Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1813)

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dem Unterricht im Schönschreiben und Rechnen', 
wo für sämmtliche Privatstunden monatlich 12 Gr. 
bezahlt wird. Sollten Eltern ihre Kinder (oder 
auch erwachsene Personen) nur Theil an dem 
Privat - Unterricht zu nehmen lassen wünschen, 
so kann dieser Wunsch auch erfüllt werden. 
Kassel, am 22sten October 1815. 
Wittwe Emilie Cnyrim, 
Petristraße N® 279. 
z. Die berausgekommenen Loos, Nummern von der 
K. K. Wiener Bergwerks, Produkten 50 Gulden 
Lotterie, sowohl von denen y Ziehungen der ver 
flossenen Jahren, als von der ersten Klasse der 
dießjabrtgen Ziehung, kann man bei mir Unter, 
zeichneten gegen il Gr. per Nummer erfahren, 
und die Gewinne von letzterer Ziehung gegen einer 
billigen Provision bei mir ausbezahlt erhalten, auch 
kaufe ich noch einige Loose, welche bis jetzt noch 
nicht heraus seyn, zum bestmöglichsten Kours an. 
Geisel! Iesaias Rieberg in Kassel, 
i Zatoböstraße Nro.266. 
4. Verschiedene Sorten von feinen Tafel, und Koch, 
Obst sind in der Napoleonohöher Vorstadt in dem 
Hause des Kriegs, Raths Steinbach zu verkaufen. 
5. Theater,Anzeige. 
Schauspieler und Sänger, welche ein Engagement 
wünschen, belieben sich gefälligst an Unterzeichne, 
ten zu wenden. Unfrankirte Briefe werden nicht 
angenommen. Kassel den i. November 13 rZ. 
F. W. Sohm, 
Direktor des deutschen Theaters zu Kassel. 
6. Da bei den jetzigen Verhältnissen die holländischen 
Blumenzwiebeln nicht durch Auktion verkauft wer, 
den können, so werden wir solche aus der Hand 
um sehr geringe Preiße verkaufen. 
Bröckclmannsches Kommiff.rBmeau am Brink Nr. 5 iZ. 
7. Der, in den letzter« Zeitungen bekannt gemachte, 
jedoch wegen allgemeiner Abhaltung ausgesetzte 
Verkauf von mehreren Sorten guter Weine, Spe, 
zerei, Waaren, auch Mobilien, wird nun Montag 
den 8ten dieses, in Rr. -8, der Frankfrmher 
Straße, seinen Anfang nehmen. 
Kassel am 4ten November 1813. 
Der Notar, Dr. Die de. 
8. Es hat sich am 2ken d. M. ein junger schwarzer 
Dachs, Hund verlaufen, wem er zugelaufen seyn 
sollte, wird ersucht, denselben gegen ein gutes 
Douceur in der Iohannisstraße Nr. 388 , drei Trep 
pen hoch abzuliefern. 
9. Zn Nr. 127 in der Königsstraße, dem Meßhause ge, 
genüber, stehet wegen Mangel an Raum, ein leichter 
ein, oder mehrspannig zu fahrender Wagen, welcher 
wenig gebraucht.und daher im besten Zustande ist, zu 
verkaufen. 
10. Erklärung. Im Hefte 19 der Zeitschrift 
Anekdoten und Charakter, Züge aus den Kriegen 
I 8 o 5 bis l8oy, welche in der Baumgäclnerschen 
Buchhandlung zu Leipzig erschien, befindet sich ein 
Aufsatz von mir, betitelt: Historische Nachrichten 
über die Hessische Jnsucektion. Zn diesem Aufsatze 
befinden sich einige Aeusserungen, die den Obersten, 
jetzigen General von Dörnberg und sein Benehmen 
bei jenen Begebenheiten in ein nachcheiliges Licht 
stelle«. Da ich zu jenen Aeußerungen, wie ich jetzt 
einsehe, nur durch Mißverständnisse und eine fal 
sche Ansicht verleitet worden bin, so erkläre ich nicht 
nur dieses, sondern ich gestehe auch, daß ich durch 
die öffentliche Bekanntmachung des bemerkten Auf 
satzes sehr gefehlt uno mich übereilt habe. Dörn 
berg, der der heiligen Sache des Vaterlandes nnd 
des Reichs, alles aufopferte, was dem Eigennütze, 
was selbst dem Gefühle theuer seyn kann: eme 
glauzende Laufbahn, ein großes Vermögen, glück 
liche Famunn; Verhältnisse und so manches andere, 
und der dagegen der Gefahr eines schrecklichen To 
des und einer lebenslänglichen Verbannung sich 
auöftyle; Dörnberg gehört zu den Männern, auf 
die unsere Natron stolz seyn kann; er verdient bett 
wahrhaft Großen decielben, den Schills und Hofer, 
den Steins und Ports zugezählt zu werden. 
Wenn aber viele Westphänsche Offiziers, zum 
Theil vom höchsten und hohem Range, aus elen 
dem Neide auf Dörnbergs wahrhafte Grösse, nnd 
ihre eigene Verächtlichkeit vergessend, jenen Aufsatz 
benutzt haben, um Dörnberg herunterzusetzen, so 
muß eine solche Frechheit jeden rechtlichen Mann 
mit äußerstem Unwillen erfüllen. Diese Menschen, 
die unter den Fahnen der National; Schande und 
des Despotismus alles verriethen, was den Mann 
von Ehre und dem Teutschen heilig seyn muß; soll, 
ten nie, ohne vor sich selbst zu erröchen, den rühm, 
vollen Namen Dörnberg in den Mund nehmen. 
Eschwege an der Werra am rsten rmNovember t8iZ. 
Siegmuud Peter Martin. 
ir. Alle diejenigen die an meinen Sohn Liepman 
M. A. Moscnrhal gegründete Forderungen zu ha 
ben vermeinen, werden hierdurch ersuche bei meinem 
altern Sohn dem Kaufmann Herz M. Adr. Mosen, 
thal dahier zu melden, wo solche ein Näheres des, 
falls erfahren werden, zugleich warne ich hiermit 
jedermann künftighin ihn nichts zu kreditiren da 
auf keine Weife Zahlung zu erwarten sieht. 
Kassel am s. November i8l3. 
M.oses Abraham Mosenthal, 
hinterlassene W.
	        

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