e* & st 
wiuivmmui uvt/vipv« w v*v. v^v »vuivw- uwu) UU |Cll£Ul TIPCTIC 
nicht versucht, den Thron umzustoßen oder den Kaiserstaat aus 
einander zu reihen, das Publikum ging ruhig nach Hause, un. 
erschüttert ln feinet L°,«t. Doch die Poll,ei «KJ 
lick feinere Sinne als der beschränkte Unterthan: es könnte 
doch einmal Jemand auf den Einfall gerathen, daß unter 
Schweden in dem Schauspiele eigentlich Ungarn, unter den 
Handfesten die Constitution zu verstehen sei, und dem must 
vorgebeugt werden. Zum Beweise jedoch, daß gegen die m. 
verlässige Gesinnung des Herrn Mosenthal kein Zweifel er 
wacht sei, und zur Ent chädigung für die verlorene Tantieme 
wurde der dichtende Ministerialbeamte - befördert'" 
Preßburg, 17. Dezember. Die hier tagende Vertrauens- 
Kommission für das Gememdegcsctz hat nach der amtlichen 
Mittheilung durch das Ausscheiden einiger Mitglieder und 
den Eintritt andercr eine wesentliche Modtfication erfahren 
Daö Pesti Kaplo bringt nun die Namen der auSgeschie.' 
denen Mitglieder. Von den ursprünglich ernannten18 
Vertrauensmännern find 10 ausgetreten! Zu besserem Ver- 
ständniß füg n wir noch hinzu: Die Vertrauenökommission 
war am 12. d. M. zusammengetreten. ES trat jedoch alö- 
bald ein unüberwindliches Hinderniß der Berathung ent 
gegen. ES ging nämlich aus der Mitte der Vertrauens- 
hfl* SHtl+VAA HrtV Sil« .. 
,*vup au«- uetnen, aber äußerst rührigen Pc 
chrheit, Recht und Gemeinwohl zu überwältige«. 
dem Kriegs-Departement stehen die umfassend 
sten und verschiedenartigsten Veränderungen bevor. Es 
handelt fick dabei angeblich nicht allein um die früher ge 
meldeten Modifikationen in der Uniformirung verschiedener 
Truppenkörper, sondern um tiefgehende wesentliche Reorga 
nisation einzelner Waffengattungen. Sicher scheint eö za 
sein, daß der letzte italienische Feldzug nicht ohne Einfluß 
darauf ist. Der Kaiser selbst arbeitet an einem neuen Sv- 
steme der Armee-Reserve-Aufstellungen; General Lebocuf, 
der zum Kaiser!. Adjutanten ernannt wurde, ist mit einer 
Vorlage über ganz bedeutende Erwogt..-- *--- " "" 
hpnuf rn/ ' 4 ‘ 
... .vutvt, iji niu erne» 
Erweiterung der Artillerie 
^were Kavallerie, die we- 
Geschütze und der sehr 
.fen sich immer unzweck- 
. narr reoucttt werden. Außerdem ist Mar 
schall Randon mit einer neum bequemeren Eintheilung in 
seinem Ministerium beschäftigt. Es sollen mehrere neue 
Unter-Divifionen und ein General-Secretariat geschafft 
werden. 
.. Tragweite der Geschütz 
vervollkommneten Präcifionö - Waffen fich 
mäßiger erweist, stark reducirt werden. 
skN/,N ^— " ■ 
— Vorgestern ist am Appellhofe ein Prozeß Migeon 
verhandelt worden. In erster Instanz hatte Frau Migeon,. 
die von ihrem Manne geschieden fein will, Recht bekom 
men. Migeon, der auch von seiner Frau geschieden sein 
will, hatte appeüirt. Jules Favre vertrat den Mann, 
Benyer die Frau. Die Verhandlungen dürfen nicht,ver 
öffentlicht werden, weil fich die Vertheidiger politische 
Anspielungen erlaubt hatten. Migeon ist bekanntlich we 
gen Anmaaßung deö Adelstitels und wegen Gebrauchs 
falscher Ehrenzeichen auö dem gesetzgebenden Körper, dessen 
Mitglied er war, ausgeschieden worden. 
— Seit einiger Zeit bricht hier sehr häufig Feuer aus;, 
am vorigen Montag allein geschah dies in einigen zwanzig 
Häusern. In den meisten Fällen ist das übermäßige Nieder 
reißen der ältern Gebäude und das Ausbauen neuer präcyti- 
i 8? r Häuser Schuld daran. Die Wohnungen finden der hohen 
^ tu Preise wegen keine Miether, weshalb die Besitzer sie durch ■ 
»vh~- S^TTetior vor der BerathMlg m emer ^ fcü nil e Bretterwände oder auf andere Weise in mehrere klei- 
m^nner der Antrag yervv' ungarischen RetchSstände nere theilen. Dann aber müsien sie auch neue Kamine an- 
Adresse den Kaffer re v einberufen zu siegen, und dies geschieht selten mit der nöthigen Sicherheit. 
^ Berathung defimtrver Geme^noenu ^immig ür Daher kommt es, daß bei der i**«.- * * 
SottoT Die !«.«"—" f. Wufis Seuet «ui 
Bitte, nur wollte— Großbritannien und Irland. 
London, 21. Dezember. 
Die limes bringt heute einen Leitartikel über den 
marokkanischen Krieg. „Die spanische Expedition gegen 
Marokko," sagt sie, „ist nichts mehr, noch weniger als daö 
Beispiel einer Invasion, d. h. ganz dieselbe Sache, gegen 
welche wir jetzt außerordentliche Vorsichtömaaßregeln er- 
-! greisen. Spanien hat eine große Streitmacht über eine 
^ mitaetdeitten Denkschrift wegen der schmale Meerenge tranöportirt und fich auf maurischem 
<m die Kongreß-Mach Provinzen hat, wie aus Bern,; Gebiete festgesetzt. Wenn Frankreich einen Einfall in Eng- 
Neutralität der tie Mehrzahli land machte, so würde eS sich ganz zu denselben Opera- 
21; Dezember, telegravyn« 6 Abgeben, daß die Schwerz tionen genöthigt sehen. Wir können uns also daö Schau 
der Mächte dre A cy Ingresse vertreten zu werden,' spiel mit einer gewissen Nutzanwendung auf uns selbst an- 
das Recht habe, auf ^ Frage wegen der neutrallsir- sehen. undSchlüsse ziehen. U ' ' 
D°» Se,. > ^ - - 
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bitte Sitte, nur »»Bte’^TSKÄM MifiMeuet ÄäUe ln *""* 
btticht werden. Ein The» der Vertrauensmänner kündigte 
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den Austritt an und der andere erklärte sich demnach für 
incompetmt. 
Frankreich. 
Paris, 21. Dezember. 
In Betreff der vom schweizerischen BundeSrathe 
-an die Congreß'Mächte mitgetheilten Denkschrift wegen der 
ST}t>ii+rrtIHnf hpr frtvtntatfsf\e>ti Sfiritirtmioit ft/*» ca.... 
wenn ^ ,— — r> -.v wvj3»u vKi iicuiraunr 
ten savoyischen Provinzen zur Sprache bringt. Von Sei 
len des Papstes ist der Cardinal Antonelli als Con- 
' zlied hier angemeldet worden. Trotz der gestrigen 
..... .... 0 v...v.»v. twivwi. ver geitrtfii 
Anzeige deö Const. ist die Lagueronni^-r'sche Schrift- Der 
Papst und der Congreß" hier noch nicht ausgegeben worden 
— Der ConstitutioRnel erklärt heute auf das allerbe- 
stimmteste, daß die Regierung nie daran gedacht habe, noch 
iedaran denken werde, etwas einzuführen, was dem Frei 
handel ähnlich sein könnte. Allerdings habe sie die Ab- 
ficht gehabt, dem gesetzgebenden Körper für die Session von 
1860 eine Vorlage zu machen, welche die Aufhebung der 
Prohibition von 17 verschiedenen Artikeln bezweckt haben 
würde: nun sei aber der Krieg dazwischen gekommen, und 
so bli inp hfTItt s)IITpä rtTitrfltsh kioi,», ctrr*«» rr\^ o . 
. ..v WV./MW-' 
.- '.„c« ivluyanwendung auf uns selbst an- 
—d Schlüsse ziehen, die auf praktischen Erfahrungen 
fußen." Die r hmes gelangt zu dem Schluffe, daß eine 
Invasion Englands für Frankreich ein mißliches Ding sem 
würde. „Wenn", bemerkt sie, „ein von dem besten Gerste 
beseeltes und, vom militärischen Standpunkte aus betrachtet, 
ganz tüchtiges starkes spanisches Heer etz so schwer findet, 
im Gebiete der Mauren einzurücken, nachdem es sicher über 
die Meerenge gesegelt und bei der Landung auf kernen 
Widerstand gestoßen ist, wie groß müssen dann dre Schwieng- 
keiten sein, welche sich einem französischen Heere, daö rn 
England einfallen will, entgegenstellen." 
— Die^>me8 bringt die Nachricht, daß der sehr ehrenw. 
Henry Fitzroy, Minister der öffentlichen Bauten, nach 
langen und schmerzvollen ^ 
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. amrnn vu p ver feyreyrenw.. 
»,«». uvet vci ouiw vajrown getomme«, und? einer langen und öffentlichen Bauten, nach 
so bl.iie denn AlleS glucklrch berm Alten. Das .lournal in Brighton aestoEn?^^^ Krankheit, am Sonnabend 
t\es Debats, gegen welches jener officröse Artikel gerichtet Lord SoutbLmvtonunIr der älteste Sohn von 
ist, beschäftigt sich heute auch mrt den schlechten Aussichten, Baron N M Rotbs^ir^ ^",1869 mit einer Tochter von 
die der Frcrhandel in Frankreich hat, und constatirt mit tei angehörend wä?derherrathet. Der liberalen Par- 
Weheklage. daß in der ganzen Welt Frankreich allein im Admiralitätslord ^ von Januar 1815 bis Juli 1816 
.tiefsten Frieden einen Tmif des K-ieges aufrecht hält, imb. ^nterflaatlf€^ctaü dr^i^Hci 8 ^ 
Jahre alt geworden. Durch seinen Tod ist eine Stelle im 
Ministerium und der Unterhaus fitz für Lewes erledigt. — 
Lord Holland ist, einer telegr. Depesche auö Neapel zu 
folge, in dieser Stadt nach einer kurzen Krankheit am 
Sonntage gestorben. Er wär der 1. Pair seines Namens 
S >evry Edward Fox, Baron Holland of Holland, und 
aron Holland of Foxley), geborm am 7. März 1802, 
und seit 1833 mit der einzigen Tochter des Earl of 
Coventry verheirathet. Im Jahre 1831 in den diplo 
matischen Dienst getreten, war er einige Zeit Attache 
in Petersburg und Gesandtschastssekretair in Turm, blieb 
vom Juni 1835 bis April 1838 in derselben Eigen- 
schaft in Wien und ward gleich zum Gesandten beim 
deutschen Bundestage ernannt. Diesen Posten bekleidete 
er jedoch nur wenige Monate, da er schon im Dezember 
1838 den Gesandtenposten in Florenz erhielt, den er biö 
zum Jahre 1816 bekleidete. Von da an hatte er sich auö 
Gesundheitsrücksichten zur Ruhe sehen müssen. Da er 
ohne Erben gestorben ist, erlischt mit ihm die Baronetie. 
— Nun hat sich auch Sir John Packington, erster Lord 
der Admiralität unter dem letzten Derby-Kabinette, über 
die Freiwilligen-Beweguvg (vor seinen Wählern in Droit- 
wich) ausgesprochen und zwar in demselben Sinne wie 
bisher fast alle Parlamentsmitglieder, mögen sie waS im 
mer für welcher Partei angehören. Er hob ausdrück 
lich hervor, daß die Bildung von SchützencorpS 
von der frühem nicht minder wie von der jetzigen Regie 
rung begünstigt worden sei, daß von Parteipoli- 
trk dabei somit nicht die Rede sein könne. Vor einer In 
vasion, so erklärte Sir John, sei ihm nicht bange; und 
halte er einen derartigen Anschlag für außerordentlich un 
wahrscheinlich. Man dürfe nicht vergessen, daß unter allen 
megerischen Operationen eine Invasion in das Land einer 
Großmacht die allermühseligste und gefährlichste sei. Der 
alte Napoleon habe allerdings gegen die einzelnen deut 
schen und italienischen Staaten mit Erfolg gekämpft, sei 
aber durch seine Invasionen in Spanien und Rußland 
schließlich zu Grunde gegangen. Dem jetzigen Kaiser 
lrege der Gedanke eines Angriffs auf England wahr, 
scheinlich feme; doch seien die politischen Zustände 
auf deni Festlande gegenwärtig derart, daß England zu 
seiner eiaenpn (SürflPffteirii»™ nnr ntrhf AomtA 
etwaigen Veränderungen in den Gesetzen und der Verwal-- 
tuvg seiner Reiche, sowohl der Gerechtigkeit als der Er 
sprießlichkeit wegen, seinem eigenen freien Urtheile und sei- 
nem unbezweifelten Wohlwollen anheim gestellt bleiben soll 
ten. Namentlich protestiren wir dagegm. daß die Macht 
oder der Einfluß uusercs Landes — sei's in einem Kon 
gresse oder allein — zu Gunsten der rebellischen Untertha 
nen des heil. Vaters verwmdet werden, um ihn entweder 
seiner Befitzthümer zu berauben, oder durch Auflegung irgend, 
welcher Bedingung in seine unabhängigen <Louverainctäts- 
rechte einzugreifen. Und wir machen hiermit unsern 
Entschluß bekannt, irgend welche Handlungen dieser Art 
von Seiten unserer verantwortlichen Minister, mögen 
sie welcher Partei im Staate angehören, im Geiste der 
Os>—C-«' ' ' ' " 
» ... ij»»««««*, VVtp ViMiv ( .. - u■ 
seiner eigenen Sicherstellung gar nicht genug Vorberertun 
gen treffen könne. Für kein Land drr Welt sei es so wich 
tig, fortwährend in großem Maaßstabe gerüstet zu sein, als 
eben für England, weil es von einem engumgrenzten Mit- 
telpunkte aus über weitausgedehnte Besitzungen in allen 
Wclttheilen gebiete. Allerdings erfreue sich die englische 
Regierung setzt noch eines guten Einvernehmens mit 
Frankreich, aber eö fei von größter Wichtigkeit, der 
Welt zu zeigen, daß England über eine gewaltige 
Flotte, über ein geübtes Heer, und über em loya- 
les, aufopferungsfähiges Volk zu verfügen habe. — 
— Das kathol. Wochenblatt Tablet veröffentlicht folgende 
„Erklärung der kathol. Laien sch a ft von Großbritan- 
nieu". Man weiß nicht, wer und wie viele dieser Laien- 
fchaft wirklich dafür eintreten möchten. Nach einer länge 
ren Deklamation wird darin gesagt: „Wir protestiren ge- 
gen die an dem heil. Vater verübte Unbill der Güterbe 
raubung; wir prokstiren gegen die Unbill, die allen Ka- 
tholiken angethan wird durch den Versuch, die unabhän- 
gige Ausübung der geistlichen Gewalt des Papstes, wel 
cher seine weltliche Souverainetät zum Schutze dient, zu 
beeinträchtigen; wir protestiren gegen den Ausstand eines 
Theiles seiner Unterthanen in der Romagna als einen 
nimmer zu rechtfertigenden, und gegen den. diesem Auf- 
stände von fremden Mordbrennern, von Eindringlingen 
bmachbarter Staaten sowohl als von europ. Staatsmän- 
nern und Fürsten geleisteten Beistand, als einen der 
Religion, dem Frieden der Welt und der Sicherheit aller 
Regierungen gefährlichen. Wir protestiren ferner gegen je- 
den Eingriff tu die Rechte des heil. Vaters als eines un 
abhängigen SouverainS; wir protestiren gegen die Anwaa- 
ßung irgend eines anderen Staates oder Regenten oder 
Staaten-Kongreffes, über die Besitzungen des heil. Vaters 
zu verfügen, oder ihm gegen semm Willen irgend welche« 
Bedingungen aufzulegen, da wir überzeugt find, daß alle 
- Et. vao potMsche Dogma, daß 
die Anerkennung der Romagna ein Prinzip begründen 
würde, welches alle Ordnung rc. über den Haufen stürzen 
müffe, kurz, welches „subversiv" sei. „Also kehrt Irland 
wieder zum Jakobitiömuö, zum Glauben an den DeSpo- 
tismuö oer Stuarts zurück? An daS Recht von Gottes 
Gnaden, wornach die Völker für die Fürsten da find, nicht 
der Fürst für das Volk; wornach die Nothwehr eines 
Volkes auch gegen die schrecklichste Unterdrückung ein Ver 
brechen bleibt? So spricht der Ultramontane, während er 
selbst im Genuß der vollsten religiösen und politischen Frei 
heit lebt. Nun, da hört alles Streiten auf. Wir können 
nur sagen, daß die ganze gebildete Welt, ob sie katholisch 
oder protestantisch sc;, diese Erklärung mit Verachtung auf- 
nehmen wird". 
— Bei einem hier stattgefundenen Meeting zu Gunsten 
der Freiwilligencorpk-Anwerbung hat fich Sir Hamilton 
Seymour ebenfalls sehr energisch über die Nothwendig 
keit dieser, und einer permanenten Landesvertheidigung im 
Allgemeinen, ausgesprochen. 
— Berichte aus Sebastopol bestätigen, daß die aus der 
Krim ausgeführten Thierk^ochen keine Menschengebeine seien, 
unv daß die Gräber daselbst sehr Heilig gehalten werden. 
Der Haseneingang von Sebastopol ist jetzt vollständig frei, 
nachdem die daselbst versenkten Schiffe heraufgeholt oder ge- 
fvrengt worden sind. Am 11. Oktober ist nach langwieriger 
Arbeit endlich auch der Wladimir ans Tageslicht gebracht 
worden, doch soll unter allen versenkten Kr ezsschiffen der 
Turk das Einzige se n. das eme Ausbesserung verlohnt. Cr 
ist zu diesem Zwecke nach Nicolaieff geschafft worden. 
BermischleS. 
Berlin. Am 21. d. M. batte einTheaterdiener das Unglück, 
beim Tragen einer Couliffe aus dem Gensd'armenmartt zu 
fallen und das rechte Schienbein zu brechen. Er wurde nach 
dem katholischen Krankenhause befördert. — Am 21. d. MtS. 
gegen Abend wurde ein Mann am Wafferthor erhängt ange 
troffen. Mißliche pekuniäre und eheliche Verhältnisse sollen 
die Veranlassung zum Selbstmorde sein. — Am 22. d. Mis. 
früh zwischen 3 und 1 Uhr brach in dem Quergebäude des 
Grundstücks Potsdamer Straße 125/126. auf dem dortigen 
Bodenraum Feuer aus. das den Dachstuhl zerstörte, bas Ser 
ien- und Hauptgebäude aber nicht erreichte. Die Feuerwehr 
erschien sofort und hatte sie das Feuer bis gegen 6 Uhr ge 
löscht Bei ihrer Ankunft stand schon der ganze Bodenraum 
in hellen Klammen. Es find eine Menge Kisten, Geräth- 
schaften und Brennmaterialien durch das Feuer vernichtet 
worden. In einer daselbst gelegenen Kammer wurde in 
einem hölzernen Kasten Äsche aufbewahrt und ist es möglich, 
daß sich in derselben noch glühende Kohlen befunoen haben 
und bas Feuer dadurch entstanden ist. 
— Se. K. H. der Prinz-Regent beehrte gestern das 
Magasin d’Antiquitös des Kommisflonsralhes Arn oldt mit 
Höchstseinem Besuche und geruhte mehrere werthvolle Gegen 
stände daraus zum Ankauf zu bezeichnen. 
— Se. König!. Hoheit der Prinz-Regent geruhien das 
Magazin des Hoflieferanten Adolph Nöoir, Unter den Lin 
den No 14., mit Allerbvchstfemem Besuche zu beehren und 
verschiedene Einkäufe daselbst zu befehlen. 
— Wre seit einer Reihe von Zähren war die Weihnachts 
woche in den unter Herrn Direktor Ranke vereinigten An 
stalten von mancherlei festlichen Vorgängen begleitet, welche 
auch außerhalb des Schulkreises Freude bereiteten. Zunächst 
fand am Montag Abend auf dem Hörsaale der König!.Real 
schule bei schöner Beleuchtung die Bibelvettheilang an arme
	        

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