Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1818, [1])

4us guten Wirthfchaftsgebauben, 1 ZI S Acker des 
-estén «nd ergiebigsten Landes, 65^ Acker der schön 
sten und süßesten Auewiesen, und einer Schaafge- 
rechtigkeit von 506 Stück, ohne des Schäfers Vleh, 
bestehend, soll von Petri Caihedrae 1819 an auf 
§ oder mehrere Jahre lang an den auszuwählenden 
Destbietenden öffentlich verpachtet werden. Pacht- 
lustige werden daher andurch eingeladen und auf 
gefordert, Montags den 24. August d. I., Vor 
mittags 10 Uhr, bei allhiesigen Gesarnmt-Gerich 
ten an ordentlicher Gerichtsstelle allhier sich einzu 
finden , die nähern Pachtbedingnisse zu vernehmen, 
und kannte Bieter für die Person sich zu legitimi- 
ren, ihre Gebote zu thun, und dann, nach erfolgter 
Auswahl und Genehmigung der Guthsherrfchaft, 
der Annehmlichste des Zuschlags gewärtig zu sem. 
Die nähern Pachtbedingnisse sind bis dahin bei dem 
Herrn Kammerherrn von Herda zu Lauchröden, 
H rrn Rath Lippe zu Eisenach und Herrn Rentver- 
w lter Dittmar zu Schloß-Herda einzusehen. Auch 
werden bis dahin einzelne Pachtgebote und Unter 
handlungen angenommen ; sollte aber sonach noch 
ein Pacht - Abschluß vor jenem Termin zu Stande 
kommen, so wird letzterer ebenfalls öffentlich wie 
der aufgehoben werden. 
Lauchröden bei Eisenach, den 18. Junii 1818. 
Hochadlich Herda - Brandenburgische Gesammt- 
Gerichte daselbst. F. G. B e y e r. 
Logis in Cassel zu vermiethen. 
In der Brüderstraße Nr. 725 ein Logis zwei Trep 
pen hoch, besteht aus Stube, Kammer und Küche, 
sogleich. 
2. In der Dionysienstraße Nr. 137 beim Goldschmidt 
Schaumburg ein Logis, sogleich. 
5. In der WUhelmshoher Allee Nr. z, nahe bei dem 
Rondeel bei dem Wirth Obermann ein Logis mit 
Meubels. 
4. Auf der neuen Bleiche in der Wilhelmshöher Allee 
ist ein sehr bequemes Logis für eine stille Haushal 
tung sogleich, allenfalls auch nur auf die Sommer 
monate, zu überlassen. 
5. In der Schloßstraße Nr. 169 die unterste und 
erste Etage, sogleich. 
S. In der Frankfurter Straße Nr. 40 in der Bel- 
Etage ein kleines Logis, an einen stillen Haushalt, 
auf Michaelis. 
7. Bei der Martinikirchs in Nr. 484 im Hinterhause 
eine Stube, Kammer, Küche und Keller, sogleich 
oder zu Michaelis; daselbst noch eine Stube, zwei 
Kammern, Küche, Keller und Platz für Holz, zu 
Michaelis. 
4. In der Martinistraße Nr. 29 Stube, zwei Kam 
mern, Küche, Boden, Stallung und Platz im 
Keller, auf Michaelis. 
9. Im Engelhardschen Hauö am Leipziger-Thor- 
Platz ein Logis, mit Pferdestall und Fourage-Bo- 
den, und dem Eingang in das Gärtchen, sogleich, 
und die Bel-Etage, auf Michaelis. 
Personen, welcbe verlangt werden. 
1. Ein Prediger auf dem Lande, in der Nähe von 
Cassel, wünscht einen Purschen in Dienste zu neh 
men, welcher mit Gartenarbeit umzugehen weiß, 
und über sein bisheriges gutes Betragen Attestate 
vorzeigen kann. Die Hof- und Waisenhaus-Buch 
druckerei giebt nähere Auskunft. 
2. Ein Branntewein-Brenner kann sogleich in Dienst 
treten. Wo? sagt die Hof- und Waisenhaus- 
Buchdruckerei. 
Capitalien, welche auszu leihen. 
1. 450 oder 500 Rthlr. gegen sichere Hypothek. Wo? 
sagt bic Hof- und Walsenhaus - Buchdruckerei. 
2. 180 Rthlr. Pupillen-Geld sind gegen sichere Hy 
pothek zu 4 Procent bei Jacob Hilß in Obervell 
mar sogleich auozuleihen. 
Bekanntmachungen. 
1. Gutes Stärke - Gespüble ist jeden Donnerstag 
Mittag um 2 Uhr bei dem Bäckermeister C. W e n- 
tzell in Nr. 165 zu haben. 
2. Da vom isten dieses Monats an die Erfurter 
reitende Post über Wannfried nach Eisenach aus 
Cassel Dienstags und Sonnabends früher als bis 
her, nämlich gleich nach Ankunft der Bremer rei 
tenden Post, abgefertigt und deren Lauf so beschleu 
nigt werden soll, daß die Ankunft in Eisenach 
Mittewoche und Sonntag Morgens gegen 2 Uhr 
erfolgen kann, um mit der alsdann dort abgehenden 
Post weiter befördert zu werden, so wird solches 
dem Publico hierdurch mit dem Bemerken zur Nach 
richt bekannt gemacht, daß die Briefe spätestens um 
11 Uhr Vormittags, an den bemerkten Tagen auf 
gegeben werden müssen. Cassel, am 6. Jumi 1818. 
Kurfürst!. Hess. G e n e r a l - P 0 st - I n sp e c t i 0 n. 
z. Es wünscht Jemand eine Hessen - Landstandtsche 
Obligation über 100 oder 200 Rthlr., jedoch billig, 
zu kaufen. Die Hof- und Walsenhaus-Buchdruckc- 
rei giebt nähere Auskunft. 
4. Der den nachgelassenen Franz Reinoldschen Pu 
pillen zu Fritzlar zustehende vierte Theil des Heister- 
mannschen Zehntens, soll auf den Antrag des Vor 
munds der genannten Pupillen, Vicarius Wolter 
dahier, und vermöge des darauf ertheilten decreti 
alienandi , zum öffentlichen meistbietenden, jedoch 
freiwilligen Verkaufe gebrad)t werde«. Kauflustige 
so wie diejenigen, welche aus irgend einem Rechts 
grunde Ansprüche an diesem Zehnten zu machen 
glauben, haben in dem hierzu auf Dienstag den 
14. Julii, früh 10 Uhr, vor Amte dahier anbe 
raumten Termin zu erscheinen, Erstere um zu die-
	        

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