Full text: Brief von Louis Spohr an Adolf Friedrich Hesse

Musikfest in Norwich, wo „des Heilands letzte
Stunden“ und mehrere Instrumentalkomposition-
en von mir gegeben werden, zu dirigiren. Dieß
Fest dauert 4 Tage und besteht aus 3 geistli-
chen Morgenconcerten in der Kirche und 3
weltlichen Abendconcerten im Salle. Es
kommen 400 Sänger und Instrumenalisten,
größtentheil aus London dahin und diesen
die ersten Sänger der Italienischen Oper. Ich
habe große Lust der Einladung zu folgen
wenn es mir gelingt den Urlaub auszu-
wirken. Das Fest ist Mitte September. Sollte ich
dorthin gehen, so mache ich während der Fe-
rienzeit nur einen 8tägigen Besuch bey mei-
nen Eltern. Sollte mir der Urlaub aber ab-
geschlagen werden (leider das Wahrscheinlichlichste!)
so mache ich mit meiner Frau eine Ferien-
reise in die Schweitz oder gar nach Paris.
Von Fräulein Schubert habe ich einen sehr
schönen Geldbeutel als Geburtstagsgeschenk
zugeschickt erhalten, wofür ich mich in bey-
liegendem Briefe, den ich zu übergeben bitte,
bedanke – Zugleich bitte ich der Friesner‘-
schen Familie und Herrn Köhler unsere freund-
lichsten Grüße zu sagen.

Mit wahrer Freundschaft stets ganz
der Ihrige
Louis Spohr

Volltext von: Karl Traugott Goldbach, Spohr-Briefe www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1839041501

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