Full text: Wanderbuch für Radfahrer durch Kur-Hessen und angrenzendes Gebiet

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unterschätzenden Vortheile. Es steuert sich leichter 
und ruhiger und dann (dies fällt bei uns besonders 
in’s Gewicht), es fährt sich leichter bergauf. Gleiche 
Räder sind aber nun einmal modern, wer kann 
dagegen ankämpfen ? 
Nun der Sattel! Ein unbequemer Sattel hat 
schon Manchem das Radeln verleidet. Der Sattel 
soll gut federn, es gab eine Zeit, in der man be 
hauptete, ein harter Sattel gäbe mehr Kraft beim 
Treten. Man ist von dieser Ansicht längst zurück 
gekommen. Durch gute Sattelfedern wird bei Un 
ebenheiten des Weges der Stoss aufgefangen und * 
das Rad geschont. Auch wird man bei stärkerem 
Rütteln des Körpers viel schneller ermüden. Dann? 
die Form. In neuerer Zeit kommen Fabrikate auf 
den Markt, bei denen der hintere Theil des Sattels 
zwei erhöhte, dreieckige Polster hat. Ich halte sie 
für empfehlenswerth, (namentlich für Damen), da 
hier die ganze Last auf den Beckenknochen ruht 
und die dazwischen liegenden Weichtheile geschont 
werden. Aber vor allem sehe man auf gute Spiral 
federn, auch darf die Spitze nicht zu kurz sein. 
Wie soll (1er Sattel sitzen? Er soll so hoch 
stehen, dass man im Sattel sitzend bei gestrecktem 
Bein, eben noch mit der Fussspitze unter das 
ganze Pedal kommen kann. 
An der Sattelstütze ist ein wagrechtes Knie,, 
an ihm soll man den Sattel etwas nach vorn ge 
rückt befestigen, so dass der Herrensattel mit seiner 
vordersten (langen) Spitze fast (nicht ganz) senk 
recht über dem Kurbellager steht. 
Die Lenkstange soll wagerecht oder an den 
Griffen etwas aufwärts gebogen sein. Man stellt
        

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