Full text: Tagebuch 1776 - 1784 (Abschrift)

12.

meine Freunde zu schreiben; da man hier beständig in

einer dicht zusammen gedrungenen Gesellschaft, so muß

man die Zeit, um schreiben zu können, sehr wohl in Acht

nehmen. Heute sahen wir eine große Menge Fische aus

dem Wasser herausspringen, die Seeleute nannten sie

Porpse. Den 28ten, heute kam eine von unsern Kano=

nen an Bord, gegen Mittag wurde es stürmisch, weswe=

gen auch noch ein Anker ausgeworfen wurde; dreien von

unserer Gesellschaft wurden übel, und legten sich an

statt zu Essen ins Bett, auch fingen verschieden von

den Soldaten an sich zu übergeben, mir aber schmeck=

te das Essen vortrefflich. Unsere Seeleute sagten

das böse Wetter vorher wegen dem Springen der Fi=

sche.

Diesen Nachmittag waren die Matrosen beschäf=

tigt, alles Ueberflüssige von dem Verdeck zu räumen

und alles festzubinden. Den 29ten, ohngeachtet der star=

ken Bewegung des Schiffes habe ich doch recht gut geschlafen,

der Wind hatte sich gegen Morgen gelegt, es war aber kalt

und regnicht, deswegen ich auch keine Lust hatte auf andern

Schiffen Visiten abzulegen, sondern ich blieb in der Kajütte

                                                                                         bei

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