Volltext: Brief von Louis Spohr an Adolf Friedrich Hesse

Cassel den 19ten
Nov. 1849.

Geehrter Freund,

Es war mir eine rechte Freude, Nachrich-
ten von Ihnen zu erhalten, denn bey
der Heftigkeit und langen Dauer, mit
der die Cholera in Breslau wüthete,
war ich nicht ohne Besorgniß um Sie.
Dem Himmel sey dank, daß Sie an Ihrem
Hause vorgübergegangen ist. Hier sind
wir, bey ihrem 2ten Besuch in Europa,
ganz verschont geblieben.
Bleibe ich gesund, so komme ich im
nächsten Sommer ganz bestimmt nach Bres-
lau. Dann werde ich Ihnen alle meine
neuen Kompositionen zu hören geben.
Seit der Rückreise von Carlsbad ist ein
neues Claviertrio (das 5te,) dazu gekommen.
Auch 3 Lieder für zwei Soprane habe ich
kürzlich geschrieben. Die letzten, im Stich
erschienenen Kompositionen (hier bey Luckhard)
sind, 4tes Doppelquartett, ein Sextett für
2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncell und
ein neues Quartett (das 31ste.) Jetzt bin
ich, so lange wie es dauert, wieder zu der
Biografie zurückgekehrt und bis zur itali-
enischen Reise fortgeschritten. Im Ganzen
komme ich jedoch wenig zur Arbeit, da meine Thea-
f
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