Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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IIT, s. 83 — 84,20. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
14 = 32 C, von Wackernagcl 2, s. 159. 175 nebst dem folgenden 
spruch richtig auf kaiser Otto bezogen, also zwischen 1212 und 1215 
gedichtet. dafs alle Strophen dieses tons in Walthers zweiten 
aufenthalt in Thüringen (s. zu s. 11,6) fallen, ist nicht erwiesen: 
es ist unrichtig, wenn Docens Vermutung (altd. museum 1, s. 167) 
so wahr ist wie sie mir noch immer scheint, die schovi verstummte 
i.111,2z. nachtigall aus Hagenau in Gottfrieds Tristan sei Reinmari s. zu s. 
20, 4. lange scheint Walther nicht mehr in Thüringen geblieben zu 
sein y seitdem er sich seinem jungen herrn, dem landgrafeii Ludwig, 
durch den Spruch s. 85, 17 ivohl eben nicht empfohlen hatte, in seine 
letzte thüringische zeit gehört vielleicht die erklärte Sehnsucht nach 
Wien s. 84, 11 und der trotzige abscliicd s. 32,7. wie bald er aber 
den trost den er s. 32, 16 bei Leopold sucht gefunden hat, ist nicht 
klar: erst 1219 rühmt er ihn darum, s. 34,37. 35,3. etwas früher, 
im sommer 1219, finden tvir Walthern in Wien die rückkehr des her- 
zogs von seinem kreuzzug (frühling 1217 bis juli 1219) erwartend, 
s. 28, 11. damahls ihrzt er ihn noch: die Strophen mit dem vertrau 
ten du, s. 32, 5. 35, 17, müssen wohl jünger sein. es sind die letz 
ten: s. zu s. 35, 18. dafs er 1216 oder januar 17 zugleich mit Leo 
pold in Nürnberg tvar, aber ohne von ihm hÖfschen tröst zu erhal 
ten, ergiebt der spruch s. 84, 14 mit der anmerkung zu z. 20. 
16. da] oder des. das C. 20. des sten C. 
27 = 33 C. 28. leren ist znsatz von Bodmer. 35. wol fehlt 
C. 36. da erkenne si bi ders e C. 
84, 1 = 34 C. 11. in gehirine C. hirmen bei Graff' 4, 5. 1034. 
* 14 = 35 C. s. zu s. 10,1. 20. heimlichen fürsten sint C. die 
fahrenden wollen nicht sagen dafs der könig und die fürsten karg 
gewesen sind: sie sagen 7iur, unsere heimischen fürsten, die österrei 
chischen, seien von so glänzender art, dafs Leopold der einzige frei 
gebige geweseti sein würde, wenn er sich nicht entschuldigt hätte 
dafs er als gast nicht genug bei sich habe ( vergl. Erec 2266, Parzi- 
val 775, 29). später 1219 rechtfertigt der dichter Leopolds damahlige 
Sparsamkeit mit den zurüstungen zum kreuzzuge, s. 36, 1: denn ich 
denke, der Nürnberger tag vom 1. mai 1216 wird gemeint sein, oder 
der vom 21 .januar 1217, bei ivclchen beiden herzog Leopold anwe 
send war. an den hof könig Heinrichs vom 23. juni 1224 (Pertz. 
leges 2, p. 569) darf man 7iicht deiiken, weil Walther damahls wohl 
nicht mehr umher zog: s. zu s. 124,7. in diese zeit aber gehört ein 
spruch bruder Wcrnhers, in dem der künsteriche varnde man (Wirner 
51 J~) meister Walthers entschuldigung der Sparsamkeit Leopolds wie 
sonst genug anderes nachsang, als gegc7i de7i juli 1224 an de7i her 
zog und an andre fürsten neue aujjörderungcn zum kreuzzuge vom
	        
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