Full text: Königlich Preußischer Staatsdienst-Kalender für den Regierungsbezirk Cassel (1872)

im Regierungsbezirk Cassel. 
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Gymnasial - Elementarlehrer: Heinrich Rathmann; zugleich 
Expedient und Organist. 
Für evangel. Religions-Unterricht: Pfarrer E. Schäfer. 
Zeichnenlehrer: Wilhelm Binder. 
Turnlehrer: Friedrich Iänecke. 
Gesanglehrer: Kantor Johann Gesang. 
Probe-Candidat: Stephan Franke. 
Rechnungsführer: Franz Anton v. Schlereth. 
Diener: Cyrillus Hirschfelder (anftrw.). 
t'. Gymnasium zu Hanau. 
lWurde I«07 von dem Grafen v. Hanau Philipp Ludwig II. unter dem Name» 
„ Hohelandesschulc " gestiftet und umfaßte zwei Lehr - Anstalten, ein s. g. akademisches 
Gymnasium, worin die vier Facultäts-Wiffcnschaften, jede durch einen Professor, gelehrt 
wurden und eine zunächst aus die Univcrsiläts - Studien vordercitendc Schule von vier 
Klaffen. Nach dem 1736 erfolgten Hcimsall der Grafschaft Hanau an Hessen-Gaffel 
bestand die Grund-Einrichtung des Gymnasiums fort, bis solches unter Aufhebung seines 
acadcmischen Theils in ein Grossherzcgl. Gymnasium des Departements Hanau mit vier 
Klaffen im Jahr lSlu umgewandelt wurde. Diese Einrichtung dauerte auch nach der 
Wiedervereinigung Hanau's mir dem Kurstaate bis zum Jahre >8:13 fort, wo die Anstalt in 
ihrer inneren Organisation sehr verbessert wurde; s. Statist. Handb. :c., Bb. I, S. 664.) 
Verwaltungs-Commission. 
Der Landrath. Der Gymnasial-Director. 
Director und erster Lehrer: Dr. Carl Wilhelm Piderit hai. 
Ober-Lehrer: Prorector Dr. Johann Wilhelm Fürstenau. 
— Dr. Conrad Fliedner. 
— Friedrich Span genberg. 
Gymnasial-Lehrer: Dr. Reinhard Such i er. 
— — Otto Witzel. 
— — Dr. Albert Duncker. 
Beauftragte Lehrer: Pfarrer Zimmermann und die Gym 
nasial - Hülfslehrer Knoop, Wolfs und Voltz. 
Schreib- und Rechnenlehrer: Caspar Zimmermann. 
Gesanglehrer: Ricolaus Eichenberg. 
Turnlehrer: Philipp Störger. 
Rechnungssiihrer: Rentmeister K ü ch (anftrw.). 
Diener: Friedrich L i m b e r t. 
<1. Gymnasium zu Hersfeld. 
iGestiflct l>7» statt der Klc'terschulc im Framiscaner - Kloster durch de» gefürsteten Abt 
Michael (Landgraf) und von den Hessischen Fürsten, welche seit 1006 an die Stelle 
der Acblc als Administratoren des Stiftes HerSfcld traten, sorgfältig unterhalten. Unter 
Landgraf Carl wurde die Anstalt, statt des durch die Stürme des 30jährigcn Krieges 
zerrütteten und gänzlich verfallenen Klostergebäudcs, 1688 mit einem neuen Gebäude 
versehen. Seit 1817 trat durch höhere Unterstützung Seitens der Staatsrcgierung ei» 
befferer Zustand, und 1833 eine völlige Reorganisation des Gymnasiums ein; s. Statistisches 
Handbuch re., Bd. >, S. 67», sowie die von Dr. W. Münscher verfaßte Chronik des 
Gymnasiums zu Hcrsfcld in dessen Programm vom Jahre 1836 und 1837.)
        

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