Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1819)

'.85. 
Lassklschc 
1Í 
Mit Kurfürstlich mm 
allergnädigsten 
Hessischem 
Privilegio. 
Sonnabend, den 2gi*» October 1819. 
EdictaL - Vorladungen. 
1 Der Schreiner Wilheltn Hartmann zu Klrmallme- 
* rode hat gegen Henrich Wenzel und dessen Ehefrau, 
Anne Margrethe geb. Burhenne zu Roßbach, modo 
gegen Bernhard Kellners Ehefrau geb. Wenzel da 
selbst, eine ursprünglich auf seine Großmutter, Hen 
rich Stöckers Rel. zu Roßbach, lautende Obligation 
vom 2. Februar 1775, werth 125 Rthlr. Capital 
mit fünfvom Hundert verzinslich, eingeklagt, und, 
UM die iegitimat. ad causam vollständig berichtigen 
zu können, um öffentliche Vorladung aller etwaigen 
Interessenten gebeten. Es werden daher alle dieje 
nigen , welche an der oben bezeichneten hypotheka 
rischen Forderung, zu deren Sicherheit die Schuld 
ner ihre I Hufe Dienstland und Wiesen, all Hans 
Jacob Pfurr in der Rvßbacher Feldmark, specia 
liter verpfändet haben, aus irgend einem Grunde 
rechtliche Ansprüche zu haben vermeinen, hierdurch 
vorgeladen, diese ihre Ansprüche in termino den 
8. December d. I. vor hiesigem Amt so gewiß an 
zuzeigen und rechtlich zu begründen, als widrigen 
falls dieselben für erloschen erklärt, und Beklagte 
zur rechtsgültigen Abtragung des Capitals mit Zinse 
an den Klager, gerichtlich autorisirt werden sollen. 
Witzenhausen, am 25. September 1819. " 
F. H. N. Amt Ludwigstein daselbst. Koch. 
In ädern Hoffman N. 
®v Am 30. März 1805 tji der Gerichtsschulz Ellenbrr- 
ger zu Neumorschen zum Curator über des kurz vor 
her ohne Descendenten verstorbenen Schullehrers 
Rekchard und dessen Ehefrau Nachlaß bestellt wor 
den. .Auf den Antrag dieses CuratvrS hat Kurfürst!. 
Regierung zu Cassel mir den Auftrag ertheilt, die 
Auseinandersetzung und Theilung des erwähnten 
Nachlasses gesetzlich vorzunehmen. Wie aus aufge 
fundenen einzelnen Papieren erhellt, haben die Ehe 
gatten Reichard mehrere Testamente errichtet, 
und ist über die Ansprüche verschiedener Erben 
bereits Proceß anhängig gewesen. Alle meine bis 
herigen Bemühungen, jene Testamente und die Acten 
über den erwähnten Proceß zu meinen Händen zu 
bekommen, sind fruchtlos geblieben. * Nur die 
Acten über die vom Gerichtsschulzen Ellenberger 
geführte Curatel besitze ich vollständig. Es sind 
laut der abgehörten Curatel-Rechnungen an einzelne 
Erben auf gerichtliche Anweisung bedeutende Zah 
lungen geleistet, doch ist noch eine nicht unbedeu 
tende Summe zur Vertheilung vorhanden. Ich 
lade daher alle diejenigen, welche aus des Schul 
lehrers Reichard und dessen Ehegattin zu Neumor 
schen Nachlaß, Erb-Ansprüche zu haben vermeinen, 
hierdurch ein, Freitag den 17. December d. I., Vor 
mittags, entweder in Person oder durch Bevollmäch 
tigte an gewöhnlicher Gerichtsstelle zu erscheinen, 
ihre Ansprüche nicht nur zu P^otocoll anzuzeigen, 
sondern auch gehörig zu begründen. Wenn Nie 
mand erschienen, werde ich dem Curator Ellenber 
ger die letzte Rechnung abnehmen, denselben von 
der Curatel los geben, und die sich ergebende Masse 
zu dem deposito des hiesigen Amts abliefern las 
sen. Spangenberg, den 29, September 1819. 
Becker, Amts-Assessor , vi g. comro. 
In ädern L 0 metsch, Amts - Secretarius. 
. Der Doctor der Heilkunde, I. F Srppell zu Son 
tra, hat bei hiesigem Amte vorgestellt, daß der
	        

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