Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1814)

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Meinung beìzuwvhnen, und darauf das weitere t» 
- erwärckgen. Melsungen, den 13. April 1814. 
Kurfürst!. Hessisches Zustitz - Amt daselbst. 
Heuser. 
16 . Die Lieferungen der, zu denBüreau- Bedürfnissen 
der Unterzeichneten Direktion erforderlichen Papiere 
sorten von Velin, Propatria, Register, Konzept und 
blau Packpapier, sollen an den Miudestfordernden 
vervung'n werden. Diejenigen Herren Papierfabrik 
kanten uad Papierhändler, welcke diese Lieferungen 
ru übernehmen geneigt sind, werben eingcladen, von 
jetzt an bis zum Termin den 25. d. M. auf dem Se, 
krerarlat der Direktion (Frankfurter Straße. Nr. 45} 
fiep zu melden, die Proben der verschiedenen Sorten 
mit Bemerkung der genauesten Preise abzugcben, und 
darauf das Weitere zu erwarten. Cassel, den 12. 
April 1814. 
Die Direktion der Militair,Hospitalien des 4ten 
Arrondissements. 
17 . Im Eckhaus der untersten Iohanniöstraße Nr. 760 
sind wegen Mangel an Raum zu verkaufen : eine 
Tapklenwand von Linnen, 24 Stück große Spiegel, 
schoben in Schiebrahmen, 2 Stück orvinaire Zen, 
st- flüael, leere rannene Kisten, leere Essig, und 
O Nässer, 2 Smck große Schroteleitern und guter 
W genfchmier von Theer. 
13. Vor dem Köllnischen Thor steht der Spaziergang 
in einem Garten mir Häuschen und Laube für die, 
fer Sommer zu vermiethen; man melde sich daselbst 
in Hangischen Garten. 
ly. Ein guter Zcugschrar-k ist wegen Mangel des 
Raums um einen billigen Preis zu verkaufen; nä, 
he.e Nachricht erhält man in der untersten Königs, 
str che N> . H48. 
so. Meinen respective» Gönnern zeige ich an, daß ich 
mein Logis verändert habe, und auf der Oberncu, 
ftaot in dev Wilhelmsstraße Nr. 139 wohnhaft bin, 
mir dem Bemerken, daß moderne Sophas, Cana» 
pees und Stühle um möglichst billige Preise jeder, 
zeit bei mir zu haben sind. ' 
Schäfer, Tapezier. 
21. Ein Stück Land, nahe vor dem Holländischen 
Thor, ist sogleich zu vermiethen; auf dem Markt 
in Nr. 706 erhält man nähere Nachricht. 
22. Durch die Veränderung der Zeitumstände bin ich 
in den Stand gesetzt, meine überall bekannten dop» 
pellen Branndteweine billiger, und zwar die platte 
Bouteiüe zu 12 ggr. den l'nker aber zu 15 Rthlr. zu 
verkaufen. Sodann empfehle ich mich noch in vielen 
Surren feiner Liqueurs, Jamaika» Rum, Jíxtrait 
d’Absinthe, Schwarzwalder und Schweitzer Kirsch» 
Wasser, besten Cognac und mehreren Arten in Zucker 
und Weit gcist eingemachten Früchten, ächtem Eau 
de Cologne und dreifach abgezogenes Orangeblü, 
then r Wasser. Auch kann ich jetzt die Preiße der 
Weine etwas billiger stellen, so daß ich sehr gute 
rothe uud weife Franzweine zu 9 , 10, 11 u. 12 ggr. 
Rheinweine zu 8 bis 12 ggr. bis zu i Rthlr. ver, 
kaufe. Neben der Empfehlung meiner Specerey» 
Handlung che ich einem geneigten Zuspruch, unter 
Versicherung der billigsten Bedienung, entgegen. 
Cassel, den 21. April 1814. 
Jacob Vogelrohr, 
Frankfurter Straße Nr. 47. 
23. Unterzeichneter erbietet sich zur völligen Reparation 
des zerbrochenen Porzelains, Glases und Crystalles, 
vermittelst künstlicher Nieten Auch vergoldete und 
unvergoloete Henkel an Tassen zu machen und ver, 
goldete Buchstaben aus Gefäßen hinweg zu bringen. 
M. L. Drucker, 
. hinter dem Judenbrunnen beim Kaufmann Herrn 
Efcherich Nr. 7 y 2 . 
24. I Acker Land am Heckershäuser Wege ist sogleich 
zu vermiethen; das Nähere bei der Wittwe Bach, 
mann in der Carlshaver Straße Nr. 428. 
25. Bekanntmachung der von Seiner Kurfürstlichen 
Durchlaucht gnädigst bewilligten nunmehr ganz 
bestimmte unwiederrufliche Ausfpie, 
lung des Ritterguts Alsbach auf die erste 
» Klasse 85ßer Hanauer Lotterie betreffend. 
Da die höchste Genehmigung Seiner Kurfürst!!, 
che» Durchlaucht, unsers gnädigsten Landeeherrn, 
gedachtes Gut nach hiesiger Lotterie ausspielen zu 
dürfen, uns zugekommen ist, so ermangeln wirnicht, 
ein geehrtes Publikum hievon in Gemäsheit unserer 
vorläufigen Anzeige vom i8ten dieses, alsbald zu be, 
nachrichtigen, und hier nochmals zu wiederholen, 
daß besagtes Rittergut A lö b a ch, welches aufVier, 
zig Tausend Rthlr. geschätzt ist, ein für allemal 
in der isten Klasse -er 8ñsten hiesigen Lotterie, so 
im Monat September dieses Jahres dergestalt aus, 
gespielt werde, daß der Besitzer der Nummer, aus 
welche der höchste Preis von 2500 fl. fällt, obiges 
Rittergut Alsbach gewinnt, welches denn dem 
Gewinner zwei Monate hernach gegen Auvhändi, 
gung des Treffer»Loofes ohne allen Abgabe-Rückstand 
und ganz schuldenfrei überliefert wird, und der 
neue Eigenthümer nur die mit der Besitzveränderung 
verbundenen Kosten übernimmt. 
Daß die unterm 2tzsten Oktober ign von uns 
auf die Soste hiesige Lotterie ausgefertigten und mit 
oben beigedrucktem Freiherrlich von Wendtscherr 
Wappen versehenen Loose ihre vollkommene Gültig 
keit auf besagte Ziehung ister Klaffe 85 ster Lotterie 
behalten, wird hierdurch ausdrücklich versichert, 
indem, wegen Kürze der Zeit und der bereits in 
entfernte Gegenden versandten und bereits ver, 
kauften vielen Loosen teme Abänderung und Umta^, 
schung derselben ohne 'ehr große Kosten möglich ist. 
Wer noch weiter eineKollekte zu übernehmen Willens 
ist, beliebe sich in Zeiten bei Unterzeichneten zu mel, 
den. Die Einlage ist Sieben Gulden für jeder Loos 
Im 24 fl. Fuße.
	        

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