Objekt: Geschichte des Füsilier-Regiments von Gersdorff (Kurhessisches) Nr. 80 und seines Stamm-Regiments des Kurhessischen Leibgarde-Regiments von 1631 bis 1913

kommandeur vor versammeltem Regiment dem Bataillon mit einem 
Hurra auf den Allerhöchsten Kriegsherrn übergeben. Die Manöver 
spielten sich südlich der Lahn zwischen Weilmünster und Kirberg ab. 
1888. 
Einen Wendepunkt bildete dieses Jahr in der Geschichte des Deutschen 
Reiches, welches aufs Tiefste erschüttert wurde durch den Heimgang des 
großen ersten Deutschen Kaisers und durch das tragische Geschick seines 
hochbegnadeten Nachfolgers. 
Am 11. März leisteten wir Seiner Majeftät dem Kaiser Friedrich den Eid 
der Treue, tiefe Trauer für den heimgegangenen, bange Sorge für den 
regierenden Herrn im Herzen; eine Sorge, die leider von Woche zu Woche 
sich mehrte, bis sie durch die erschütternde Kunde von der Erlösung des 
Königlichen ODulders in die tieffte Crauer verwandelt wurde. 
In die Regierungszeit des Kaisers Friedrich fielen unter vielem andern 
der Gnadenerlaß vom 19. April, die Zuteilung des XI. Armeekorps zur 
ersten und sodann zur dritten Armeeinspektion, in welcher es mit dem 
VII. und VIII. Armeekorps dem Großherzog von Hessen unterstand. 
Ferner erfolgte am 17. Mai die Bestimmung von Ehrenpreisen für hervor⸗ 
ragende Schießleistungen von Offizieren und Unteroffizieren, wonach in 
iedem Armeekorps der beste Schütze unter den Offizieren einen Ehren⸗ 
säbel, der beste unter den Unteroffizieren eine Uhr mit Widmung als Preis 
erhält. Endlich erfolgten einige Anderungen, welche Anzug und Aus— 
rüstung der Offiziere betrafen. 
Am 17. Zuni erfolgte die Eidesleistung für Kaiser Wilhelm II. 
Die Manöver fanden auf dem Westerwald statt und endigten bei Lim— 
burg. 
1889. 
Am 26. Januar, dem Borabend zum ersten Geburtstag, den Wilhelm II. 
als Deutscher Kaiser feierte, war wie fortan alljährlich ein großer Teil 
des Offizierkorps zur Abendtafel bei Prinzessin Luise von Preußen be— 
fohlen. Hier wurde, nachdem vom Regimentsadjutanten die Ankunft des 
Zapfenstreiches gemeldet, stets das erste Hoch auf den Kriegsherrn aus— 
gebracht. 
Am 27. Zanuar während der Festvorstellung im Königlichen Theater, 
erreichte den Regimentskommandeur eine A. K. O. folgenden Inhalts: 
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