Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1810, [2])

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-cstellet sind^ jedoch wird, da die Geschäfte der 
Kommission überhaupt nur in Untersuchung der For 
derungen bestehen, insbesondere die Aufnahme sol 
cher nicht verbrieften Forderungen, .ohne der noch 
nicht erfolgten allerhöchsten Bestimmung, ob sie als 
Staatsschuld betrachtet werden sollen, borzugrei 
fen, von ihr lediglich in der Absicht geschehen um 
selbige Sr. Excellenz dem Herrn Minister der Fi 
nanzen vorlegen zu können. Wie daher diejenigen, 
welche Forderungen solcher Art (mit Ausnahme de 
rer, welche zufolge bekannter Anordnungen anderer 
Orten zu liquidiren sind, als z. B. der rückständi 
gen Militairgagen und Pensionen) zu haben glau 
ben, diese von jetzt an bis zum Ende d. I. vor der 
Kommisffon anzugeben und in quali et quanto zu 
begründen haben, wobei jedoch, wie sich von selbst 
verstehet, von Kommnnallasten, da auf selbige der 
Begriff der Staatsschuld keine Anwendung fin 
det, die Rede nicht seyn kann; so wird insbesondere 
in Ansehung etwaiger Angaben von Besotoungö- 
rückständen bemerklich gemacht, daß die Kommission 
solche, der Regel nach, nicht von den einzelnen Per 
sonen aufnehmen kann, sondern die,e damit an die 
ihnen vorgesetzt gewesenen vormaligen Behörden ver 
weisen und, zu mehrerer Beglaubigung, von den 
letztem die spezifizirtcn Verzeichnisse solcher etwani- 
gen Rückstände erwarten muß. Was die Forder.-.t- 
gen an dicDomainen oder andere vormalige Landes- 
herrschaftliche Kassen, hjecnächst die Forderungen 
an die einzelnen, vorhin hannoverschen, j-vr mit 
dem Königreiche Westphalen vereinigten Provinzen 
anbetrifft; so wird in Ansehung derer, weiche rn 
Verschreibungen , die vor der im Jahre >8o3 einge 
tretenen Besetzung dieser Lande dura die kaiseüch 
französischen Truppen ausgestellt worden, gebran 
det sind, die Angabe und Liqtii i. ung derselben und 
die Produzirung der Verschreibungen, zur Erspa 
rung der Kosten für die G aubiger, für jetzt nicht 
verlangt werden, indem die Kommission hofft, dar 
über aus den vorhandenen Registern die nöthige htnr 
längliche Gewißheit zu erhalten. Dagegen werden 
diejenigen, welche dergleichen Forderungen an die 
Domainen oder andere vormalige landesherrliche Kas 
sen, oder an die einzelnen erwähnten Landschaften 
aus Verschreibungen vom Jahre ISo3 und von 
den darauf gefolgten Jahren, oder auf Fvc 
derungen, welche ohne Verschreibungen, auf ein 
zelne Oomainen ruhen, z. B. an Fruchtgefällen, 
Renten, baar geleisteter Kaution, oder nnabloßlichen 
Kapitalien zu machen haben, hiermit aufgefordert, 
sclbtge im Monat Dezember d- I. und spätestens bis 
zur Mitte des MonatsIannar 18* , vor deräiom- 
mifsion anzugeben und sowohl in Ansehung des Ka 
pitals als der rückständigen Zinsen in soweit diese 
siattnehmig sind, zu liquidiren, auch die Original- 
Verfchreibunoen und ewar.igen Cessionen, oder im 
Falle, daß ftlbige als Kaution bei öffentlichen Kas 
sen niedergelegt seyn sollten, die darüber ertheil 
ten Original - Depositionefcheine zu prvduziren. 
Hannover den 2Ytcn Oktober >8:0. 
König!. Westph. Schulden-Liquidatios-Kommifsion. 
G. v. Mcding, Präsident. 
5. Es wird ein Kabriolet, das aber noch in gutem 
- Stande seyn muß, zu saufen gesucht. In der Wai- 
senhauü-Bucbdrnckcrei'ist der Käufer zu erfragen. 
6. Mir Rücksicht auf die Annonce des Herrn Jacob 
Möly in Nr. 162 dieses Blattes, mache ich einem 
geehrten Publiko zur Entfernung aller Mißverständ 
nisse, welche die Gleichheit des Namens und des 
Geschlechts, leichtznr Folge haben könnte, ergebenst 
bekannt; daß ich an gedachtem Etablissement durch 
aus keinen Antheil habe, und mit genanntem Herrn 
Jacob Moly in keiner Verbindung stehe. Mein ei 
genes Geschäft wird vor wie nach in dem seit lan 
gen Jahren bekannten Lokale fortgeführt, lind bitte 
deshalb meine geehrten Freunde meine Unterschrift 
genau zu merken, und zur Verhütung aller unange 
nehmen Kollisffonen bei Briefen die Nr. des Hau 
ses »nd den Namen der Straße gefälligst beizufu, 
gen. Kassel den 23ten November i8iO. 
Bernhard Lucas Möli, vor dem Platz der 
Stände Nr. 58. 
Bücher - Verkauf: 
I. In der Griesbachschen Buchhandlung ist zu haben: 
Hübners Anweisung für die Huissiers oder Gerichts- 
böte im Königreich Westphalen, i2 Gr. BaumE- 
tens Handbuch nützlicher Wirkhfchaftsqeschafte für 
Frauenzimmer, I Thlr. 8 Gr. V-ckere WeUge, 
scrichre für die Jugend, ir Thl. 3te Aussage bear 
beitet v Vrllmann, 2 Thlr. Ebermaiers Taschen 
buch der Ehrrurgie, ir Bd. 2 Thlr. Meistere Vor- 
kenulnisse und Institutionen des positiven Privat 
rechts, l Tblr.22 Gr. Neuenbrhns Ganze der 
Branntweinbrennerei nach theoretischen und prakt. 
Grundsätzen, ir Bd. 2 Thlr. Weinbrenncrs archi 
tektonisches Lehrbuch, in Th. ls Hft. i Thlr. 8 Gr. 
Prakektur-Venü mug: 
Vu les rapports du Commissaire de Police du 
ier canton , portant que jusqu’à présent les reven 
deurs de volailles, se sont trouvés confondus avec 
les habitans de la campagne, aux marchés hebdo 
madaires qui ont lieu sur la place royale et que 
cette confusion donne lieu à des abus , préjudicia 
bles aux intérêts du public; vu le réglement hes- 
sois, non abrogé, sur la police des marchés, du 
12 octobre 1797 et voulant assurer l’exécution des 
dispositions du dit réglement. 
Ordonne: 
Art. ier. Les revendeurs de volailles demeu 
rent autorisés à mettre en vente des le matin.
	        

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