Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1821)

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Polizei- Md MUMM» - WW. 
Sonnabend, den 3 tm Februar 1821. 
Befdrder- und Veränderungen. 
Den katholischen Geistlichen, ZldephonsuS 
Kobel und Wettekind Weismüller zu 
Rotenburg, ist die allerhöchste Bestätigung als 
Pfarrer daselbst allergnadigst ertheilt. 
Dem C andidaten der Rechte, Johann Adam 
Baumgard zu Marburg, ist die Advocatur 
bei den Aemtern Rauschenberg und Neustadt 
allergnädtgst gestattet. 
Edictal- Vorladungen. 
r. Die vor längst verschollenen Gebender Martin 
Aömann und Philipp Asmann aus Treis an der 
Lumbde, oder deren etwaige Erben, sollen binnen 
drei Monaten a dato, und zwar in dem auf den 
»6. April d. I. beraumten praclusivifchen Termin, 
bei Unterzeichneter Gerichtsstelle so gewiß zur Ueber, 
nähme ihres Vermögens legitimirt erscheinen, als 
«ach Ablauf dreser Frist ihr Vermögen deren Ver 
wandten , welche zugleich bei Strafe der AuSschlies, 
fung vorgeladen werden, ansgehändigt werden wirb. 
Treis a. d. L. inKurhessrn, am 18. Januar 1821, 
Kurhrsfisches Amt daselbst. Windemuth. 
In ädem S i p p e l l. 
s. Johannes Müller, gebürtig von hier, ein Sohn 
des dakirr verstorbenen Weinführers Peter Müller, 
über 60 Jahr alt und über 50 Jahr abwesend, hat 
seitdem von seinem Leben und Aufenthalt keine Nach 
richt von stch gegeben. Es wird daher genannter 
Johannes Müller hierdurch edietaliter vorgeladen, 
binnen hier und drei Monaten, und längstens in 
termino den s. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, 
vor hiesigem Amte zu erscheinen oder auf sonstige 
legitime Art seine Existenz zu beglaubigen, widri- 
gens er für verschollen erklärt werben wirb; in 
welchem Falle zugleich auch alle diejenigen, welche 
sich als gesetzliche Erben des Johannes Müller 
legrtimrren, so wie solche, welche sonst gegründete 
Ansprüche an dessen Vermögen barthun zu können 
vermeinen sollten, bei Vermeidung der resp. Prä 
cision, m praefixo sich ebenfalls zu melden haben. 
Aüendorf, am 24. Januar 1821. 
Kurf. Hess. Justitz, Amt. E î ch e n b e r g. 
In sidem Rtmb e. 
Vorladung der Gläubiger. 
1. In Gemäßbeit des von Kurfürst!. Regierung, auf 
das vom hiesigen Töpfermeister Friedrich Döhnert 
allerhöchsten Orts eingereichte Gesuch um rin drei 
jähriges Moratorium, ertheilten Auftrags, werden 
sämmtliche Gläubiger des Töpfermeisters Friedrich 
Döhnert hierdurch vorgeladen, in dem auf Frei 
tag den 9. Februar angesetzten Termin, Vor 
mittags um 9 Uhr, vor Kurfürstlichem Stadtgericht 
zu erschelnen, ihre Forderungen anzugeben und auf 
das Moratorium-Gesuch sich zu erklären, oder zu 
gewärtigen, daß die Ausbleibenden für den Beschluß 
der Mehrheit beitretend gehalten werden sollen. 
Cassel, am n. Januar 1821. 
i Kurfürst!. Hessisches Stadtgericht. Burchardk.
	        

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