Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

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Mit Kurfürstlich 
allerguâdigsten 
Hessischem 
Privilegio. 
Mittwoch, den i 7 ^Màr; 1819. 
Gesetzgebung. 
Die Nr. HI. des Gesetzblattes von diesem Jahr 
entlrfU : Verordnung vom 2. März, daS We 
gegeld betreffend. 
Edtctal - Vorladungen. 
L» Christine Louise geborne Fränzel, von hier gebür 
tig, und an George Hagelgaris verehlicht, verließ 
mit diesem ihrem Ehemann 1784, also vor jetzt 
24 Jahren, die hiesigen Lande, mit -Zurücklassung 
eines Sohnes, Gottlieb Hagelgans. Nach einem 
von diesem abschriftlich producirten Attestat, ist 
die genannte Christine Louise Hagelgans in der 
Folge mit Johann Becker, Gefreiten beim zten 
Bataillon des K. K. Oestreichischen Infanterie- 
Regiments von Darmer, zum zweitenmal verhei 
ratet gewesen, und, nachdem dieser bei der Bela 
gerung von Mantua geblieben, selbst mit ihrem 
Sohn Philipp aus erster Ehe am 2. März 1802 
zu Padua begraben worden. Dießerhalb .verlangt 
der hier zurückgebliebene vberwähnre Gottlieb Ha 
gelgans die Ausantwortnng des bisher unter Cura- 
ttl gestandenen Vermögens seiner Mutter, beste 
hend in 202 Rthlr. daarem Gelde und einigen 
Immobil - Stücken. Da aber die zu Begründung 
seiner Imploration produeirte Abschrift des Be- 
grabniß-Scheins nicht anreichend ist, ihn für den 
einzigen rechtmäßigen Erben der abwesenden 
Christine Louise gebornen Fränzel zu halten; so 
werden alle etwaige hier nicht bekannte Leibes- 
Erben derselben hiermit ediolaliter vorgeladen, 
a dato binnen 6 Monaten und längstens in ter- 
mino den 25. August l. I. vor unterzeichneter 
Gerichtsstelle zu erscheinen, und als solche sich hin 
länglich zu legitimiren, widrigenfalls sie zu gewär 
tigen baden, daß dem einzigen hier bekannten Sohn 
der mehrerwähnten Christine Louise geb. Fränzel, 
Gottlieb-Hagelgans, dessen mütterliches Vermögen 
auögeantwortet werden soll. 
Iiegerrhain, am 24. Februar 1819. 
K. H. Oberschultheißen - Amt hiers. Wagner, 
In fidem Wachs. 
Vorladung der Gläubiger. 
1. Nachdem bei sich ergebener Jnfufficienz des Ver 
mögens des hiesigen Bürgers und dermaligen Rens 
lerei-Dieners Heinrich Well und seiner Frau zum 
Bezahlen seiner Schulden, der Concurs über deren 
Vermögen erkannt, und zum Liquidiren der Forde 
rungen seiner Gläubiger Termin auf Montag den 
2. Mai, Morgens von 9 bis 12 Uhr, /».uf hiesiges 
Rathhaus angesetzt worden ist; so werden sämmt 
liche Gläubiger desselben hierdurch aufgefordert, 
in praeäxo dahier zu erscheinen, ihre Forderungen 
zu Protocoll anzugeben und zu begründen, «nb 
xraejnäicio. daß sie sonst damit bei diesem Ver 
fahren nicht gehört und von der Masse ausgeschlos 
sen werden. Neukirchen, am 21. Februar 1819» 
K. H. Justiz - Amt Hierselbst. Kurz. 
In üder» copiae Ame l ung. 
2. Nachdem der, über den für einen Verschwender 
erklärten Caspar Kalbfleisch von NimboldShausen,
	        

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