Volltext: [Rezension:] Berthold des Franziskaners deutsche Predigten aus der zweyten Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts (..), hrsg. von Christian Friedrich Kling. Mit einem Vorwort von Dr. A. Neander. Berlin 1824

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Altdeutsche Predigten. 
XXXII. Bd. 
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2/ 773); über-tür (superliminare) 383; über-groz 27, 
ö5 7; über-wunder 27; bi-seze (obsidio) 4 l0 5 der lange 
Vokal folgt mir aus dem geschriebenen i (Gramm. 2, 721), 
i- a p-däz und ant-laz 194, schwankend; für-grif 41, 42 (f. 
•ß* j hin ■ werf (abjectio) 198 (Gramm. 2, 767) ; a-wehsel 
ij (cadaver) 94 (Gramm 2, 707); ane-gane 58 (Gramm. 2/ 
713); ver gift (venenum), weiblich, 62 , 53 (Gramm. 2, 
-725); in - dur8tie (maxira'e silibundus) 3 02 (Gramm. 2, 761). 
Verba: rnitc-spisen 172; an-stinken 58; an-hÖkzen 67; 
über-ern 49; über-varn 49; über - schalken 88; über- 
meinsamen 88; beschalken 192 (Gramm. 2, 8o3); 8ieh 
ver-werfen 87; ver-warldsen 36, 280 ; ver > reizen 95; 
ver-ballen, ver-tanzen 3»2, 3 >3; ver-siechen 66; ver- 
erzenien 246. Ein kühltgebildetes Verbum ist ge-jaherren 
421 (zu allem ja sagen, aus der gewöhnlichen Formel ja-herre.)^ 
Einzelne Wörter, Wortfügungen, Redens 
arten. daz güse (Humen, inundatio) 231, 282 (Gramm. 
1/ 171; 2, 22); diebe und düpen? 289; lasten (lambe- 
bant) 20, eher von lassen als von lessen ; scherzen 233, vom 
I ^ Blöcken^der Kälber, ein ganz ungewöhnliches Wort in diesem 
I W @imtepgr|nen, vom Bellen der Hunde, wie es auch Ms. 2, 
228^ und Trist. i589oHebraucht wird, ja der Hund heißt im 
Gedicht von dem Hausrath v. 110 crrin; anderwärts steht grü 
nen Dem Wiehern der Pferde (Parc^ind troj. 89°.) und Grun 
zen der Ferkel (Fragm. 38^ ); grisgrammen, vom Brüllen 
der Löwen , wie auch jonst, vgl. troj 89° ; herüz pulzen 78, 
123, herausquellen, brechen, althochdeutsch üz arpnlzan (Gramm. 
2, ^3o); koufen umbe 45 habe ich Band XXVIII dieser Jahrb. 
S. 23 erklärt; sie bitterten geineinander als die gellen 111, 
zankten sich wie Kebsweiber; mit den gedanken rumpeln 119 
ist schon oben angeführt, ein schicklicher Ausdruck für die Rum 
pelkammer menschlicher Weisheit; an dem blate sten 77, 82, 
i36, vorgenommen werden, auf der Seite des Buches stehen, 
die heute gelesen wird; ruofende sünde 2o3, 204, wir sagen 
jetzt schreyende, das Blut des Erschlagenen ruft zur Rache auf, 
daher mag sich schreiben was in Märchen oft wiederkehrt, daß 
gefallene Blutstropfen reden, Berth-old hier, S. 76: sin 
b!uot, den du ermordet hast, daz ruofet ze allen ziten 
über dinen 1 ip und über dine sele mit luter stimme vor 
dem almehtigen gote ; klaffende bletter, statt des heutigen : 
rauschende; zwei türlin an der nasen 164 (Nasenlöcher); 
der gehiure 162, d. i. Gotr, der Gütige, Milde, wie der 
Teufel noch jetzt der Ungeheure; die boume uebent sich mit 
bluote 168, treiben Blüte, unser üben hat sehr enge Grenzen 
Ken/nw'.(VtLfcfe 34-- Gy?c/ie (inat 
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