Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1818, [1])

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o. Da der Frau Witwe Happel Garten vor dem 
Holländischen Thor am Clauswege, von Stadtge 
richts wegen verkauft worden ist, so wird dieses denen 
Mretholeuten, welche bisher Land darin zur Miethe 
ehabt, hierdurch bekannt gemacht, und ersucht, sich 
innen 8 Tagen oben am Markt in Nr. 692 zu 
melden. 
10. Da auf die vor einiger Zeit in dieser Zeitung 
zum Verkauf ausgebotenen, dem Tabacksfabrikan 
ten Herrn Friedrich Strubbcrg hierselbst zugehöri 
gen Grundstücke , aus einem Wohnhause mit Hin 
tergebäuden und dabei befindlichem Garten beste 
hend, kein annehmliches Gebot geschehen ist: so ist 
der Eigenthümer nunmehro Willens, dieselben zu 
vermiethen. Mit diesem Geschäfte beauftragt zei 
ge ich, der Unterzeichnete, hierdurch an, daßMieth- 
lustige sich in meiner Wohnung Nr. 1156 der unte 
ren Carlöstraße, jeden Nachmittag von z bis 4 Uhr 
deshalb bei mir melden, und das Nähere dar 
über erfahren können. Zur Nachricht dient zugleich, 
daß das bemerkte Wohnhaus vor dem Cöllncschen 
Thore, rechter Hand der Allee belegen, mit der 
Hausnummer 5 versehen ist, und aus sechs heitzbaren 
Stuben', einem Saal, einer Küche und mehreren 
Kammern besteht, der dabei befindliche Garten auch 
sclwu völlig ausgestellt ist. Cassel, am 6.. April 
1818. Der Regierungs-Procurator 
Rösing. 
11. Daß ich jetzt in der in der Unterneustadt belege- 
nen Behausung der verwitweten Bäckermeisterin 
Frau Conradi wohne, mache ich hiermit bekannt. 
I. C. Winhold, 
Regier. Procurator und Notarius. 
iS. Eine. Fuchssiute, 7 Jahr alt, zum Reiten und 
Fahren zu gebrauchen, ist sogleich zu verkaufen. 
Liebhaber dazu können sich in Melsungen bei des 
Ober-Chirurgus Junghans Witwe melden. 
»5. Es wird ein leichter, noch in brauchbarem Stande 
befindlicher Kinderwagen zu kaufen gesucht. Man 
melde sich in Nr. 159 am Kömgsplatz. 
14. Donnerstag den r6. April Nachmittags 2 Uhr sol 
len in der Frankfurter Straße Nr. 51, im Hmter- 
harsse mehrere Sachen, als : Betten , Lemen, Klei 
dungsstücke und Hausgerathjcbaften, meistbietend 
verkauft werden. Zur Nachricht dient, daß die Sa 
chen den folgenden Nachmittag von 2 Uhr an ab 
geholt werden müssen. 
15. Dem geehrten Publicum zeige ich hier 
durch ergebenst an, daß ich meine bisher in der 
Königsstraße geführte Weinwirthschaft in aneiw 
Haus am Friedrcchoplatz Nr. 97 verlegt habe, und 
Sonnabend den rr. dieses Monats eröffnen werde; 
bitte mit geneigtem Zuspruch mich zu .beehren und 
versichere prompte und reelle Bedienung. Cassel, 
den 9. April 1818. Horn. 
16. Deutscher Kleesaamen (rein und unver 
fälscht) von sehr schöner Qualität, der Centner zu 
io8 Pfund, 24 Rchlr., von vorzüglichster Qualität 
der Centner 25 Rrblr., das Pfund 6 gGr.; Würtem- 
berger Klee, auch Stein - oder engl. Klee genannt 
der Centner 9 Rthlr., das Pfund 2^ gGr. ; Glas 
glocken zum Treiben der Pflanzen, das Dutzend 
1 Rthlr. 16 gGr., auch > Rthlr. 8 gGr.; extra 
Schwerd-, große Zucker- undPdrl-Zackcr-Stangen- 
Bvhnen zu sehr b.lligenPreisen, der Re uß e, 
vor dem Leipziger Thor Nr. uz. 
17. Eine Wohnung auf der Ober-Neustadt, von drei 
bis vier Stuben, etlichen Kammern und Küche' 
wird zu oder vor Johannis gesucht. Nachfrage ist in 
der Frankfurter Straße Nr. 55. zu thun. 
»8. Die schon im vorigen Jahr zum Theil bekannt 
gewordene achte englische Waschseife ist wieder in 
bester Güte bei Unterzeichnetem, so wie auch bester 
Rigaer Sack-Lernsaamen, zu haben. 
Ludw. Scharfscheer, 
am Prink im Bröckelmannschen Haus Nr. 5,8. 
19. Der Kaufmann Bröckelmann am Brink will den 
vorm Holländischen Thor am Clauswege am Kauf 
mann Hrn. Münch gelegenen, i^Ack. großen Gar 
ten entweder vermiethen oder verkaufen. 
20. Die Frau Baumeister Engelhardt will ihren vor 
dem Leipziger Thor an der Fulda gelegeneu Garten, 
worin sich ein Haus, Stallung und Brunnen be 
finden , verkaufen oder vermiethen. 
21. Mehrere Dutzend Stühle und Sophas, vonKirsch- 
baumholz, mitSpringfedern versehen und gut aus 
gepolstert, wie auch Ruhesiühle, sind um billigt 
Preise zu haben. Schäfer, Tapezierer, 
ln der Wilhelmsstraße auf der Ober-Neustadt. 
22. Eine große Ottomane von grünem Plüsch, schick 
lich in ein Casino oder Garten-Salon, steht zu 
8 Rthlr. zu verlassen; auch sechö^moderne Stühle zu 
8 Rthlr., sechs englische zu 5 Rthlr., und ein Schreib 
tisch mit vielen Schiebladen zu 4 Rthlr. In der 
Frankfurter Straße Nr. 35 ist von io Uhr Vormit 
tags nachzufragen. 
23. Die frühere Bekanntmachung, daß in denen Ar 
beits-Instituten in der neuen Caserne, auf Ver 
langen für Einwohner der Stadt gearbeitet werden 
soll, wird von Unterzeichnetem mit dem Bemerken 
wiederholt, daß ausser denen bisher daselbst getrie 
benen Arbeiten, als Flachs, Werg und Wolle spin 
nen, so wie Stricken aller Art, auch noch Wolle 
gekämmt, Pferdehaare gezupft, Federn geschlossen, 
und sonstige dergleichen Handarbeiten sehr gu! und 
zu billigen Pretzen verfertigt werden sollen, und 
auch Aufträge auf dergleichen Arbeiten von Aus 
wärtigen angenommen werden. 
Der Verwalter S i e g n e r- 
24. In der obersten Cafernensiraße Nr. 351 stehet ein 
Wohn - nebst Brauhaus zu verkaufen oder zu ver- 
Mletben. Liebhaber können sich desfalls in der 
Schloßstraße Nr. 404 in dem Weitzelschen Haus 
zwei Treppen, hoch melden.
	        

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