Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

c i;4 ) 
Der das Erbarmen 
Zwar selber xreißt, 
Doch hart den Armen 
Ost von sich weis't. 
Ist sie des Lebens 
Begleiterin, 
So fließt vergebens 
Kein Tag dahin. 
Wie Ton der Flöte, 
Und sanft und rein, 
Wie Morgenröthe 
-Wird jeder seyn. 
Sie weichet nimmer 
In Todesnacht, 
Bis Frühlingsschimmcr 
Uns ewig lacht. 
( 155 ) 
An mein Mädchen. 
^as willst du nicht, mein süßes Mad« 
chen! glauben, 
Daß deine Reize mich des Schlafs berauben? 
O! thatest du's, ich überzeugte dich, 
Daß ich die Wahrheit redte: 
Gönn' nur ein Plätzchen mir in deinem Bette; 
Und schlaf' ich dann, so strafe Lügen mich! 
Thilo. 
Ueber ein Bäumchen» 
H 
oldes 
Decke 
Bäumchen 
friedsam 
heute 
mich. 
Doll der reiiisten Freude 
Sch' und grüß ich dich. 
Wie du nach dem Spiele 
Sonst mich oft geletzt, 
So erquickend kühle 
Meine Wangen jetzt. 
G 7 
Dank!
	        

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