Full text: Gedichte und Uebersetzungen

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Der Wanderer. 
Schon hat die todte Kohle Nacht 
Ein Funke Sonnenlicht entfacht, 
Schon stäubt ein Lüftchen hier und dort 
Der Dämm'rung graue Asche fort; 
Es zuckt bereits ein flüchtig Roth, 
Wie wenn es nahe Flammen droht. 
Und dichter ballt der Morgenhauch 
Bereits den weißen Nebelrauch. 
Noch ist es tiefe Stille rund. 
Kein Wagen rollt, es bellt kein Hund, 
Nur von der Straße ab und zu 
Durchbricht ein Wanderstab die Ruh'. 
Ein Greis dort tastet seinen Pfad, 
Nicht harrt er, bis der Tag genaht — 
Der nützt ihm nicht, denn dunkel sind, 
Jhni alle Wege: — er ist blind.
	        

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