Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

c 945 ) 
7. Es sind eine Parthie Double Florence und Ue- 
vantiue», wie auch Mousseline zu Vorhängen zu 
herabgesetzten Preisen bei mir angekommen, nebst 
mehrern neuen Waarenartikelu, wovon ich meine 
resp. Gönner zu unterrichten mir die Ehre gebe. 
A. Z. H irs ch. Steinweg Nr. 206. 
8. Auf der Ober,Neustadt in der Georgen,Straße 
Nr. 26 sind verschiedene Sorten Weine zu haben, 
besonders rothe und weiße Weine zu 8 Gr. 
9. Ein Herr in Kassel sucht einen jungen Menschen 
zum Bedienten, welcher deutsch und französisch 
spricht, am liebsten einen gebornen Franzosen, und 
der dabei etwas schreiben kann. 
A Cassel l’on désire un jeune homme pour do 
mestique, qui parle les deux langues et qui sait 
un peu écrire. Un Français natif si celasepour- 
rait. 
10. Es sind i Paar Wagenpferde, Langschweife und 
Rappen von Farbe, zwischen 7 und 8 Jahren alt, 
aus freier Hand zu verkaufen. Man erfahrt das 
Nähere in der Waisenhaus,Buchdruckerei. 
«i. Ein yjähriges braunes Reitpferd, welches an 
Fener und Manövres gewöhnt ist, soll verkauft 
werden; desgleichen auch ein leichter Stadlwagen, 
der noch in gutem Stande ist, eiserne Axen, mes, 
singene Buxen und gute Stahlfedern hat, bei Oest, 
reich vor dem holländ. Thor. 
Ir. I. N. Helfft aus Braunschweig zeigt hiermit 
an, daß er sich einige Zeit hier aufhalten wird und 
empfiehlt sich deshalb durch sehr schöne, geschmack, 
»olle Waaren und billige Preise, als: Florence, 
glatte und brochirte Levantine» worunter eine Partie 
2 16 bis i8Ggr. \ breite cvul. Atlasse à ,3 bis 20 
Ggr., Kattune, Cachemir, und Merinoskleider, 
Dvmbafsifis, glatte und gestickte Mulls, Mousse, 
line, Eambric, französischen Batist, Patinet, Crep, 
Spitzen, baumwollene und seidene Strümpfe, fran, 
zösische Schuhe, Blumen, Federn, alle mögliche 
Odeurs, ächtes Eau de cologue u. s. w. ; auch We, 
sten, Chemisetten und Halstücher für Herren. — 
. Besonders aber sehr schöne Façons im fertigen Putz, 
sowohl von Sammet als andern Zeugen, Kragen, 
tüchern und sebr billigen Florence, und Levantine, 
Uederröcken. — Sein Waarenlager ist bei Hrn.Ruhl 
im schwarzen Adler auf der Königc-straße Nr. in. 
13. Künftigen Montag den 2zten November soll ein 
Theil Hauegekäth öffentlich gegen baare Bezahlung 
versteigert werden, Liebhaber finden sich Nachmittags 
um 2 Ühr in Nr. 675 unten am Markt ein. 
14. Zur 6ten Klasse der >ten köui-U westphül. General, 
lotterte sind l Loose Nr. 530 und 53 2 verkehren ge, 
gangen, für deren Ankauf gewarnt wird, indem nur 
Inhaber der Loose von der gezogenen 5tcn Klasse den 
• darauf etwa kommenden Gewinn ausbezahlt wird. j 
Kassel, den - 4 . November 13", .. ' 
1 5 . Ein sehr schönes und noch wenig gebrauchtes Korb, 
Wägelchen, so ein, und zweispännig gefahren werden 
kann, steht in Nr. 325. in der mittelsten Johannis, 
straße, wegen Mangel an Platz, zu verkaufen; auch 
ist daselbst eine Drehbank nebst einer Treppe billig, 
sten Preises zu verlassen. 
16. Nach dem Beschluß des Hrn Präfekten des Ful, 
dar Departements vom i6ten Oktob. d. I. sollen in 
dem städtischen Brauhause allhier, nachstehende 
Braugerathschaften öffentlich meistbietend verkauft 
werden, als: 1) Ein, 40 Ohm haltender kupferner 
fast ganz neuer Braukessel; 2) Zwei, über 80 Ohm 
haltende Braubütten von Eichen Holz mit eisernen 
t Reifen, und eine mit einem Deckrl versehen ; z) Meh 
rere kleine Bütten ; 4) r neuer Thermometer; 5) 
Mehrere stark gegossene Brandreitel im Heerd des 
Schorns; 6) Mehrere Ducksteine zum Schorn zu 
gebrauchen; 7 ) Mehrere Bierfässer; 8) Einige ei, 
ferne Gerätschaften. Hierzu ist Termin auf den 2. 
Dezbr. d. I. Vormittage bestimmt, in welchem sich 
die Käufer auf dem Bureau der Mairie allhier ein, 
finden und den Zuschlag erwvrten können. Melsun, 
gen, den roten Nvvbr. 1811. 
Der Kantone, Maire, Schreiber. 
17. Durch anhaltendes Bemühen und häufige Versuch- 
ist es einem Oekonomen gelungen, ein Mittel zu 
vervollkommenen, wodurch der deutschen Landwirth, 
schafk vielleicht ein kleiner Dienst geleistet wäre, 
nehmlich: durch Anwendung verschiedener Minera, 
lien die zur Saat bestimmte Frucht dahin zu drin« 
gen, daß ihr Erttag das Duplum des sonst gewöhn, 
lichen Ertrages erreicht, ja bei günstigen Jahren 
übersteigt; und da diese Präparatur keineewegeS 
kostspielig ist, sondern zu einem Kasseler Viertel mit 
höchstens einem Gulden bestritten werden kann, f» 
wäre vielleicht einem oder einiger der Herren Guts 
besitzer oder Landwirthe hiermit gedient. Bekannt, 
mâcher dieses wünscht deshalb, zur Anwendung die, 
ses Mittels, entweder die Aufsicht eines Guthes, 
oder auch nur die Preparatur für einen oder einige 
der Herren Guthsbesiyer oder Landwirtbe zu über, 
nehmen, und bittet, ihre Befehle hierüber an dis 
Expedition dieses Blattes gefälligst zu addressicen. 
>8 Ich wohne jetzt Nr. rzo in der Königsstraße, dem 
Standeplatz gegenüber im Hause des Herrn Raths 
Nayl. Wache, DistrikerNotar. 
J’ai établi mon étude actuellement tue royale 
Nro. 150 de la Maison du Sieur Nahl, Ancien 
Conseiller. Wachs, Notair de District. 
19. Wiederholte Aufforderung an die Besitzer der zum 
Distrikt Kassel gehörigen Kronlehne. 
Der Art. 11 des königl. Dekrets vom 28 ten März 
iZoy, die Allodifikativn der Lehne betreffend, legt 
den Prokuratoren des Königs das Geschäft auf, 
den Ertrag der in ihren Distrikten gelegenen, gesetz 
lich allodifizirten herrschaftlichen Lehne auezumitteln. 
Diesem gemäs fordert der Unterzeichnete wiederholt 
-,alle diejenigen auf, welche im hiesigentDisirikte ge, 
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