Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1811)

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ihnen erforderten Extrakten aus den Geburtsregistern 
gleich vor der Aushändigung, das Signalement hin 
zuzufügen, 
Die.Kantonsmaires werden bei Untersuchung über 
die Konskriptionkpflichtigkeil der ihnen in Gemäßheit 
des Dekrets vom i2lcn April «8i9 vorgestellten jungen 
Leute, keinem derselben, welcher sich blos durch Vor 
zeigung eines nicht signalisirten Taufscheins leginmiren 
kann, deren Aufenthalt tn Ihrem Kanton gestatten, 
sondern dieselben arretiren und durch die Gened'ar- 
merie nach ihrem Geburtsort zurücklransportiren lassen. 
Um indessen für die erste Zeit häufige und unnütze Ar- 
restationen zu vermeiden, sind die Kantonsmaires au- 
thorisirt, dergleichen Personen, insofern sonst kein 
Verdacht der Verfälschung gegen sic obwaltet, zu Re 
gulirung ihrer Atteste angemessene Fristen zu bewilligen 
und erst nach deren Ablauf zur wirklichen Arrestativn 
zu schreiten. 
Jedoch soll auch diese Vergünstigung länger nichtals 
bis zum rZten Juli d.I. Stattfinden undnachAblauf 
dieser Frist einen jeden, dem Anscheine nach, noch im 
K^nskriptionealter begriffenen juncen Mann, welcher sich 
nicht durch vollgültige Atteste leginmiren kann, arre- 
tirt und an die betreffende Behörde zurückgewiesen 
werden. 
Die Herren Unterpräfekten und Kantonsmaires sind 
ä mit der genauesten Vollziehung der gegenwärtigen Be 
kanntmachung beauftragt. Kasst, den n.Iuni I8H. 
Der Präfekt des FuldadepartemeulS, 
von Reimann. 
Cirkulare 
an sämmtliche Herren Mairen des Fuldadeparte 
ments. 
Kassel, den u. Juni i8U. 
Meine Herren! 
Die von mehreren von Ihnen bisher eingereichten 
Mutarivne-Etats bei der Personalsteuer, sind zum Theil 
nicht so aufgestellt, daß der beabsichtigte Gebrauch da 
von gemacht werden könnte. 
Es ist nicht genug, daß die im Monat vorgekomme 
nen Veränderungen von dem ganzen Kanton generell 
in einem Etat aufgenommen, und mir derselbe einge 
sandt wird; sondern es muß auch bei jeder Kommune, 
jeder Adr und Zugang mit Bemerkung der Ursachen 
speziell dargestellt werden, indem eS nur hierdurch 
möglich wird, die Uebereinstimmung der angesetzten 
Steuer mit dem Gesetz zu prüfen, die Richtigkeit der 
General-Nachweise zu deurtheilen, und Mängeln und 
Irrungen vorzubauen. 
Ich ersuche daher, vom Monat Juli d. I. an, von 
jeder Kommune Ihres Kamons ein Muralionsverzeich- 
niß, und zwar nach dem Schema zu entwerfen, wel 
ches durch die Präfektur-Verfügung vom 2ZtcnJanuar 
d. I. 3 fr 9 >°t Anlage A. vorgeschrieben ist, und wel 
ches ich, weil ich nicht weiß, ob es in allen Distrikten 
des Departements zur Kenntniß der Herren Mairen 
gebracht ist, hier beifüge. Es ist darin jeder Abi und 
Zugang in der Kommune aufzunehmen, dasselbe in 
duplo aufzustellen und einzusenden. Aus diesen spe 
ziellen Verzeichnissen fertigen Sie den General Etat vom 
ganzen Kanton an, und reichen solchen spätestens acht 
Tage vor Anfang des Monats, wofür der Etat bestimmt 
ist, jedoch nur einfach, bei mir ein, legen aber dem 
selben die speziellen Mutations-Verzeichnisse in duplo 
dei. So bald solche eingegangen sind. geschieht bei 
mir die Revision dieser Verzeichnisse, und wird Ihnen 
hiernach das zweite Exemplar derselben, mit der er 
forderlichen Genehmigung versehen, zurück geschickt 
werden, welches Sie alsdann dem Ortöerheber *u sei 
ner Legitimation und zur Anfertigung des Erheberegt- 
stcrs welches hierdurch justifizirt wird, zuzustellen 
belieben. 
Diejenigen von Ihnen, welche für den Monat Mat 
keine ?pe;ial:Etatö, oder Mutations-Verzeichnisse ein 
gereicht haben, ersuche ich, mir solche jetzt noch einzu 
senden. Schließlich bemerkeich noch, daß da, wo die 
Steuer eines Kontribuenten aus Armuth in Abgang 
gebracht wird, jedesmal das vorgeschriebene Armulhs- 
Arrest mit beigefügt werden muß, und daß der Armuth 
wegen niemand abgesetzt werden darf, der nicht we 
nigstens zum Theil von Almosen lebt, weiches aus dem 
Attest hervorgehen muß. . 
Ich versichere Ihnen meine ausgezeichnete Hoch 
achtung. 
Der Direktor der direkten Steuern im 
Fuldadepartement, 
Matlinkrodt. 
Schema, 
zum Etat der von der Kommune N. für den Monat 
März i&u zu erhebenden Personal-Steuer. 
Steuerbetrug 
Fr. Et. 
Nach dem Etat pro Febr. iZi r, waren 
zu erheben . . . 400 — 
Haus p r0 Mär; 
Nr. ü. Zuwachs. 
1) 27. DcrN hat sichimMvnat Feb. 
wieder veeheirathet, stehet in 
der 9ten Klaffe, gehen pro Marz 
zu ... 34 Cent. 
2) 20. Die Tochter des A. Elisabeth 
har im MonatFeb.dasidteIahr 
erreicht, hat für cinKmd noch 
nicht kontribuirt, und stehet in 
der 7 tenKlasse, gehenpro Marz 
zu .».»»»».. 
Summa des Zuganges 84 (ent. 
B. Abgang. 
1)34. Der N. hat im Monar Febr. 
. seinen Knecht entlassen mW ei 
nen andern dafür nicht meto
	        

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