Full text: Einwohnerbuch der Stadt Cassel sowie der Ortschaften Harleshausen, Ihringshausen, Niedervellmar, Niederzwehren, Oberzwehren, Sandershausen, Waldau, Wilhelmshöhe, Wolfsanger, Gartenstadt Brasselsberg und Gutsbezirk Fasanenhof (Jg. 86. 1920/21)

Teil II. 
Waisenhäuser u. Hospitäler. — Stiftungen. 
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Rechnungsführer: Bankner R. Ballin. 
Schriftführer: Dr. jur. J. Kaufmann. 
Ökonom: A. Wertheim. 
Rentner Kommerzienrat M. Gottschalk, Rentner 
J. Hess, Holzhdlr. L. Lazarus, Frau Dr. J. 
Prager, Frau Kommerzienrat E. Wertheim, 
Frau Kommerzienrat A. Rosenzweig. 
Zivil-Witwen- und Waisen-Anstalten. 
Zivil-Witwen- und Waisen-Anstalt 
in Cassel. 
Direktion: Dr. Koppen, Reg.-Rat, s. Regierung. 
Zivil -Witwen- und Waisen- 
Gesellschaft. 
Kommission: Dr. Koppen, Reg.-Rat, s. Regier. 
Krug, Reg.-Sktr., Rechn.-Rat, s. Regierung. 
Haupt-Hofhospital (Hofhospital St. Elisabeth). 
(Oberste Gasse 2.) 0^> 3704. 
Direktion: Geheimer Regierungs-Rat, Landrat 
a. D. Freiherr v. Dörnberg, Superintendent 
D. Klingender, Geh. Reg.-Rat von Eschwege. 
Inspektor und Rechnungsführer: Regierungs- 
Sekretär Grosch. 
Pförtner und Bote: Alsfeld. 
Hospital Siechen hof. 
(Leipz. Str. 63.) 
Direktion: Superintendent Klingender und 
Bürgermeister Brunner. Vertreter des letz 
teren in Verhinderungsfällen: Stadtsyndikus 
Loeber. 
Pfarrer: 2. Pfarrer an der Untern. Kirche Jäger. 
Syndikus: Rechtsanwalt Dr. Strippel. 
Arzt: Dr. med. Meder. 
Verwalter und Kassierer: Städt. Obersekretär 
a. D. Dieterich. 
Kantor, Lektor und Organist: Städtischer Lehrer 
Karl Metz. 
Städtische Wohlfalirtshäuser. 
a. Jacobshaus, b. Siisterhaus (Sedanstr. 85—37). 
Verwaltung: Das Wolfahrtsamt. 
fA. Stiftungen. 
I. Stiftungen unter der Verwaltung 
des Magistrats. 
1. Vermächtnis der Frau Gräfin Hose zu 
Stipendien für 3Ialcr und Bildhauer. 
Die Zinsen (jährlich 2000 Mk.) sollen würdigen 
und bedürftigen, aus dem ehern. Kurfürstentum 
Hessen gebürtigen Malern und Bildhauern zu 
ihrer weiteren Ausbildung verliehen werden. 
Ausschreibung erfolgt jährlich im Juni. 
2. Vermächtnis des Medizinalrats I)r. Fiedler 
zum Stipendium eines Pharmazeuten. 
Die Zinsen (jährlich rd. 400 Mk.) sollen wür 
digen und bedürftigen, aus dem ehern. Kurfürsten 
tum Hessen gebürtigen Apothekern zum Studium 
auf der Universität Marburg verliehen werden. 
Ausschreibung erfolgt im August jeden Jahres. 
3. Vermächtnis von Rudolf Goldschmidt zu 
Gunsten eines jungen Ehepaares. 
Die Zinsen (jährlich rd. 1400 Mk.) sollen jähr 
lich, vom Todestage des Stifters (Juni) ab ge 
rechnet, einem Paare würdiger Eheleute, die sich 
während des Jahres heiraten und von denen 
mindestens eine Person in der Residenzstadt 
Cassel ihren Wohnsitz hat und den Nachweis 
erbringt, daß er oder sie von einer Person ab 
stammt, die vor dem 18. Juni 1866 ein hessischer 
Untertan war, verliehen werden. Ausge 
schlossen von der Zuwendung sollen die 
jenigen Paare sein, bei denen der Ehemann 
oder der Vater der Ehefrau preußischer Zivil 
beamter ist oder im aktiven Militärdienst steht. 
Ausschreibung erfolgt im April jeden Jahres. 
Vermächtnis des Geh. Hofrats Dr. Harnier 
z »m Besten eines Schülers der hiesigen 
Kunstakademie. 
Die Zinsen (jährlich rd. 400 Mk.) werden auf 
' or schlag der Kgl. Direktion der hiesigen Aka 
demie, der bildenden Künste auf die Dauer von 
je 2 Jahren vergeben. 
5. llerzogsche Schenkung, Friedrich-Auguste- 
Stiftung zum Besten der Ferienkolonien. 
Die Zinsen (jährlich rd. 1000 Mk.) sollen all 
jährlich dem hiesigen Komitee für Casseler 
Ferienkolonien zur Verwendung für die Ferien 
kolonien mit der Maßgabe zur Verfügung ge 
stellt werden, daß nur armen und bedürftigen 
Kindern, die ihren Wohnsitz in Cassel haben, 
die Wohltat des Aufenthalts in einer Ferien 
kolonie gewährt werden soll. 
Den gleichen Zwecken dient die bei Ge 
legenheit der Tausendjahrfeier der Stadt Cassel 
begründeten „Stiftung der Schmidt’schen 
Heißdampfgesellschaft zu Gunsten 
der Ferienkolonie“. 
C. Vermächtnis des Geh. Kriegsrats Meyer 
I zur Ausbildung eines bedürftigen talent 
vollen Bürgersohnes. 
Die Zinsen (jährlich rd. 170 Mk.) sollen zur 
Erziehung und zum Unterricht eines armen, 
mit Talent begabten hiesigen Bürgersohnes ver 
geben werden. Zu Universitätsstudien wird das 
Stipendium nicht bewilligt. 
Ausschreibung erfolgt im Oktober jeden Jahres. 
7. Rudolf Baumann - Stiftung für Kriegs- 
unterstützungszwecke. 
Die Zinsen (jährlich 1500 Mk.) sollen zur 
Unterstützung an bedürftige Witwen und Waisen 
verstorbener Kriegsteilnehmer, oder auch an 
bedürftige Kriegsteilnehmer und deren Familie, 
die bei Kriegsausbruch bereits 2 Jahre in Cassel 
wohnhaft waren, gezahlt werden. Sind solche 
Personen nicht mehr vorhanden, so sollen die 
Zinsen zu Ferienreisen erholungsbedürftiger 
Kinder aus Casseler Volks- u. Mittelschulen 
verwendet werden.
	        

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