Volltext: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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von reifte zu i) got gleuben soft, und daz bin cristen 
glaube seit. Du solt nit zu vil und zu tiefe gedenken in 
dime heiligen cristenglauben, wie dem und dem ft, und 
wie daz uud^daz gesin möge, und wie daz gesin möge, 
daz ein Priester, der selbe in fünden ist, dich von dinen 
fünden möge enbinden. Da; sol dich ruht eht wündcrn. 
Ist der Priester nit heilig an st'ncm leben, so ist aber stne 
wihe überheilig; wanne sie der stehen heilikeit eine ist, die 
got uf erden hat. Got, der alle ding wol getün mag, 
als sant peter do sprichet, der mag in auch den gewalt 
wol geben über den heiligen cristen glaubender da lieht 
und lüter und klar sol sin, als die sünne, niht trübe, daz 
er schinc nüwen in der finstere als ein füles holtz, und 
stinke als ein füles holtz und tüsent stünt wirs. Wanne 
nu der lichte sünne den heiligen cristen glauben bezeichent, 
so sült eht ir nit vaste in die sünne sehen. Ez enhat 
nieman so starke äugen, und wil er zu lange und zu 
faste in die sünne und in daz drehende rat der sünne» 
sehen, er wirt als unniazzen kräng an sinen äugen, daz 
erS nienicr überwindet, oder er wirt gar blint, daz er 
niemer siig gesiht. Je glicher wise sol nieman zu faste 
in den rehttn cristen glauben sehen; anders er wirt so 
kräng au dem glauben, daz ers niemer überwindet, oder 
er wirt aber gar zu einem ketzer. Du solt ane valfch 
nnd an' Hinderliste mit guten trüwen an got glauben, 
swaz du zu rehte von gotte glcübcn solt, nit manigen 
i) beger, wie hernach: „;u rehte von."
	        

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