Full text: Kinder- und Haus-Märchen (Bd. 1)

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lind auf Ihre Richtigkeit eifrig war; sie änderte niemals 
bei einer Wiederholung etwas in der Sache ab, und bes- 
ferte ein Versehen, sobald sie es bemerkte, mitten in der 
Rede gleich selber. Die Anhänglichkeit an das Ueberlie- 
ferte ist bei Menschen, die in gleicher Lebensart unabänder 
lich fortgefahren, stärker, als wir, zur Veränderung geneigt, 
begreifen. Eben darum hat es, so vielfach bewahrt, eine 
gewisse eindringliche Nähe und innere Tüchtigkeit zu der 
anderes, das äußerlich viel glänzender erscheinen kann, nicht 
so leicht gelangt. Der epische Grund der Voikedichtung, 
gleicht dem durch die ganze Natur in mannigfachen Ab 
stufungen verbreitete Grün, das sättigt und sänftigt, ohne 
je zu ermüden. 
Wir erhielten außer den Märchen des zweiten Ban 
des auch reichliche Nachträge zu dem ersten und bessere 
Erzählungen vieler dort gelieferten, gleichfalls aus jener, 
oder andern ähnlichen Quellen. Hessen hat als ei» ber 
gichtes, von großen Heerstraßen abseits liegendes, und zu 
meist mit dem Ackerbau beschäftigtes Land den Vortheil, 
daß es alte Sitten und Ueberlieferungen besser aufbewah 
ren kann. Ein gewisser Ernst, eine gesunde, tüchtige und 
tapfere Gesinnung, die von der Geschichte nicht wird un-
	        

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