Full text: Gedichte und Uebersetzungen

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Aber ach! ich bin gefangen, 
Eisen drückt den weißen Arm, 
Und es netzt die bleichen Wangen 
Thränenfluth in bittrem Harm! 
Eine alte Frau. 
Daß der Haß zum Dolche würde 
Und der Blick zum Giftgeschoß! 
Bräche Zorn der Ketten Bürde! 
Würde Wunsch zum schnellen Roß 
Ha! ihr feiges Prahlen fände 
Bald ein Ziel in dunklem Grab, 
Aber ach — die leeren Hände 
Sinken thatenlos herab! 
Vas junge Mädchen. 
Doch in ferner Heimath rüsten 
Männer sich zu neuem Streit: 
Denn die diese Lippen küßten, 
Denken ihrer alle Zeit! 
Beide. 
Heimath! Heimath! Ferne, schöne! 
O vergiß, vergiß uns nicht! 
Sende bald die tapfren Söhne, 
Daß ihr Arm dies Joch zerbricht!
	        

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