Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

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ne peut la défendre , îl lui a fait prendre uu nom 
supposé; dailleurs le roi a donne le mot k Belle- 
garde , au page, et tous deux se j>retent avec un 
zèle admirable aux projets du maître. Le pauvre 
mari est seul contre tous; toutefois dans cette 
lutte d’adresse, de ruses, de petites perfidies, l’a 
vantage n’est pas toujours du côte du roi. Margue 
rite de Navarre, soeur du monarque, moins étran 
gère que la belle Chatcaubriant au manège des 
cours, déconcerte sourdement la marche de son 
frere. Le roi ne tarde pas à s’apercevoir qu’il est 
difficile de ne se point blesser en jouant avec les 
armes de l’Amour; il ne voulait qu'alarmer le mari, 
mais Françoise est si belle! son modeste embarras 
est accompagné de tant de grâce, sa timidité prèle 
un charme si doux k son esprit! Entraîné par un 
penchant irrésistible, le pimce est aux genoüx de 
sa sujets. Le coeur de la comtesse, pur comme 
un beau jour, est sous la double égide de la vertu 
et d’un amour légitime. Eclairée enfin sur les vrais 
sentimens du Roi, la noble dame de Chateaubri. 
ant, sans s’écarter d’u respect qu’elle doit au Sou 
verain , rejette avec un calme imposant des offres 
qui, n’en déplaise k l’étiquette des cours, pour 
être brillantes, n’en sçnt pas.plus honnêtes. Quel 
dommage que l’auteur, pour répandre un intérêt 
si touchant sur la comtesse dç Chatcaubriant, ait 
été obligé de dénaturer le, faits! Sur la scène on 
peint en beau: 
Et voilà justement comme on gâte l*Jtistoire. 
Mad. Delys a fait sa rentrée par le rôle de Fran 
çoise de Foix. On craignait que l’évènement qui 
l’a tenue quelque tems éloignée du théâtre, n’eût 
altéré sa voix : ce, craintes étaient bien gratuites. 
Son organe a conservé toute sa pureté, toute sa 
fraîcheur. Mtne Delys ne se refîne pas k broder lé 
gèrement les passages qui en »ont susceptibles, 
tandis que dans les morceaux d’expres ion, elle 
s’abandonne k son âme, et lai>se sa voix lutter de 
dxmceur avec les plus charmans accords. Elle a 
obtenu de nombreux applaudissemens, d’autant 
plus flatteurs, qu’ils étaient mérités, et que le Pu- 
blic de Cassel n’en est point prodigue. 
Le spectacle a été terminé par un divertissement 
auquel on n’a trouvé d’autre defaut que d’ètre trop 
court. Mes Coustou, Adèle , Durand et Lavancour 
«ont charmantes sous le co Lumed’Amazônes ; qu’on 
peigne les Grâces avec l’armure jde Pallas. 
für, Freundschaft; ihr Gemahl vermag sie nicht zu 
schützen, denn er hat sie einen andern Namen an 
nehmen lassen. Zudem hat der König alles mit Bel, 
legarde'n und dem Pagen verabredet. Beide widmen 
sich mit bewundernswürdigem Eifer den 'Absichten ih, 
res Gebieters. Der arme Ehemann steht allein da 
gegen alle; doch ist in diesem Wettstreit von Gewand, 
heit, List, kleinen Falschheiten, der Vortheil nicht 
immer auf der Seite dee Königs. Margarethe 
von Navarra, der die Hofinrrigucn minder fremd 
sind, als der schönen Chateaubriant, vereitelt unter 
der Hand die Anschläge ihres Bruders. Der König 
wird bald gewahr, wie schwer es sey, sich nicht zu 
verwunden, wenn man mit Amor's Waffen spielt, er 
wollte den Mann nur beunruhigen, Franziska 
aber istsso schön, ihre bescheidene Verlegenheit ist mir 
so vieler Anmuth begleitet, ihre Schüchternheit leiht 
ihrem Geiste einen so süßen Reiz, daß ein nnwider, 
stehiicher Kraft den Fürsten endlich zu den Füße»; seiner 
Unrerthanin zieht. Aber das Herz der Gräfin, rein 
wie ein schöner Frühlingsmorgen, ist unter dem zwie, 
fachen Schnee der Tugend und einer rechtmäßigen Liebe. 
Aufgeklärt endlich über die wahren Gesinnungen des 
Königs, weist die edle Frau von Chateaubri.mt, ohne 
Die Ächtung zu verletzen, die sie ihrem Monarchen 
schuldig ist — weist sie mit Ruhe jene Anerbietungen 
zurück, die, was auch der Höfe Brauch dagegen zeugen 
mag, wohl glänzend seyn mögen, aber darum wahr, 
lich nicht ehrbarer sind. Wie schade ist es nicht, daß 
der Verfasser, tim die Gräfin von Chateaubriaut so 
interessant zu machen, genöthigt war, den wahren 
Hergang der Sache zu entstellen. 
„So verdirbt man die Geschichte" sagt Dofiäre. 
Mad. Delos ist in der Rolle der Franziska zum 
ersten Male wieder aufgetreten. Man fürchtete, daß 
der Umstand der sie einige Zeit von der Bühne entfernt 
gehalten hatte, ihre Stimme verändert haben möchte. 
Diese Besorgniß war vergebene, ihr Organ hat seine 
ganze Reinheit, seine ganze Frische behalten. Mad. 
D elys brvdirt wohl leicht die Passagen die dessen sä, 
hig sind, in den ausdrucksvollen Strkcn aber ist sie 
ganz Seele, dann wetteifert ihre Stimme an Innern 
Reiz mit den schmelzendsten Akkorden. Sie erbtest viel, 
. fähigen Beifall, welcher um so schmeichelhafte ist, da 
er verdient war, und das Publikum zu Kassel sonst 
nicht verschwenderisch damit ist. 
Das Schauspiel schloß mit einem Divertissement, 
an dem man nichts tadelte, als daß es zu kurz war. 
Die Damen Couston, Durand und Lavancour 
sind höchst reizend in der Amazonentracht; man denke 
sich nur die Grazien in derKnegsrüstung der Pallas.
	        

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