Full text: Einwohnerbuch der Stadt Kassel und des Landkreises Kassel mit 40 Ortschaften (Jg. 101.1937)

Sehenswürdigkeiten Theater Konzerte 
1. Teil 
14 
6) Städtische Volksbüchereien und Lesehallen. 
Verwaltung: Holland. Str. 21 i Raths. 492 u. 494 [352 11]. 
Direktor: Hans Grässel. 
Ausleihestunden der Stadt. Volksbüchereien 
Polstvbüciierei I 
Holländ. Str. 21 , 
Volksbücherei III 
(Gräfestr. 18) 
Montag 
11—13,16'/,—19'/,Uhr 
11-13, 17-20 Uhr 
Dienstag 
11—13,16' ,-19' ,Uhr 
17—20 Uhr 
Mittwoch 
11—13 Uhr 
11—13 Uhr 
Donnerstag 
I l -13,16'/,—19'/,Uhr 
11-13 Uhr 
Freitag 
11 —13,16'/,— 19'/,UI)r 
17—20 Uhr 
Sonnabend 
11—13 Uhr 
Keine Ansleihe 
Volksbücherei II, füher am Unterneustädter Kirchplatz, wird dem 
nächst im Stadtteil Vettenhausen neu eingerichtet werden. 
Volksbücherei I V (Wolfhager Str. 177): Dienstag u. Freitag 18—19 
Uhr. 
Volksbücherei V*) (Niederzwehren, Kirchweg 1): Montag und 
Donnerstag 18—20 Uhr. 
Volksbücherei Vl ') (Harleshausen, Steinstr. 2): im Winterhalbjahr 
Dienstag und Freitag 18—19 Uhr, im Sommerhalbjahr nur 
Freitag 18—19 Uhr. 
Volksbücherei VII (Rordshansen, Friedhofsweg 2): Freitag 17—19 
Uhr. 
Volksbücherei VIII (Oberzwehren), IX (Waldau) u. X (Wolfsanger) 
in Vorbereitung. 
Öffnungszeit der Stadt. Lesehallen: 
Lesehalle I, Holländ. Str. 21 (Gildehaus): 
Geöffnet an allen Wochentagen 10—13 und 17—21 Uhr. 
Lesehalle III, Gräfestr. 18 (Wehlheiden): 
Geöffnet an allen Wochentagen 11—13 Uhr, 
am Dienstag und Freitag auch 17—20 Uhr. 
Das Rathaus, in den Jahren 1905—1909 nach den Entwürfen von 
Karl Roth (Darmstadt) erbaut. Prachtvoller Monumentalbau 
im Barockstil. Sehenswert sind vor allem im Hauptgeschoß 
die Sitzungssäle und im Erdgeschoß der Trausaal. Vom Rat- 
hausturm herrlicher Blick auf Kassel und Umgebung. Sehr 
stark besuchter Ratskeller (Städtische Kellerei) 
Die Stadthalle im Westen Kassels ist nach den Plänen der Architekten 
Professor Hummel und Stadtverwaltungsbaurat Rothe ge- 
baut. Das monumentale Gebäude enthält Säle und Gesell- 
schaftsräume, die mehr als 3000 Personen Platz bieten und 
einen vornehmen Mittelpunkt abgeben für gesellschaftliche und 
künstlerische Veranstaltungen. Die im Festsaal befindliche 
Konzcrtorgel umfaßt 72 Register. An die Stadthalle schließt 
sich ein etwa 4000 Personen fassender Konzertgarten an. A n - 
träge auf Überlassung der Säle u n d des 
Gartens nimmt die Stadthalle nverwal- 
t u n g Rathaus »•* Raths. [352 11] entgege n. 
In der angegliederten Tagesgaststätte — Pächter Georg 
Hafer 317 81 — kommen auch die Stadtkellereiweine zum 
Ausschank. 
Gewerbehalle. Vors.: Bürgermeister E. Brunner, Stellvertreter: 
Museumsdirektor Prof. vr. Luthmer von Amts wegen. 
Geschäftsführer und Bibliothekar: P. A. Kirchvogel. Räume 
mit Lesesaal für Patentschriften im Gebäude des Kupferstich- 
kabinetts Adolf-Hitler-Platz 6 #-*- 32140. Geöffnet wochen 
tags 10—13 Uhr. 
*) Die Volksbüchereien V und VI dienen zugleich der Staat!. 
Beratungsstelle für das Büchereiwefen im Regierungsbezirk Kassel 
als Arbeitsbüchereien. 
Marmorbad in der Karlsaue. Marmorskulpturen von P. S. Mon- 
not; Motive aus der griechischen Mythologie. Erbaut 1720 
bis 1728 von Landgr. Karl. Besuchszeiten des Marmorbades: 
Das ganze Jahr geöffnet von 9—13 und 15—17 Uhr. Auch 
außer der Besuchszeit ist das Marmorbad nach Möglichkeit 
zu besichtigen; man bittet an der Tür zu schellen. 
Orangerieschloß in der Karlsau, unter Landgraf Karl erbaut 1701 
bis 1711 im reinsten Barockstil. 
Residenz-Palais am Friedrichsplatz (weißes und rotes Schloß), 
Eingang Königsstraße. Ehemalige Residenz der hessischen 
Kurfürsten. Prunkvolle innere Ausstattung. Die Fahnen 
und Standarten des ehemaligen 11. und 18. Armeekorps 
sind in einem Saal aufgestellt bezw. ausgehängt und werden 
bei Besichtigung des Schlaffes mitgezeigt. — Besichtigung: 
Sonntags 9—14 Uhr; wochentags im Winter täglich von 9 
bis 16, im Sommer täglich von 9 bis 17 Uhr. Eintritts 
karten je 50 Pfg. sind bei der Schloßverwaltung zu haben. 
Geschlossene Schulklassen, Vereine und nationalsozialistische 
Verbände in geschlossenen Führungen zahlen ermäßigte 
Preise. 
Fürstengräber auf dem alten Friedhof am Lutherplatz. Grabstätte 
des letzten Kurfürsten von Hessen, seiner Mutter, der Kur- 
fürstin Auguste geb. Prinzessin von Preußen, seiner Groß- 
mutter, der letzten Landgräfin und ersten Kurfürstin Earo- 
line geb. Prinzessin von Dänemark, sowie seiner ältesten 
Schwester Prinzessin Caroline, mit Sammlung hes 
sischer Andenken (Heimatsmuseum) im Mausoleum 
daselbst zur freien Besichtigung geöffnet am 1. und 15. 
jeden Monats von 9—13 und 15—18 Uhr. 
Türme der St. Martinskirchc. Herrliche Aussicht, täglich zugänglich 
Martinskirche erbaut etwa seit 1300. 
Denkmäler: 
a) Denkmal des Landgrafen Friedrich II. auf dem Friedrichsplatz; 
b) Denkmal des Landgrafen Karl auf dem Karlsplatz; 
0) Heffendenkmal zur Erinnerung an die Opfer der französischen 
Fremdherrschaft in der Karlsau unterhalb der „Schönen 
Aussicht": 
d) Auetor am Justizgebäude: 
«) Adolf-Hitler-Bllste im Rathaus; 
k) Hindenburgbüste im Rathaus; 
g) Epohrdenkmal, gegenüber dem Friedrichsplatz; 
h) Möllcrdenkmal in der Stadthallenanlage; 
1) Schomburg-Denkmal in der Stadthallenanlage; 
k) Denkmal der Einigung Deutschlands am Adolf-Hitler-Platz; 
l) Denkmal Philipp des Großmütigen auf d. St.-Martins-Platz; 
in) Papinbrunnen vor dem Raturalien-Museum, Kolonnaden; 
n) Bücherwurm-Brunnen (Murhardbibliothek); 
<>) Hessische Kriegerehrung, stimmungsvolle Teraffenanlage von 
der Schönen Aussicht zur Karlsau, zur Erinnerung an die 
Opfer des Weltkrieges 1914/18; 
p) Löwenbrunnen auf dem Friedrich-Wilhelms-Platz; 
q) Fischbrunnen in der Unteren Karlsstraße; 
r) Zaitenstock, untere Fuldagasse, Wahrzeichen des tausend 
jährigen Kassels. 
Die Karlsaue, 150 ba großer Hochwaldpark mit prächtigem und sel 
tenem Baumbestand. Von Landgraf Karl angelegt und von 
Landgraf Wilhelm IX. zu dem heutigen Naturpark um- 
geschaffen. Hier das Orangerieschloß, das Marmorbad, der 
Auteich mit tempelgeschmückter Insel, sowie die Insel Sieben- 
bergen mit hervorragender Pflanzensammlung. Am westlichen 
Ende befindet sich die Kunstakademie, in der Nordecke die 
Hessenkampfbahn.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.