Full text: Einwohnerbuch der Stadt Kassel und des Landkreises Kassel mit 47 Ortschaften (Jg. 100.1936)

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Bekanntmachung über die Fahrpreise der Kraftfahrdroschken in der Stadt Kassel 
1. Teil 
zu beziehen, mündlich zu melden und die im 8 7 Abs. 1 unter 
-i bis g geforderten Angaben wahrheitsgemäß zu machen. Uber 
die Meldung ist von der Meldebehörde eine gebührenfreie Be 
scheinigung nach Vordruck 1> zu erteilen, die bei späterer Mel 
dung der Meldebehörde des neuen Aufenthaltsorts zu über 
geben ist. 
2. über die gemäß Abs. 1 gemeldeten Personen 'st von der 
Meldebehörde (Meldestelle) ein Verzeichnis nach Vordruck i 
zu führen. 
V. Allgemeines und Schlußbestimmungen. 
8 24. 
Der Meldepflicht unterliegen nicht: 
1. die unverheirateten Angehörigen des Reichsheers und der 
Reichsmarine, solange sie in einer Kaserne wohnen oder ein- 
geschifft sind; 
2. die Straf- und Untersuchungsgefangenen in Gefängnissen 
oder Strafanstalten und die in Polizeigewahrsam befindlichen 
Personen. 
3. Ausländer, 
a) die das Recht der Exterritorialität genießen, 
li) die als Vorsteher und Beamte der konsularischen Ver 
tretungen außerdeutscher Staaten im Reichsgebiet tätig 
sind, 
c) die zu den Familien der in Ziffer 3 b bezeichneten Per 
sonen gehören und mit diesen Personen in häuslicher Ge 
meinschaft leben, 
(I) die als Mitglieder von Delegationen und Kommissionen 
außerdeutscher Regierungen und des Völkerbundes im Ein 
verständnis mit der deutschen Neichsregierung oder der 
Preußischen Staatsregierung eingereist sind. 
8 25. 
Für den Fall der Nichtbefolgung dieser Polizeivcrordnung 
wird hiermit die Festsetzung eines Zwangsgeldes in Höhe bis zu 
150 RM., im Richtbeitreibungsfalle die Festsetzung einer Zwangs 
haft bis zu zwei Wochen angedroht. 
8 26. 
Die Polizeiverordnung tritt am 1. Juni 1933 in Kraft. Von 
diesem Zeitpunkt ab verlieren alle entgegenstehenden Regierungs-, 
Kreis- und Ortspolizeiverordnungen über das polizeiliche Melde 
wesen ihre Gültigkeit, mit Ausnahme der im Sinne des 8 14 er 
lassenen Polizeiverordnungen. 
Berlin, den 22. April 1933. 
Der Preußische Minister des Innern. 
In Vertretung: 
gez.: G r a u e r t. 
Ausklopfen von Teppichen usw. 
Auszug aus der Polizeiverordnung über die Aufrechterhaltung der 
Ordung auf Straßen, Wegen und Plätzen 
Kasseler Straßenordnung) 
vom 13. 3. 1933 Reg.-Amtsblatt Sonderbeilage Nr. 13/1933. 
12. 12. 1933 Reg.-Amtsblatt Seite 351/1933. 
(Kasseler Straßenordnung) vom 13. 3. 1933 
pp. 
IX. Störungen der öffentlichen Ordnung. 
8 19. 
3. Verboten ist ferner: 
pp. 
e) das Klopfen und Ausstäuben von Teppichen, Betten und 
dergl. auf den Höfen, in den Gärten und zu den Fenstern 
hinaus oder bei geöffneten Fenstern, sofern es wochentags 
außerhalb der Zeit von 8—11 Uhr und außerdem an Frei 
tagen und Sonnabenden außerhalb der Zeit von 16—18 Uhr 
geschieht. 
pp. 
Kadaververwertungsanstalten 
Auf Grund der Polizeiverordnung vom 29. Juli 1930 (ver 
öffentlicht im Amtsblatt der Regireung dir. 31 vom 2. August 1930 
Seite 167) ist der T i e r h a l t e r verpflichtet, die Kadaver 
aller gefallenen oder nicht zu Schlachtzwecken getöteten Pferde, 
Esel, Maulesel, Maultiere, Tiere des Rindergeschlechts, Schweine, 
Schafe und Ziegen, ausgenommen Saugferkel, Schaf- und Ziegen 
lämmer unter 6 Wochen, den Abdeckereien zur unschädlichen Be 
seitigung zu überweisen. Dem Abdeckereizwang unterliegen auch 
die zur menschlichen Ernährung ungeeigneten Körper von Schlacht- 
tieren, sofern ihre unschädliche Beseitigung in einer Abdeckerei 
polizeilich angeordnet ist. 
Bekanntmachung 
über die Fahrpreise der Kraftfahrdroschken in der Stadl Kassel 
vom 26. Juli 1929 und 5. Januar 1931 
Auf Grund des 8 12 der Droschkenordnung vom 28. September 
1927 (Amtsblatt 1927, Beilage zu Nr. 40) und des 8 76 der Reichs 
gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 in der Fassung der Bekannt 
machung vom 26. Juli 1900 (RGBl. S. 871) wird in llberein- 
stimmung mit dem Magistrat für den innerhalb des Ortspolizei- 
bezirks Kassel und von diesem aus stattfindenden Droschken 
verkehr über die Berechnung der Fahrpreise und Zuschläge 
folgendes bestimmt: 
8 1. 
Tarif. 
Die Berechnung der Fahrpreise erfolgt bei sämtlichen für den 
öffentlichen Verkehr zugelassenen Kraftdroschken nach einem 
Einheitstarif. 
8 2. 
Taxen. 
Für den Einheitstarif gelten folgende drei Taxen: 
a) Taxe 1: für die Beförderung von 1—2 erwachsenen Per 
sonen am Tage, sowie für leere Anfahrten ohne 
Rücksicht auf die Tages- oder Nachtzeit; 
b) Taxe 2: für die Beförderung von 1—2 erwachsenen Per- 
sonen zur Nachtzeit; 
c) Taxe 3: für die Beförderung von 3 und mehr Personen 
ohne Rücksicht auf die Tages- oder Nachtzeit. 
Für Kinder unter 10 Jahren in Begleitung Erwachsener ist 
ein Fahrpreis nicht zu entrichten. Zwei Kinder unter 10 Jahren 
stehen einem Erwachsenen gleich, ebenso ein bis zwei weitere 
Kinder unter 10 Jahren. 
Die Nachtzeit umfaßt in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep 
tember die Stunden von 23 Uhr bis 6 Uhr und vom 1. Oktober 
bis 31. März die Stunden von 22 Uhr bis 7 Uhr. Wird eine 
Fahrt teils in der Tages-, teils in der Nachtzeit ausgeführt, 
findet die Nachttaxe nur während der Nachtzeit Anwendung. 
8 3. 
Gebühren. 
Die Grundgebühr beträgt 50 Pfg., die Zusatzgebühr 10 Pfg. 
Die Grundgebühr wird berechnet in 
Taxe 1 für die ersten 480 Meter, 
Taxe 2 für die ersten 360 Meter, 
Taxe 3 für die ersten 300 Meter. 
Die Zusatzgebühr wird berechnet in 
Taxe 1 für jede weiteren 250 Meter, 
Taxe 2 für jede weiteren 200 Meter, 
Taxe 3 für jede weiteren 140 Meter. 
8 4. 
Zuschläge. 
Als Zuschläge sind zu entrichten: 
a) für die Beförderung von Sachen im Gesamtgewicht von mehr 
als 10 kg bis zu 25 kg 25 Pfg., 
d) für jede weiteren, wenn auch nur angefangenen 25 kg je 
25 Pfg., 
e) für die Mitnahme eines Hundes 25 Pfg.
	        

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