Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

                                                                                            13.

bei einem guten Kohlenfeuer sitzen. Den 30ten, den ganzen

Tag ungestümes Wetter; etliche von unserer Gesellschaft waren

mit dem Schiffs capitain ans Land gefahren und hatten viele

Mühe wieder an Bord zu kommen, es sahe recht gefährlich aus

bei solchem Wetter ein so kleines Boot auf dem Wasser fah=

ren zu sehen, zu Zeiten konnte man vor den Wellen nichts da=

von wahrnehmen und hatte es als dann das Ansehen, als

wenn es von denselben verschlungen wäre. Heute erhielt

ich einen Brief von Haus, welcher mich sehr erfreute, bis

hierher ist Alles wohl und vergnügt. Den 31ten [Einschub: "da es"] heute

Sonntag, so war der Feldprediger, so auf dem Schiffe Ma=

lage ist, bestellt, auf unserm Schiffe Kirche zu halten; we=

gen des stürmischen Wetters aber, konnte derselbe nicht

zu uns kommen, auch hatten wir Besuch von Bremen,

welcher die Nacht bei uns bleiben mußte. Die Be=

wegung des Schiffes war ziemlich stark, der gröste Theil

unserer Gesellschaft legte sich wieder nieder, und hatte

keine Lust zum Essen, ich aber befand mich wiederum

vollkommen wohl, den Abend war, obleich die Bewe=

gung noch anhielt, unsere ganze Gesellschaft wieder lu=

stig. Den 1ten April bekamen wir wieder helles

                                                                      Wet-

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