Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

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Edtctal - Vorlad un gen. 
1. Von denen bei demvvrhinnigen Districts-Tribunal 
zu Cassel deponier gewesenen Geldern, sind unter 
andern 98 Rthlr. 9 Alb. 2 Hlr. anhero abgeliefert 
worden, welche aus dem über Johannes Neusel zu 
Gottsdühren statt gehabten Concurö herrühren, und 
dermalen den ganzen Massenbestand ausmachen. 
Dem Vernehmen nach sind in dem Concurs-Ver- 
fahren noch mehrere Creditoren unbefriedigt geblie 
ben, inbejen bat sich bis dahin noch nicht ergeben, 
wem obige Gelder vorzugsweise gebühren; es ist 
daher nunmehro ein Termin auf Dienstag den 
9. Mar; d. I. anberaumt worden, in welchem 
alle dieienigen, welche auf diese Gelder Ansprüche 
zu haben glauben, solche Vormittags um 10 Uhr 
auf hiesiger Amtsstube so gewiß entweder in Person 
oder durch einen gehörig bevollmächtigten Manda 
tar anzubringen, und ihre allenfallsige Vorzugs- ! 
rechte so gewiß zu begründen haben, als sonsten 
Auszahlung dieser Gelder, ohne weitere Rücksicht ! 
auf die Zurückbleibenden, statt finden rmrt>. ^ 
Veckerhagen, den 20. Januar 1819. 
K. H. Justiz - Amt. M e i st e r l i n. 
ln üdem Kehr. . 
2. Die Witwe des Hauptmanns Hofsommer, Johanne 
Catharine geborne Ellenbepa, ist vor einigen Iah- : 
ren Hierselbst 'mit Hinterlassung èines am 16. Mai ? 
1816 errichteten Testaments verstorben, womn j 
dieselbe u. a. Folgendes, festsetzt: 
„Alles dasjenige aber, was sodann von die- ; 
„sin Obligationen übrig bleibt, vermache ich 
„meiner Stiefschwester Marthe Gertrud Brill, 
„welche im Jahre 1772 mit ihrem Vater nach 
„England gegangen ist." 
, , „Wenn aber dieselbe, oder ihre etwaigen 
' / »Kinder, rtach einer in einigen auswärtigen 
„öffentlichen Blättern und die hiesige Zeitung 
„einzurückenden Vorladung, welche längstens 
„ein Vierteljahr nach der Publication dieses 
„Testaments zu erlassen ist, binnen den näch- 
„sten zwei Jahren nach meinem Tode, nicht 
„zurückkommen, oder sich zum Empfange mel- 
„den und legitimiren werden, so sollen von die- 
„ftm Ueberschuffe die Hälfte dre eingesetzte Mit- 
,, Erbin , • Witwe Ostheim, ein Vertheil der 
„Mit-Erbe, Quartier-Commissar Wenzel, und 
- „ein Viertheil die zwei Schwestern Sophie Mar 
garethe Gering und Anna Catharina Andre, 
„ erhalten." 
* Nach dem Tode der Erblasserin haben die genann- 
( ten subsiituirten Erben , bereits unter dem räl Oc- 
. . tober des Jahrs 18 r6 m der- hiesigen Zeitung sowohl, 
7 als auch in dem Göttingenschen Wochenblatte und 
in der Frankfurter Oberpostamrs - Zettung, die 
Martha Gertrud Brill aufgefordert, das erwähnte 
.Legat in Empfang zu nehmen. Diese Aufforderung 
ist indessen ohne Erfolg geblieben, weshalb jene 
Erben um eine gerichtllche öffentliche Vorladung 
nachgesucht haben. Dü nun diesem Gesuche deftrirt 
worden ist, so wird die genannte Martha Gertrud 
Brill oder deren etwaige Etzbeff, hierdurch öffent 
lich vorgeladen, binnen einer weitern zweijährigen 
.Frist, vom-heutigen Tage an gerechnet, sich gehö 
rig legitimirt, bei der unterzeichneten Behörde zu 
melden, widrigenfalls das ihr ausgesetzte Legat als
	        

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